Fußball im Bezirk Oberwart
Das sagen die Vereine der 2. Klassen Süd zum Saisonabbruch

Leere Fußballplätze werden im Unterhaus die kommenden Monate prägen. Ein Saisonstart im August ist aufgrund der geltenden Regelungen bereits jetzt unwahrscheinlich.
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  • Leere Fußballplätze werden im Unterhaus die kommenden Monate prägen. Ein Saisonstart im August ist aufgrund der geltenden Regelungen bereits jetzt unwahrscheinlich.
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Vereinsvertreter aus dem Bezirk Oberwart nehmen zum Saisonabbruch im Amateurfußball Stellung. Hier gibt es die Stellungnahmen aus der 2. Klasse Süd A.

BEZIRK OBERWART. Am 15. April beschloss das ÖFB-Präsidium einstimmig den Abbruch der Meisterschaften im Amateur-, Frauen- und Nachwuchsfußball. Aufgrund eines Rechtsgutachtens wird die Meisterschaft in allen Ligen und Klassen annulliert und geplant im Herbst neu gestartet.
Damit gibt es weder Auf- noch Absteiger. Die Bezirksblätter Oberwart hörten sich bei den Vereinen im Bezirk um. Das sagen die Vertreter aus der 2. Klasse Süd A und 2. Klasse Süd B.

Andreas Horvath (Sektionsleiter ASKÖ Markt Neuhodis)

Meiner Meinung nach war der Abbruch korrekt. Es tut mir leid für Wiesfleck und Hannersdorf, die sich den Titel ausgemacht hätten. Aber die Gesundheit steht über dem. Es tut mir für die Vereine leid, die dem Aufstieg sehr nahe waren, aber andere absteigen zu lassen wäre, auch nicht richtig gewesen.
Sportlich wird sich meiner Meinung nach nicht viel ändern. Wir versuchen eine schlagkräftige Truppe zu stellen. Finanziell ist es gerade eine schwierige Zeit für alle Vereine. Die laufenden Kosten müssen weitergetragen werden, ohne Einnahmen zu lukrieren - aber wir versuchen das Beste daraus zu machen. Wir versuchen in der schweren Zeit, den Platz zu richten und kleinere Umbauten zu tätigen. Und natürlich alle Regeln mit Abständen und Masken einzuhalten.

Christian Portschy (Obmann SV Zuberbach)

Es war in dieser Phase und Situation das einzig Richtige, die Saison abzubrechen. Es wird immer Gewinner und Verlierer geben - das ist einmal so. Aber das Wichtigste ist die Gesundheit der Spieler, Fans und Funktionäre.
Sportlich ist es so, dass Heimtrainings gemacht werden, aber das technische und taktische von den Trainings fehlt natürlich. Die Einnahmen von Veranstaltungen, Heimmatches und von der Kantine sind völlig weggebrochen und werden auch eine Lücke hinterlassen. Zum Glück haben wir einen starken Partner an unserer Seite mit unserem Hauptsponsor Philipp Pracser, der mit uns den schwierigen Weg gemeinsam geht und hinter dem Verein steht.

Christoph Böhm (Obmann SG Redlschlag)

Aus unserer Sicht war es zu erwarten, dass die Saison nicht weitergeführt wird. Ich denke, dass man damit den einen oder anderen Verein damit auch verärgert hat, wie z.B. die Tabellenführer.
Aber meiner Meinung nach, kann man es hier wahrscheinlich nicht jedem Verein im Burgenland recht machen, jedoch denke ich, dass es die richtige Entscheidung war, die Saison abzubrechen, denn das Zeitfenster für die Weiterführung wäre sehr knapp und es sind viele Fragen offen, wie z.B. Einreise der Legionäre, Transferzeit im Sommer, Geisterspiele, usw.
Ich finde, dass kein Verein mit einer Fortsetzung der Saison in der Ausführung von Geisterspielen überleben kann, denn hier wäre die finanzielle Lage doch ziemlich schwer zu meistern, denn ohne Einnahmen den Spielbetrieb aufrechtzuerhalten ist unmöglich. Wir halten uns momentan mit Sponsorgeldern über Wasser, eventuell wird es ja in naher Zukunft eine Förderung für uns Amateurvereine geben.

Christian Takacs (Obmann SC Schachendorf)

Aus finanzieller Sicht haben wir schon laufende Kosten zu bezahlen. Für einen kleinen Verein wie uns, der das kleine Jahresbudget zu einem gewichtigen Teil durch das Veranstalten von Festen aufstellt, ist dies natürlich nicht einfach. Wir hätten zwischen März und Ende Juni zwei Veranstaltungen und einige Heimspiele gehabt. Diese Einnahmen fallen natürlich weg.
Sportlich wird man sehen, was noch auf uns zukommt. Für den Fall, dass die Legionäre nach der Wiederaufnahme des Trainingsbetriebs noch nicht über die Grenzen dürfen, haben wir ausreichend einheimische Spieler, um den Betrieb aufrechtzuerhalten. Natürlich für den Fall, dass man dann nicht unbedingt eine Reserve stellen muss und keine Spieler den Verein verlassen. Nach jetzigem Stand wollen die Spieler aber bleiben.

