Krankenhaus Oberwart
235 Millionen Euro für größtes Bauprojekt im Burgenland

- Der Spatenstich für das größte Bauprojekt im Burgenland wurde gesetzt: Projektverantwortlicher Heinz Fellner (BELIG), Architekt Franz Ederer, LH Hans Peter Doskozil, Bgm. Georg Rosner, KRAGES-Geschäftsführer Hans Peter Rucker
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Der Spatenstich fürs neue Krankenhaus Oberwart ist erfolgt. Bis 2024 werden maximal 235 Millionen Euro investiert.
OBERWART. Am Dienstag, 19. Mai, erfolgte der offizielle Spatenstich für den Neubau des Krankenhauses Oberwart durch LH Hans Peter Doskozil und KRAGES-Geschäftsführer Hans Peter Rucke, Oberwarts Bürgermeister 2.LT-Präs. Georg Rosner, Architekt Franz Ederer sowie dem Projektverantwortlichen Heinz Fellner (BELIG).
Die Gesamtinvestition wird maximal 235 Mio. Euro betragen, die Fertigstellung soll bis Ende 2023, die Inbetriebnahme 2024 erfolgen. Oberwart soll ein Leitspital mit einem modernen und erweiterten Leistungsangebot für die gesamte Region werden.
Medizinische Versorgung
„Ich bin mehr denn je davon überzeugt, dass es die richtige Entscheidung ist, hier in Oberwart und auch in Gols zu investieren. Es ist ein klares Signal der Landespolitik, dass die größte Investition in der Geschichte des Landes im Gesundheitsbereich realisiert wird. Wir bekennen uns damit zu einer hochwertigen Spitalsversorgung für unsere Bevölkerung – und stärken das in der Coronavirus-Krise erprobte Gesundheitssystem des Burgenlandes weiter. Der Baustart in Oberwart ist ein weiterer Meilenstein“, so LH Hans Peter Doskozil.
LH Hans Peter Doskozil: "Die Corona-Krise hat deutlich vor Augen geführt, dass die medizinische Versorgung für die Bevölkerung ein ganz wesentliches Gut ist!"
Inbetriebnahme Herbst 2024 geplant
Das neue Krankenhaus wird auf einer Grundfläche von 44.800m2, bei einer verbauten Fläche von 16.000m2 als neues Schwerpunktspital im Südburgenland errichtet. Die vorbereitenden Baumaßnahmen haben im Mai begonnen, im Juni startet der Erdbau.
Die Ausschreibungen für den Bau-Generalunternehmer sind in der Endphase, dieser soll seine Tätigkeit im Herbst 2020 aufnehmen. Die Bauarbeiten sollen bis zum vierten Quartal 2023 abgeschlossen sein, nach dem Umzug ist die Inbetriebnahme des neuen Spitals für das dritte Quartal 2024 vorgesehen.

