Freude über moderne Ställe

Neuer Stall des Bachgut: Bernhard Voithofer Jungbauer, LR Josef Schwaiger, Klaus Vitzthum BBK OM Pinzgau, Anton Voithofer Bauer.
02.11.2017
Foto: LMZ Franz Neumayr/SB
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  • Neuer Stall des Bachgut: Bernhard Voithofer Jungbauer, LR Josef Schwaiger, Klaus Vitzthum BBK OM Pinzgau, Anton Voithofer Bauer.
    02.11.2017
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MITTERSILL. Bachbauer Anton Voithofer hat seinen Hof in Mittersill von Mutterkuh-Haltung wieder auf Milchwirtschaft umgestellt. Mit Hilfe einer neuen Förderung des Landes, die speziell auf kleinstrukturierte landwirtschaftliche Familienbetriebe abzielt, wurde das alte Stallgebäude umgebaut.

Weniger Aufwand

Durch den neuen Laufstall mit Melkstand wurde nicht nur die Arbeit erheblich erleichtert, auch für die Tiere bedeutet der gut durchlüftete Stall, wo sie sich frei bewegen können, eine Verbesserung. Die Fütterung wird per Computer für jede Kuh individuell gesteuert.
Das neue Förderprogramm gewährt bei Investitionen von 60.000 Euro einen Zuschuss von 30 Prozent - und das sehr unbürokratisch, wie Agrarlandesrat Josef Schwaiger betont. "Die Abrechnung erfolgt nach Pauschalkostensätzen. So entsteht für Landwirte und Verwaltung erheblich weniger Aufwand, der vor allem bei kleineren Projekten oft nicht mehr in Relation gestanden ist".

Die Förderung stößt daher auf reges Interesse, seit Jänner wurden bereits 274 Anträge gestellt. "Das Programm läuft bis Ende 2020, es besteht kein Grund, Schnellschüsse zu setzen. Man kann und soll sich Zeit für eine gute Planung lassen", so Schwaiger. "Die einfache Beantragung und Abwicklung der Förderung hat mir die Entscheidung für die Investition in meinen Betrieb deutlich erleichtert", bestätigt Voithofer. "Solche Anreize wirken nachhaltig, das sieht man dann in zehn Jahren", meint Klaus Vitzthum, Obmann der Bezirksbauernkammer. Für viele Bauern sei das sicher ein wichtiger Ansporn. Er betont, dass im Pinzgau seit 1995 nur 100 landwirtschaftliche Betriebe aufgegeben haben, das sei die niedrigste Quote im Vergleich mit den anderen Bundesländern.

Engagierte Jugend

Das liege zum Teil auch daran, dass es hier durch den Tourismus gute Nebenerwerbsmöglichkeiten gebe. Für Bauern im Flachland sei es zudem leichter, Flächen an Nachbarn zu verpachten. "So schön wie es bei uns ist, das haben wir nicht dem Herrgott zu verdanken, sondern den Bauern". Würden sie die Kulturlandschaft nicht pflegen, gäbe es hier nur Wald. Er beobachte sogar, dass in manchen Fällen die nächste Generation einen aufgelassenen Hof wieder bewirtschafte. "Die Jugend fängt auch wieder verstärkt zu melken an. Das bringt wesentlich mehr Ertrag, als die Mutterkuh-Haltung und Ställe mit praktischem Melkstand bedeuten auch nicht mehr so viel Aufwand mit den Tieren", so Vitzthum. Vor allem die Schüler der Landwirtschaftsschule in Bruck seien unglaublich engagiert zeigt er sich zuversichtlich, dass diese den Beruf ihrer Vorfahren weiter ausüben.

Daten und Fakten

Vom 16. Jänner bis 16. Oktober wurden in Summe 274 Anträge in allen Bezirken des Landes gestellt. Die anrechenbaren Kosten betragen insgesamt 8,97 Millionen Euro. Insgesamt ergibt sich daraus eine Fördersumme von rund 2,35 Millionen Euro.
Am häufigsten wurden Förderanträge für Stallmaßnahmen gestellt, gefolgt von Anträgen für Heu- und Strohlager. An dritte Stelle stehen Maßnahmen auf Almen und in der Direktvermarktung. Die Landes-Investförderung für landwirtschaftliche Betriebe kann weiterhin beantragt werden. Im laufenden Jahr ist das Ziel, insgesamt rund 150 bäuerliche Betriebe bei ihren Investitionen finanziell zu unterstützen. Das Programm wird bis Ende 2020 laufen.

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