12.06.2017, 15:22 Uhr

Pinzgauer Aktivität zur Woche der Artenvielfalt

Die interessierte Gruppe. (Foto: Feri Robl)
SAALACHTAL. Heuer fanden zur Woche der Artenvielfalt (19. bis 28. Mai 2017), die von Lebensministerium, Naturschutzbund, WWF und BirdLife im Rahmen der Kampagne "vielfaltleben" ins Leben gerufen wurde, in ganz Österreich über 300 Veranstaltungen statt.

Aktiv: Biotopschutzgruppe Pinzgau und Moorverein Wasenmoos

Die Biotopschutzgruppe Pinzgau des Naturschutzbundes und der Moorverein Wasenmoos organisierten eines dieser Angebote: Am Samstag, den 27. Mai 2017, kam eine an der Naturbeobachtung interessierte Gruppe mit TeilnehmerInnen aus Salzburg, Kitzbühel und dem Pinzgau zusammen, um eine Wanderung durch die vom Steinpass bei Unken erreichbare Aschauer Klamm über den Aschauer Sattel zur Innersbach Klamm zu unternehmen.

Naturschutzgebiet Aschau

Die idyllische Aschauer Klamm liegt auf bayrischer Seite im Naturschutzgebiet Aschau. Passagen zwischen steilen Felsabstürzen wechseln mit offeneren Strecken, Steilstufen tauschen mit flacheren Bereichen, Wasserfälle und fotogene Gumpen begleiten den Steig. Über die Klamm gelangt man an die Rückseite des Achberges in eine Längsfurche, in der einst die Saalach parallel zum heutigen Lauf, aber etwa 400 m höher floss und später in der Eiszeit gewaltige Gletscherströme ihren Weg nahmen.

Fachkundige Führung

Unter der fachkundigen Führung von Feri Robl, Maria Enzinger und Wolf Kunnert richtete sich die Aufmerksamkeit auf die vielen Frühjahrsblüher im wärmeliebenden Mischwald und dem offenen Schutt- und Felsengelände. -Zu viel, um sich alles zu merken, aber jedes etwas Besonderes. So die Orchideen wie Vogel-Nestwurz oder Fliegen-Ragwurz, größere Bestände bildende Pflanzen wie Schwarzviolette Akelei oder Breit- und Schmalblättriges Laserkraut, Felsenbewohner wie Silberwurz oder Gamsblume …und so fort.

Bei der Mittagsrast an der Aschauer Klause mit der 1795 errichteten steinernen Sperre wurde die für die Beheizung der Sudpfannen von Reichenhall über Jahrhunderte erfolgte Holztrift besprochen.
Nach dem Aschauer Sattel auf Österreichischer Seite bildete vor Reith die Innersbachklamm das Abschluss-Schmankerl der Wanderung.
Es tat gut, an diesem vom Wetter her sommerlichen Tag die Vielfalt des Frühlings-Spektrums in dieser naturnahen Landschaft zu genießen.

Nach der Rückfahrt zum Ausgangspunkt gab's dann noch ein gemütliches Beisammensein in einem Unkener Cafe.


Text & Gruppenfoto: Feri Robl, Biotopschutzgruppe

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