Größtes Schutzprojekt
Bad Hofgastein investiert 21,8 Millionen, Schutz wird bis 2027 fertig
- Auszug aus dem Bebaungsplan von Bad Hofgastein.
- Foto: Christian Amtmann
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Hochwasserschutz Bad Hofgastein auf Kurs. Größtes Schutzprojekt im Gasteinertal soll bis 2027 abgeschlossen sein.
BAD HOFGASTEIN. Mit dem Hochwasserschutzprojekt an der Gasteiner Ache wird derzeit eines der bedeutendsten Wasserbauvorhaben im Pongau umgesetzt. Das Projektgebiet erstreckt sich über rund sieben Kilometer und soll künftig 270 Objekte sowie etwa 825 Personen vor Hochwasserereignissen schützen.
Die Bauarbeiten
Die Bauarbeiten laufen bereits seit 2022. Die Fertigstellung ist für das Jahr 2027 vorgesehen. Für die Umsetzung wurden bislang 28 Vereinbarungen für Grundankäufe beziehungsweise Grundtausche abgeschlossen. Die veranschlagten Gesamtkosten liegen bei 21,8 Millionen Euro, wobei laut Projektverantwortlichen Einsparungen erwartet werden. Finanziert wird das Vorhaben von Bund (47,8 Prozent), Land Salzburg (38 Prozent) und Interessenten beziehungsweise Gemeinde (14,2 Prozent).
Sehr große Herausforderungen
Zu den größten Herausforderungen zählen die Vielzahl an unterschiedlichen Schutzmaßnahmen sowie die Abstimmung mit den betroffenen Grundeigentümern entlang der Gasteiner Ache. Kernstück des Projekts ist das neue Hochwasserrückhaltebecken beim Badesee mit einem Speichervolumen von rund 40.000 Kubikmetern und einer Höhe von etwa fünf Metern. Darüber hinaus entstehen ein neuer Seitenarm mit einer Länge von 1,2 Kilometern sowie weitere Nebenarme im Bereich der Pyrkerstraße. Ergänzt werden die Maßnahmen durch Dämme und Schutzmauern in landwirtschaftlich genutzten Gebieten, Gewerbearealen und im Ortsgebiet. Zudem wird die Gasteiner Ache auf einer Länge von rund zwei Kilometern aufgeweitet, um die Abflusskapazität zu erhöhen und die Hochwassersicherheit nachhaltig zu verbessern.
"Mit dem Projekt investiert Bad Hofgastein in einen langfristigen Schutz von Bevölkerung, Infrastruktur und Siedlungsraum und setzt zugleich auf eine naturnahe Gestaltung des Gewässerraums"
erklärt Bürgermeister Markus Viehauser (ÖVP)
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