Praktischer Unterricht
Mittelschüler lernen wie aufwendig die Weinlese wirklich ist
- Die Schülerinnen und Schüler der Mittelschule Deutschkreutz packten bei der Weinlese im Weingut Silvia Heinrich selbst mit an und erhielten dabei spannende Einblicke in die Arbeit im Weingarten.
- Foto: Silvia Heinrich
- hochgeladen von Victoria Rosenberger
Wie viel Handarbeit, Wissen und Teamarbeit hinter einer Flasche Wein stecken, konnten Schülerinnen und Schüler der Mittelschule Deutschkreutz vergangene Woche hautnah erleben. Bei einem Besuch im Weingut Silvia Heinrich bekamen die Jugendlichen Einblicke in die Weinproduktion und durften mitten in der laufenden Weinlese auch selbst mit anpacken.
DEUTSCHKREUTZ. Gemeinsam ging es in den Weingarten, wo die Schülerinnen und Schüler erlebten, wie die Trauben von Hand gelesen werden und wie wichtig bereits bei der Ernte ein sorgfältiger Umgang mit den Trauben ist. Für viele war es eine neue Erfahrung, selbst im Weingarten zu arbeiten und dabei zu sehen, wie viele einzelne Arbeitsschritte notwendig sind, bevor aus den Trauben später Wein entsteht.
„Mir ist wichtig, dass junge Menschen sehen, wo die Trauben herkommen und wie viel Arbeit dahintersteckt“, erklärt Silvia Heinrich. „Gerade beim Wein ist der Weg von der Rebe bis in die Flasche lang. Vieles davon passiert mit der Hand und mit viel Erfahrung.“
Mitten in der Weinlese
Auch die letzten Tage der diesjährigen Weinlese konnten die Jugendlichen miterleben. Geerntet wurden Blaufränkisch und Cabernet Sauvignon. Dabei bekamen die Schülerinnen und Schüler auch einen Eindruck davon, wie unterschiedlich Rebsorten und Lagen sein können und warum bei der Ernte nicht einfach alle Trauben zur selben Zeit gelesen werden.
Für einen Vormittag wurde der Weingarten damit zum Klassenzimmer und die laufende Weinlese zum praktischen Unterricht. Besonders die Begeisterung und Neugier der Jugendlichen waren für das Weingut ein schöner Teil des Besuchs.
„Solche Besuche freuen mich sehr. Die Kinder und Jugendlichen sind unsere nächste Generation. Wenn sie einmal selbst im Weingarten gestanden und gesehen haben, wie Wein entsteht, bleibt vielleicht etwas davon hängen“, sagt Heinrich.
Nach der gemeinsamen Arbeit ging es zurück ins Weingut. Dort erhielten die Schülerinnen und Schüler weitere Einblicke in den Ablauf während der Ernte und konnten die alkoholfreien neuen Verjus-Varianten probieren.
Mit der abgeschlossenen Weinlese 2026 geht für das Weingut Silvia Heinrich eine intensive Zeit zu Ende. Viele helfende Hände, Erfahrung und Einsatz waren notwendig, um die Trauben gesund und reif in den Keller zu bringen. Für die Schülerinnen und Schüler gab es dabei die Gelegenheit, einen Teil dieser Arbeit nicht nur kennenzulernen, sondern selbst zu erleben.
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