Georg Posch (Obmann SV Kirchfidisch)

Es war für mich keine Überraschung, dass es soweit kommt! Das Frühjahr war für mich schon vor zwei Wochen gelaufen. Die Annullierung der Meisterschaft ist aus sportlicher Sicht für manche Vereine ein herber Rückschlag. Da habe ich für den Unmut zB von Tobaj oder Großpetersdorf, die eine super Hinrunde gespielt, vollstes Verständnis!
Viel mehr Sorgen macht mir der weitere Verlauf! Wann Können wir wieder spielen!? Was ist mit der Herbstmeisterschaft!? Wie sollen wir planen!? Was passiert mit der Nachwuchsmeisterschaft!? Viele Fragen, die momentan nicht zu beantworten sind! Aus finanzieller Sicht sind wir momentan gut aufgestellt! Allerdings eine Planung auch aus finanzieller Sicht ist momentan unmöglich! Und dass könnte für den zukünftigen Spielbetrieb allgemein ein großes Problem darstellen!

Gerhard Wolfger (Sektionsleiter UFC Oberschützen)

Wir haben mit dem Abbruch gerechnet und einige Arbeiten in unserer "derKern" Panorama Arena begonnen! Da die Gesundheit an erster Stelle steht, ist es vollkommen richtig die Saison abzubrechen! Leider weiß niemand ob oder wann wir im Herbst wieder starten können!
Dürfen Legionäre anreisen, dürfen Spielertransfers über die Bühne gehen, welche Förderungen und in welcher Höhe bekommen unsere Vereine? Es bleiben einfach viele Fragen offen!

Wir sind im sportlichen Bereich auf selbstständiges und freiwilliges Heimprogramm umgestiegen, du kannst niemanden zum Laufen und Trainieren motivieren, wenn kein Ziel vor Augen ist!

Wir werden unseren eingeschlagenen Weg mit einheimischen Spielern fortsetzen und in Zukunft auch von unserem Nachwuchs aus unserer SpG AVITA Therme aus dem Vollen schöpfen und ihnen die Chance zur Entwicklung bei unserem Verein UFC "Fassadenbau Weinzettl" Oberschützen bieten! Drei 15-jährige Jungs werden schon in den engeren Kader rücken und einige Spiele in der Startelf absolvieren! In diesem Sinne "Gesund bleiben" und bitte Unterstützt unsere Vereine auch in Zukunft! Bis bald am Sportplatz!

Christoph Lehner (Obmann SC Wiesfleck)

Vor weg, der SC Wiesfleck versteht die Entscheidung des BFV und uns ist klar, dass wir die Saison 2019/2020 nicht fertigspielen können, jedoch wäre unserer Meinung nach eine Punktemitnahme (beispielsweise in Form einer Punkteteilung wie bereits in der Bundesliga der Fall ist) in die neue Saison äußerst fair und gerecht. Dadurch würde der BFV den Vereinen und Sportlern auch eine gewisse Wertschätzung und Anerkennung der erbrachten Leistungen aus dem Herbst entgegen bringen.
Der komplette Abbruch ist für uns als amtierender Herbstmeister sportlich wie auch finanziell gesehen eine kleine Katastrophe, da uns wie auch den anderen Vereinen die extrem wichtigen Heimspiele ausfallen und wie jeder weiß hat ein Sportverein ja auch ohne Spielbetrieb seine laufenden Kosten im Sinne der Instandhaltung der kompletten Anlage. Letztendlich hoffen wir auf einen weiteren Rückgang der Zahlen rund um das Corona-Virus um der Normalität wieder etwas Näher zu kommen.

Dieter Höfler (Obmann SV Hochart)

Der Abbruch wirkt sich für uns keinesfalls negativ aus, bei uns ist es um nichts mehr gegangen. Wir ersparen uns finanziell sogar einiges, denn die Ausgaben im Frühjahr wären höher gewesen als die Einnahmen. Vom Kader her wird sich nicht viel ändern, wir gehen davon aus, daß es keine Abgänge geben wird.

Günter Karner (Obmann SC Mariasdorf)

Wir haben eine gute Vorbereitung gespielt und waren durch die Verpflichtung von drei Kroaten sicher stärker als im Herbst. Sie haben schon zwei Monate bei uns trainiert, ehe die Unterbrechung kam. Unsere Slowaken hatten wir nach Hause geschickt. Ich hoffe, dass wir die drei bis im Herbst noch halten können.
Finanziell ist es schwierig. Unser traditionelles Osterschnapsen wurde abgesagt und ebenso unser Fronleichnamsfrühschoppen am 21. Mai. Auch der Kirtag am 15. August ist mehr als fraglich. Dieser ist eine unserer Haupteinnahmequellen. In den letzten Jahren hatten wir 700 bis 800 Besucher. Das wird uns definitiv stark abgehen. Auch einige infrastrukturelle Arbeiten stehen derzeit still. Planungen können wir sowieso aktuell keine machen.

Saisonannullierung aus Sicht der Burgenlandliga-Vereine

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