12.09.2017, 17:21 Uhr

Mittersill: "Furchterregende Maschinen werden kommen"

Eine noch nicht konkrete Visualisierung der Brücke. Wie die Pylonhüllen an den vier Ecken des Bauwerkes aussehen werden, steht noch nicht fest. (Foto: Visualisierung: Land Salzburg)
MITTERSILL. Auch bei der heurigen Bürgerversammlung gestern Abend war der Saal im Nationalparkzentrum wieder "bummvoll". Kein Wunder, auf dem Programm stand unter anderem die Präsentation des 6 Millionen Euro-Projekts "Hubbrücke über die Salzach" sowie die Erläuterung der notwendigen Verkehrsumleitungen während der Bauzeit. 

Aufruf zu Verständnis und Zusammenhalt


Eines gleich vorneweg: Bürgermeister Wolfgang Viertler rief die Bürger in bekannt-gekonnter Manier zu Verständnis für anstehende Unbillen und zum Zusammenhalt auf, sodass zum Schluss der  Veranstaltung so gut wie keine Bedenken oder Unzufriedenheiten geäußert wurden.
Es gab seitens der Bevölkerung einige Detailfragen, die allesamt geklärt werden konnten. Hinsichtlich einiger kleinerer Anregungen wie zum Beispiel ein Spiegel im Bereich Aus-/Einfahrt Hallenbadstraße Süd oder Fahrradständer bei der Bushaltestelle Rettenbach gab es offene Ohren seitens der Gemeindevertreter. Der Bürgermeister: "Auch deshalb gibt es solche Veranstaltungen - damit wir praktische Anliegen erfahren, an die wir selber nicht denken, die aber trotzdem wichtig sind."

Zu hohe Geschwindigkeiten


Thematisiert wurden sowohl vom Bürgermeister als auch von seinem Stellvertretern Volker Kalcher und Gerald Rauch die zu hohen Geschwindigkeiten, die von den Verkehrsteilnehmern sowohl im Zentrum als auch teilweise entlang der Umfahrungsstrecken gefahren werden. Im Zentrumsbereich (30 km/h) wird es in Zukunft Radargeräte geben, ansonsten könne man nicht oft genug an die Vernunft der Lenker appellieren. Zu Beginn der Umleitungsphase werde außerdem auf Polizeipräsenz gesetzt.

Präsentation vom Projektleiter


Zurück zur Brücke, die den letzten Teil der so wichtigen Hochwasserschutzmaßnahmen bildet und vom Land Salzburg finanziert wird:  Wolfgang Mariacher vom zuständigen Referat ist der Projektleiter; er stellte die Technik, die hinter dem einzigartigen "Jahrhundertprojekt" detailliert vor. Die Baustelle ist genau durchgeplant. Die Arbeiten, die für 2017 anstehen, sollen am 22. Dezember  abgeschlossen sein.  Generalunternehmer ist die Bau GmbH. Porr, die Stahlbauarbeiten werden die  Firmen "nca" und "Albatros" ausführen.

Shuttle-Service für Menschen mit eingeschränkter Mobilität


Übermorgen, am 14. September, wird seitens des Bundesheeres (Pionierbataillon 2 der Schwarzenbergkaserne) die zwischenzeitlich notwendige Fußgängerbrücke, welche über Stufen erreichbar ist, eingehoben. Für Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind sowie für Eltern mit Kinderwägen wird es einen Shuttleservice (Fa. Taxi Hons) geben. 


Riesige Autokräne und immens große Bohrpfahlgeräte

In Sachen Hubbrücken-Bau - sie kann durch einen Mechanismus an den vier Eckpfeilern (Pylone)  im Falle eines Hochwassers in die Höhe gehoben werden - hatte Wolfgang Mariacher beeindruckende Tatsachen in Sachen Gewicht, Betonmengen oder Technik zu bieten. Mariacher meinte auch - freilich mit einem kleinen Schmunzeln - dass "furchterregende Maschinen nach Mittersill kommen werden" und zeigte dazu die Bilder von riesigen Autokränen und immens großen Bohrpfahlgeräten (175 Tonnen schwer), welche den direkten Anrainern Erschütterungen des Erdreichs bescheren werden.


"Eine Art Wahrzeichen von Mittersill..."

Was die Optik der Pylon-Hüllen betrifft, ist die Planung noch nicht abgeschlossen. Mariacher: "Das Aussehen ist natürlich nicht so wichtig wie die funktionierende Technik, aber trotzdem spielt es eine Rolle. Die vier Elemente sollen ein Alleinstellungsmerkmal haben und eine Art Wahrzeichen von Mittersill werden."

Fotos: Christa Nothdurfter


Unter folgendem Link gibt es die Info zu den Umleitungen währen der Bauzeit 2017:
https://www.meinbezirk.at/pinzgau/lokales/mittersi...

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Hanspeter Lechner aus Enns | 12.09.2017 | 22:51   Melden
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Peter Würti aus Pinzgau | 13.09.2017 | 05:16   Melden
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Christa Nothdurfter aus Pinzgau | 13.09.2017 | 08:45   Melden
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Peter Würti aus Pinzgau | 13.09.2017 | 10:03   Melden
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