22.01.2018, 16:29 Uhr

Der Fortschritt fordert Opfer

UNKEN. Die Pläne von dem Saalach-Wasserkraftwerks stoßen nicht nur bei Naturschützern, Wassersportlern und Fischern auf Skepsis. Die Zeiten, als dem technischen Fortschritt und wirtschaftlichen Überlegungen alle anderen Interessen untergeordnet wurden, sind vorbei. 1938 erfolgte der Spatenstich zum Kraftwerk Kaprun, einem Propagandabau der Nationalsozialisten, der mit seiner Fertigstellung im Jahr 1955 als Symbol für den Wiederaufbau galt. 1964 ging das Kraftwerk Dießbach in Betrieb. Dafür wurde die Fläche und der Kaser der Dießbachalm geflutet. Auch wenn beide Projekte schwerwiegende Eingriffe in die Landschaft darstellten, wird heute kaum jemand ihre Berechtigung absprechen. Aber die Zeiten haben sich (hoffentlich) geändert, heute gilt es Für und Wider sorgfältig abzuwägen. Hinter dem Projekt stehen drei erfolgreiche Unternehmer, die ihren wirtschaftlichen Erfolg vermutlich genau kalkuliert haben. Es liegt an den zuständigen Behörden auch ökologische Aspekte und touristische Interessen zu berücksichtigen, bevor eine einzigartige Landschaft unwiderruflich zerstört wird.

Lesen Sie dazu den Beitrag: Viel Kritik am Wasserkraftwerk
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