Ausstellung
Schwarz-weiße Erinnerungen an NS-Opfer in Kobersdorf zu sehen
- Bei der Vernissage: Jasmin Karnutsch (KBB), Musiker Simon Stadler, Autor Heiner Hammerschlag, Künstler Manfred Bockelmann, LH-Stv. Anja Haider-Wallner, Klaudia Fritz (KBB) und Dieter Szorger (KBB, von links).
- Foto: Kulturbetriebe Burgenland
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KOBERSDORF. Er "zeichnet gegen das Vergessen" - und deswegen heißt genau so die Ausstellung von Manfred Bockelmann, die in der ehemaligen Synagoge eröffnet wurde.
- Schwarz-Weiß-Kohlezeichnungen zeigen Kinder und Jugendliche, die in der NS-Zeit ermordet wurden.
- Foto: Manfred Bockelmann
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Was der Bruder von Udo Jürgens nicht in Vergessenheit geraten lassen will, sind die Opfer des Nationalsozialismus. Bockelmann hat sie in großformatigen Schwarz-Weiß-Porträts verewigt.
Seine Kohlezeichnungen zeigen Kinder und Jugendliche, die in der NS-Zeit ermordet wurden. Die Ausstellung war bereits in der Sammlung Leopold in Wien, im Parlament in Lissabon, im deutschen Bundestag in Berlin und im Richard Stockton College in New Jersey zu sehen.
"Dunkles Erinnern" an die Shoah
Im selben Rahmen wurde auch der Bild- und Textband „Dunkles Erinnern“ von Heiner Hammerschlag präsentiert. Der Band dokumentiert die Entstehung des Projekts, seine internationalen Stationen sowie Begegnungen mit Überlebenden der Shoah. Mit zahlreichen Abbildungen, Beiträgen von Fachautorinnen und Fachautoren, zwei über QR-Code abrufbaren Kurzfilmen sowie einer herausnehmbaren Zeitleiste versteht sich das Buch als vielschichtiges Zeugnis gegen das Vergessen.
- Der Künstler Manfred Bockelmann stellt bis 26. Juli aus.
- Foto: KBB
- hochgeladen von Martin Wurglits
"Die ehemalige Synagoge Kobersdorf ist ein Ort, an dem Geschichte ganz besonders spürbar wird", betonte Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner in ihrer Eröffnungsrede. Musikalisch begleitet wurde die Vernissage vom Kärntner Musiker Simon Stadler mit Reinhard Meys Lied „Die Kinder von Izieu“.
Die Ausstellung von Manfred Bockelmann kann an den Aufführungstagen der Schlossspiele bis zum 26. Juli jeweils von 18.30 bis 20.30 Uhr bei freiem Eintritt besichtigt werden.
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