Ortsreportage Oberloisdorf
Doris Birner über den Spagat zwischen Verwalten und Gestalten
- Oberloisdorf steht vor finanziellen Herausforderungen, wodurch sich kommunale Investitionen auf notwendige Maßnahmen konzentrieren.
- Foto: Otto Krcal
- hochgeladen von Victoria Rosenberger
Die Gemeinde Oberloisdorf steht, wie viele kleine Gemeinden, vor großen finanziellen Herausforderungen. In Zeiten angespannter Budgets liegt der Fokus zunehmend auf notwendigen Investitionen und der laufenden Instandhaltung.
OBERLOISDORF. „In Zeiten wie diesen kann man nur die notwendigen Investitionen machen“, betont Bürgermeisterin Doris Birner. Viele Maßnahmen betreffen dabei die Grundinfrastruktur. So wurde etwa die Straßenbeleuchtung über Mittel aus dem Kommunalinvestitionsprogramm (KIP) abgewickelt. Auch im Bereich der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung besteht laufender Handlungsbedarf. Ein Pumpwerk im Kanalsystem zählten zu den dringend notwendigen Projekten, die umgesetzt wurden.
Hinzu kommen laufende Sanierungen im Gemeindebereich, etwa im Volksschul- und Kindergartengebäude. Dort machten unter anderem Feuchtigkeit im Keller sowie Installationsarbeiten Maßnahmen erforderlich. „Solche Dinge fallen einfach an und müssen gemacht werden“, so Birner.
Gleichzeitig verweist die Bürgermeisterin auf die Herausforderungen, die sich aus der finanziellen Situation ergeben: „Wenn die Mittel nicht mehr vorhanden sind, stellt sich schon die Frage, wie man damit umgeht. Aber auch dafür muss es Lösungen geben.“ Besonders bei akuten Problemen, etwa einem Kanalbruch, müsse rasch reagiert werden.
- Doris Birner betont die Bedeutung des Vereinslebens und sieht dieses als zentrale Stütze des gesellschaftlichen Lebens in der Gemeinde.
- Foto: Gemeinde Oberloisdorf
- hochgeladen von Victoria Rosenberger
Vereine als starke Säule
Was Oberloisdorf dennoch besonders auszeichnet, ist das starke Vereinsleben. „Was ich ganz hoch halte, ist die Unterstützung der Vereine. Sie leisten einen großen Beitrag zu unserem gesellschaftlichen Leben“, betont Birner. Gerade hier funktioniere das Miteinander im Ort besonders gut.
Auch die Zusammenarbeit im Gemeinderat spricht die Bürgermeisterin positiv an. Sie betont, dass diese gut funktioniere und es nicht nur um parteipolitische Interessen gehe, sondern um gemeinsame Lösungen für die Gemeinde. Gleichzeitig liege der Vollzug der Beschlüsse letztlich bei ihr als Bürgermeisterin, die diese Verantwortung mit großer Sorgfalt wahrnimmt, auch wenn dabei manchmal schwierige Entscheidungen zu treffen sind.
Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen bleibt der Anspruch klar: verantwortungsvoll wirtschaften und gleichzeitig die Lebensqualität im Ort sichern. „Wir sind derzeit oft mehr im Verwalten als im Gestalten“, sagt Birner, „aber man darf sich davon nicht entmutigen lassen.“
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