Ortsreportage
Das Raurisertal setzt weiter auf Qualität statt Masse
- Das Raurisertal setzt weiterhin auf Natur, Regionalität und qualitatives Wachstum. Im Bild: Gainschniggalm
- Foto: TVB Rauris/Florian Bachmeier
- hochgeladen von Magdalena Pfeffer
Das Raurisertal blickt auf eine positive touristische Entwicklung. Steigende Nächtigungszahlen, wachsende internationale Bekanntheit und die Positionierung als Natur- und Genussregion prägen die Arbeit des Tourismusverbandes.
RAURIS. Das Raurisertal verzeichnet in den vergangenen Jahren eine erfreuliche touristische Entwicklung. Die Nächtigungszahlen steigen kontinuierlich, gleichzeitig gewinnt die Destination zunehmend bei internationalen Gästen an Beliebtheit. „Besonders gefragt sind Ruhe, Natur, Entschleunigung und gemeinsame Zeit mit der Familie – Werte, für die das Raurisertal ganz besonders steht“, betonen Geschäftsführerin Theresia Moser und Obfrau Gaby Strobl. Das Tal habe sich bewusst als Rückzugsort für naturverbundene Gäste positioniert und wolle diesen Weg auch künftig konsequent weitergehen.
Dabei steht für die Verantwortlichen nicht nur die touristische Weiterentwicklung im Fokus, sondern auch der sorgsame Umgang mit den vorhandenen Ressourcen. „Wir leben in einem außergewöhnlich schönen Tal und sind sehr stolz darauf. Wir dürfen dort leben, wo andere Urlaub machen. Diesen besonderen Schatz möchten wir bewahren und gleichzeitig behutsam und qualitativ weiterentwickeln“, so Moser und Strobl.
Herausforderungen im Tourismus
Trotz der positiven Entwicklung sieht der Tourismusverband auch Herausforderungen. Unter anderem verändert sich die Struktur der Beherbergungsbetriebe zunehmend. Während neue Appartementanlagen entstehen, ziehen sich viele kleine familiengeführte Betriebe und Privatvermieter aus dem Tourismus zurück. Auch im Bereich der Gastronomie sehen die Verantwortlichen weiteres Potenzial. „Uns als Tourismusverband würde es sehr freuen, wenn sich wieder mehr junge Menschen für den Tourismus und die Gastronomie begeistern und vielleicht auch den Schritt in die Selbstständigkeit wagen“, erklären Moser und Strobl.
Stärken des Tales weiter ausbauen
Für die Zukunft setzt das Raurisertal weiterhin darauf, seine besonderen Stärken hervorzuheben, darunter der Nationalpark Hohe Tauern, die Geschichte des Goldbergbaues, das „Tal der Quellen“, das Krumltal als „Tal der Geier“ und das Genusswandern.
„Ziel ist es, diese Themen qualitativ weiterzuentwickeln und das Raurisertal als Genussregion und Rückzugsort für naturverbundene Gäste zu stärken", erklären die beiden Verantwortlichen.
Miteinander als wichtiger Erfolgsfaktor
Einen besonderen Stellenwert hat zudem das Miteinander im Tal. "Als Tourismusverband freuen wir uns sehr, das Bauernherbstfest gemeinsam mit den Bäuerinnen und Bauern, den heimischen Vereinen, Gastwirt und Betrieben veranstalten zu dürfen. Es ist jedes Jahr ein schönes Fest, bei dem Gäste und Einheimische zusammenkommen und gelebte Tradition und Regionalität spürbar werden", heißt es gegenüber MeinBezirk.
Ein weiteres bedeutendes Aushängeschild der Region ist das Sonnblick Observatorium, das seit mittlerweile 140 Jahren für hochalpine Wetter-, Klima- und Umweltforschung steht.
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