- Die Fertigstellung ist für Herbst 2023 geplant.
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319 Betten und erweitertes Angebot
Das neue Krankenhaus wird insgesamt über 319 Betten verfügen, davon 42 Vierbett-, ein Dreibett-, 53 Zweibett- und 42 Einbettzimmern. Das Leistungsangebot wird im neuen Haus im Vergleich zum alten Spital umfassend modernisiert und erweitert.
Insgesamt sieben Operationssäle stehen zur Verfügung. Es wird einen modernen Ambulanzbereich und kürzere Wartezeiten geben, eine erstmalige Herzkatheter-Station für das Südburgenland, die neueste Ausstattung in der Radiologie oder in der Dialyse. Auch eine Tagesklinik mit Eingriffsräumen, sowie eine onkologische Tagesklinik ist inkludiert. Das Gebäude hat acht Lifte.
Angesichts der Corona-Welle wichtig: Die Behandlung von Pandemien (mit möglichen Isolierbereichen, mehr Isolierbetten, einer besseren Bettenaufteilung in den Zimmern) war bereits vor Ausbrechen dieser Krise Bestandteil der Planung.
Aufteilung im Gebäude
- Erdgeschoß: Haupteingang, Zentrale Aufnahme und Erstversorgung (ZAE), Rettungsvorfahrt, Ambulanzen, Dialyse, Tagesklinik, Technik, Lager, Verwaltung, Spitalsapotheke, Gastro & Service, Seelsorge, Veranstaltungssaal
- Kellergeschoß: Küche, Technik, Umkleiden, Pathologie und Labor, Lager· Obergeschoß 1: Operationssäle, Überwachungsstation, Geburtshilfe und Kreißsäle, Kinderstation, Verwaltung, Speisesaal
- Obergeschoß 2: Bettenstationen (zB Orthopädie, Chirurgie, Urologie, HNO)
- Obergeschoß 3: Bettenstationen (zB Innere Medizin, Neurologie, Onkologie, Palliativmedizin, Kardiologie, Intensivstation)
Leitspital für die Region
„Wir garantieren im Regierungsprogramm nicht nur die Aufrechterhaltung von fünf Spitälern, sondern bekennen uns mit dem Masterplan auch ganz klar zu den Neubauten in Oberwart und Gols sowie zu Investitionen in die anderen Standorte. Die Coronavirus-Pandemie bestätigt das burgenländische Engagement für eine leistungsfähige, wohnortnahe Spitalsstruktur. Da wird es mit mir auch keine Abstriche geben“, so Doskozil.
"Beim neuen Schwerpunktspital Oberwart wird eine Gesamtinvestitionssumme von maximal 235 Millionen Euro nicht überschritten werden, im Gegenteil, wir wollen drunter bleiben. Daran wollen wir in Zukunft gemessen werden", so der Landeshauptmann, der betont: „Dieses Krankenhaus wird nicht nur für den Bezirk, sondern auch für die gesamte Region im Südburgenland und auch in der Oststeiermark das Leitspital."

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„Zeitplan bleibt aufrecht“
KRAGES-Geschäftsführer Hans Peter Rucker: „Es hat sich erneut gezeigt: Unser Team in Oberwart ist bestens aufgestellt und hat bereits seit der Planungs- und Ausschreibungsphase dieses für das Burgenland so wichtige Großprojekt professionell im Griff. Trotz Corona bleibt unser Zeitplan selbstverständlich aufrecht. Mit heutigem Tag wird ein starkes Signal gesetzt, dass etwas weitergeht. Gerade in der Korona-Krise ist das wichtig.“
Bgm. Georg Rosner: "Der heutige Tag ist ein Meilenstein für die Stadt Oberwart. Wir sind seit 1911 Krankenhausstandort. 1975 erfolgte die Verlegung in die Dornburggasse, wo das bestehende Spital in drei Bauabschnitten gebaut und erweitert wurde."
„Nach zahlreichen Spatenstichen geht es endlich mit dem Neubau des Krankenhauses Oberwart los. Als Bürgermeister bin ich froh, dass dieses Projekt endlich umgesetzt wird. Damit wird die Gesundheitsversorgung abgesichert, das ist wichtig für unsere Stadtgemeinde und auch für die gesamte Region. Jetzt ist es notwendig, dass der Bau rasch beginnt. Außerdem fordern wir volle Transparenz vom Land Burgenland und der KRAGES: Der Zeit- und Kostenplan muss eingehalten werden!“, so Bgm. Georg Rosner, der betont: "Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und haben rund 300.000 Euro in Infrastruktur investiert und eine Parkraumbewirtschaftung eingeführt. Der Kreisverkehr an der B63a ist ein wichtiger Schritt für die Zufahrt zum neuen Krankenhaus und zugleich eine Verkehrsentlastung für die Bewohner in der Dornburggasse. Beim Projekt gab es ein gutes Miteinander, alle haben an einem Strang gezogen."
Nachnutzung für Altgebäude schwierig
"Es wird schwierig aufgrund der Bausubstanz das bestehende Gebäude weiter zu verwerten. Gemeinsam mit der TU Wien wird die BELIG ein Projekt starten, um Möglichkeiten zu erarbeiten, wie es weiter gehen kann. Ich gehe aber eher davon aus, dass ein Gutteil des Gebäudes abgerissen werden wird", sagt Doskozil.
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