Zell am See
Baubeginn für "Umfahrung Schüttdorf" im Frühjahr 2020

Eine Visualisierung: Hinter dem Baumarkt Ebster wird die neue Straße mittels Kreisverkehr (zwischen der großen Kreuzung und dem Kreisverkehr Limberg) an die Bundesstraße Richtung Oberpinzgau angebunden.
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  • Eine Visualisierung: Hinter dem Baumarkt Ebster wird die neue Straße mittels Kreisverkehr (zwischen der großen Kreuzung und dem Kreisverkehr Limberg) an die Bundesstraße Richtung Oberpinzgau angebunden.
  • Foto: Visualisierung: EQVS
  • hochgeladen von Johanna Grießer

Mit der Mobilitätsoffensive im Pinzgau kommt die umstrittene Entlastungsstraße. Sie soll laut Landesrat Stefan Schnöll im Jahr 2022 fertig sein. Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn von den Grünen stimmte dem Konzept zu. Die Zeller Grünen sind maßlos enttäuscht – und stellen ihre Parteimitgliedschaft vorläufig ruhend.



ZELL AM SEE. Schon seit Jahren kämpfen die Zeller Grünen gegen die geplante Umfahrung. Nun stimmte der Grüne Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn dem neuen Verkehrskonzept zu. Somit gab es auch grünes Licht für die Umfahrung von Schüttdorf, die Teil dieses Konzeptes ist. 

Baubeginn: Frühjahr 2020

Landesrat Stefan Schnöll: "Die Entlastungsstraße hat für die gesamte Region eine große Bedeutung. Wir arbeiten intensiv daran, alle Genehmigungen zu bekommen, damit wir zeitnahe mit dem Bau beginnen können. Die Begutachtungsfrist für die Trassenverordnung endet am 14. Oktober und die Bewilligungsverfahren laufen auf Hochtouren. Im Frühjahr 2020 werden die Bagger anrollen."

Grünes Licht für Umfahrung Schüttdorf

Auch Heinrich Schellhorn hatte dem Verkehrskonzept zugestimmt, weil auch stark in den Ausbau des öffentlichen Verkehrs im Pinzgau investiert wird. Der Grüne Landtagsabgeordnete Simon Heilig-Hofbauer: "Wir verstehen, dass es für die Zeller Grünen ein Rückschlag ist. Es war ein schwieriger Kompromiss, doch der Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel macht es tragbar, dass wir dem Bau der Umfahrung zustimmten."

"Wir fühlen uns im Stich gelassen"

Werner Hörl, Stadtrat und Sprecher der Grünen Zell am See, gibt nach dem Treffen der Ortsgruppe bekannt: "Wir haben beschlossen, dass wir unsere Mitgliedschaft vorläufig ruhend stellen. Wir sind maßlos enttäuscht über den Baubeschluss. Da fahren jetzt sofort die Bagger auf und andere Maßnahmen bleiben auf der Strecke. Das ist nicht die Grünen-Politik, wie wir sie uns vorstellen." 

Mitgliedschaft ruhend gestellt

"Die Zeller Ortsgruppe bleibt natürlich mit ihren Mitgliedern weiter bestehen. Wir bringen uns sehr stark in die Ortspolitik ein und die Zusammenarbeit funktioniert sehr gut", erklärt Werner Hörl. "Wir werden jetzt genau beobachten, wie es weiter geht. Wir wünschen uns, dass die anderen Maßnahmen der Mobilitätsoffensive ebenso schnell umgesetzt werden, wie die Umfahrungsstraße." Sie selbst hätten zuvor die alternativen Maßnahmen umgesetzt. "Wenn die alle nichts geholfen hätten, hätte man noch immer über eine Umfahrungsstraße nachdenken können", so Hörl.

Wollen Vertrauen zurückgewinnen

"Man muss politische Mehrheiten anerkennen und Kompromisse eingehen", verteidigt Simon Heilig-Hofbauer den Beschluss. "Ich bin zuversichtlich, dass wir das beschlossene Maßnahmen-Bündel möglichst schnell umsetzen werden. Wenn die Enttäuschung der Zeller, die ich auch verstehen kann, dann wieder etwas abgekühlt ist, liegt es an uns Grünen auf Landesebene, dass wir das Vertrauen der Zeller wieder zurückgewinnen."

Autor:

Johanna Grießer aus Pinzgau

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