Plakolm plädiert für längeren Zivildienst
Oberösterreich hat die meisten „Zivis“, Großteil im Rettungsdienst
- Für die jungen Burschen aus Prambachkirchen und Pupping ist der Zivildienst weit mehr als nur Arbeit.
- Foto: Rotes Kreuz Eferding
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Oberösterreich hat im bundesweiten Vergleich die beste Versorgung mit Zivildienern. Mit einer Bedarfsdeckung von über 94 Prozent liegt das Bundesland deutlich vor allen anderen, wie aus der aktuellen Halbjahresbilanz hervorgeht. Auch bei der absoluten Zahl aktiver Zivildiener führt Oberösterreich die Statistik an.
OÖ. Die meisten oberösterreichischen Zivildiener sind im Rettungswesen, in der Sozial- und Behindertenhilfe sowie in der Altenbetreuung im Einsatz. Besonders in der Altenbetreuung spielt Oberösterreich eine zentrale Rolle: Fast jeder dritte Zivildiener österreichweit, der in diesem Bereich tätig ist, leistet seinen Dienst im Bundesland.
Zuweisungen bundesweit auf Vorjahresniveau
Bundesweit zeigt sich ein stabiles Bild: Die Zuweisungen bewegen sich auf Vorjahresniveau, während die Zahl der Zivildiensterklärungen um acht Prozent gestiegen ist – ein positives Signal für die kommenden Jahre.
- Ministerin Claudia Plakolm mit mit dem "Zivildiener des Jahres 2025“ für Wien Alessandro Rodia.
- Foto: Regina Aigner/BKA
- hochgeladen von Online-Redaktion Oberösterreich
Bundesministerin Claudia Bauer unterstrich die gesellschaftliche Bedeutung des Zivildienstes:
„Wir brauchen einen starken Grundwehrdienst UND einen starken Zivildienst. Wenn uns die helfenden Hände in der Pflege, in der Behindertenbetreuung, im Kindergarten und im Rettungsdienst ausgehen, dann haben wir ein riesiges gesellschaftliches zusätzliches Problem."
Ab 2040 würden jährlich Tausende Zivildiener fehlen, wenn der Dienst nicht verlängert werde, weist Bauer auf die demografische Herausforderung hin. „Der Zivildienst gehört verlängert, weil das Gesundheits- und Sozialsystem die Zivildiener länger braucht, weil sie nicht mehr werden", betonte Claudia Bauer. Der Zivildienst sei dort eine tragende Säule, wo Fachkräfte bereits jetzt Mangelware seien.
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