Sicherheit beim Badevergnügen: Tipps der OÖ Wasserrettung

Tipps um Unfälle im Wasser zu vermeiden - die OÖ Wasserrettung weiß Bescheid
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  • Foto: Österreichische Wasserrettung LV OÖ
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Alleine in Oberösterreich kamen in den letzten beiden Jahren insgesamt 27 Personen durch Ertrinken ums Leben. Die Österreichische Wasserrettung rät zur Einhaltung einfacher Regeln um die eigene Sicherheit beim Badevergnügen wesentlich zu erhöhen.

Abkühlen und langsam ins Wasser

Zurzeit klettern die Tagestemperaturen auf bis zu 30 Grad – die oö Badeseen legen zwar in den letzten Tagen zu, können aber noch nicht ganz Schritt halten. Die großen Seen im Salzkammergut haben derzeit zwischen 14 bis 17 Grad, die Badeseen rund um Linz haben es immerhin schon auf knapp über 20 Grad geschafft.

Doch trotzdem bleibt ein Unterschied von ca. 10 Grad, mit dem der Körper beim Sprung ins Wasser fertig werden muss. In der Hitze weiten sich die Blutgefäße aus und ziehen sich in der Kälte schlagartig zusammen und können so zu einem Kreislaufkollaps führen. Die Person geht sang- und klanglos unter.

Bleib in Ufernähe und überschätze dich nicht selbst

Wem die hohen Sommertemperaturen bereits zusetzen und Schwindelgefühle durch Schwimmen im kühlen Wasser vertreiben möchte, der riskiert womöglich das eigene Leben beim Rausschwimmen in die Seemitte.

Besser: Parallel zum Ufer schwimmen. Dies erleichtert es, im Notfall andere Personen aufmerksam zu machen. Dabei ist auch Distanz wesentlich geringer und dadurch viel leichter und schneller für eventuelle Helfer zu überwinden.

Auch wer’s sportlich mag und möglichst viele Meter im Wasser zurücklegen möchte: Die sportliche Leistung bleibt dieselbe, egal ob man in die Seemitte oder parallel zum Ufer schwimmt. Besonders bei den kälteren Wassertemperaturen kann es leicht zu Krämpfen kommen.

Badeinseln laden in Ufernähe zum Rausschwimmen ein – doch auch wenn die Distanz kurz scheint – für ungeübte SchwimmerInnen können auch 30 bis 40 Meter zu viel sein. Alkohol, ein voller Magen oder Trägheit vom Sonnenbaden beinträchtigen zusätzlich die Leistungsfähigkeit. Wer längere Zeit auf Badeinseln verbringt, sollte bei der Rückkehr unbedingt an Tipp Nummer 1 denken: Langsam abkühlen statt einem Kopfsprung ins Nass!

Lass Kinder nie unbeaufsichtigt

Kinder ertrinken in aller Stille. Für Kleinkinder können bereits geringste Wassertiefen von 10 bis 20 Zentimeter zur Gefahr werden – durch den verhältnismäßig schweren Kopf können sie sich nicht selbst retten, wenn sie mit dem Gesicht voran unter Wasser geraten. Das Kind ertrinkt scheinbar ohne Gegenwehr und ohne um sich zu schlagen – völlig lautlos.

Ältere Kinder, die noch nicht schwimmen können, sollten nie unbeaufsichtigt bleiben - auch Schwimmflügerl oder Schwimmreifen schützen nicht vor dem Ertrinkungstod. Viel zu leicht können Kinder besonders beim Sprung ins Wasser oder beim wilden Herumtollen diese Schwimmhilfen verlieren.

Immer wieder ertrinken besonders Kinder in unmittelbarer Nähe zu anderen Personen unbemerkt. Viele Menschen haben eine falsche Vorstellung, geprägt durch die völlig überzeichnete Darstellung wild um sich schlagender und schreiender Ertrinkender in Film und Fernsehen. Wer keine Luft zum Atmen hat, hat auch keine Luft mehr zum Schreien – der Kopf im Nacken, Nase und Mund so weit wie möglich nach oben gestreckt. Die Augen sind glasig und leer oder geschlossen, die Arme sind meist seitlich vom Körper ausgestreckt um sich vom Wasser „abzudrücken“. – so sehen Ertrinkende in den letzten Minuten in ihrem Kampf ums Überleben meistens aus.

Ca. 550 ehrenamtlichen WasserretterInnen sorgen an vielen Badeseen an den Wochenenden für Sicherheit. Bootsmannschaften, TaucherInnen und Wildwasserrettung können im Notfall über den Kurzruf 130 sieben Tage die Woche rund um die Uhr alarmiert werden.

Bezirk Vöcklabruck: Wasserretter sind wieder gefordert
Kinder ertrinken oft lautlosWebsite der OÖ Wasserrettung
Facebook Seite der OÖ Wasserrettung

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