Ski Weltcup in Saalbach
Gensbichler: "Ohne Skiclubs und Bundesheer wäre das nicht möglich gewesen"

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Wie Saalbach es schafft, innerhalb von zwei Wochen einen Skiweltcup zu planen.

SAALBACH HINTERGLEMM. Nach den Gerüchten über die Übernahme der China-Rennen durch Saalbach fiel am Donnerstagabend, 30. Jänner die endgültige Entscheidung. Zwei Wochen später, trotz Sturmtief Sabine, steigt in Saalbach Hinterglemm ein Skifest der Superlative. 14.500 Zuschauer feuerten am 13. Februar bei der Abfahrt ihre Ski-Fans an und kürten Thomas Dressen aus Deutschland zum Sieger. Beim Super-G am 14. Februar war das Wetter die Herausforderung des Tages. Schlussendlich konnte man den Super-G mit verkürztem Start durchführen und den Sieg von Aleksander Aamodt Kilde feiern. Die Organisatoren geben uns einen Einblick hinter die Kulissen.

100 freiwillige Helfer

Den Saalbachern und dem Österreichischen Skiverband wurde in den vergangenen Tagen alles abverlangt. Nicht nur die kurzfristige Übernahme war eine Herausforderung; auch Sturm Sabine und heftige Scheefälle machten die Angelegenheit zu einer Challenge. Das Wichtigste bei einem Skirennen: Die Rennpiste! Über 100 freiwillige Helfer waren am Zwölferkogel sogar nachts im Einsatz um die Piste trotz der schwierigen Wettersituation renntauglich zu machen und die Neuschneemassen per Hand mit Schaufeln und Schneefräsen aus der Rennstrecke zu schaffen. "Ohne die Hilfe der umliegenden Schiclubs und des Bundesheers wäre das nicht machbar gewesen", sagt Bartl Gensbichler, Obmann des Schiclubs Saalbach Hinterglemm. „Dafür möchte ich mich herzlich bedanken!“

Keine einfache Aufgabe

Zuschauer-Tribüne, Public Viewing, Verpflegungszelt für rund 800 Mitarbeiter und Ski Austria Weltcup Party mit großer Siegerehrung und Startnummernziehung: Das alles klingt nach einem Rahmenprogramm eines Weltcups für die im Normalfall einige Monate Vorlaufzeit für die Planung berücksichtigt werden müssen. In Saalbach ist das binnen knapp zwei Wochen möglich. "Zum Glück waren fast alle aus unserem Team bereits letztes Jahr bei sieben Wochen Vorlaufzeit mit dabei - somit wusste jeder sofort was er bzw. sie zu tun hatte. Das alles in zwei Wochen zu meistern ist dennoch keine einfache Aufgabe. Mein Team mit Sonja Mitterer, Birgit Breitfuß und Isabella Assmair kümmert sich um die Organisation des gesamten Rahmenprogramms, sowie die Abfallwirtschaft, das Catering für alle Mitarbeiter und Ski-Teams und die Behördengänge“, sagt Manuel Hirner, Eventmanager beim Tourismusverband Saalbach Hinterglemm.

32 Kameras

Für die Aufbauten im Zielareal und an der Strecke waren Andreas Eberharter und Hannes Stöckl mit ihren Teams zuständig. An der Strecke befanden sich 32 Kameras für die Live-Übertragung – dafür mussten für zwölf Positionen Kameratürme mit dem Hubschrauber auf den Berg geflogen werden. Entlang der Piste mussten 15 Kilometer Sicherheitszaun und 5 Kilometer Absperrzaun aufgebaut werden. „Für die Bauten im Zielareal hatten wir acht Tage Zeit bis zur behördlichen Abnahme“, schildert Andreas Eberharter. Kein großes Zeitfenster, wenn man bedenkt, dass hier eine Tribüne für 1.200 Zuschauer, ein Verpflegungszelt für hunderte von Helfern und die Ski-Teams, eine Leinwand, Kabelbrücken und viele andere technische Bauten notwendig waren.

Mitten in der Hochsaison

Zudem kommt, dass in Saalbach Hinterglemm zum Zeitpunkt der Übernahme Hochsaison herrscht. Bei 97 % Auslastung ohne Weltcup-Tross hat man es aber dennoch geschafft alle Mannschaften und Teams im Glemmtal unterzubringen. Jennifer-Pamela Braun, Corinna Bauer und Daniela Richardson geben einen Einblick, was dahinter steckt: „Wir haben menschliches Tetris gepielt. Jede Lücke im Zimmerbelegungsplan wurde über unzählige Telefonate und E-Mails ausfindig gemacht und belegt. Schlussendlich haben wir es mit der Hilfe unserer Vermieter geschafft alle Mannschaften im Umkreis von 5 Kilometern unterzubringen.“
„Die Bilder, die am Donnerstag bei der Abfahrt um die Welt gegangen sind waren die beste Werbung. Wir sehen die kurzfristige Übernahme nocheinmal als Beweis dafür, dass wir wirklich bereit sind und hoffen damit eine wichtige Visitenkarte für die WM-Bewerbung abgegeben zu haben“, sagt OK-Generalsekretär Peter Hartl. Im Mai heißt es dann Daumen drücken, wenn beim FIS-Kongress über den Austragungsort der FIS Alpinen Ski WM 2025 entschieden wird.

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Autor:

Klaus Vorreiter aus Pinzgau

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