Projekt
Energiesparen wird zum Detektivspiel an der VS Tenneck

Gerlinde Ecker vom Klimabündnis zeigt den Schülerinnen verschiedene Energieträger – fossile und erneuerbare - und erklärt den Unterschied. | Foto: Christina Lienbacher
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  • Gerlinde Ecker vom Klimabündnis zeigt den Schülerinnen verschiedene Energieträger – fossile und erneuerbare - und erklärt den Unterschied.
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Energiesparen als Lernprojekt: An der Volksschule Tenneck werden Kinder zu Energiedetektiven – und zeigen im Projekt „fünfzig/fünfzig“, wie Klimaschutz, Bildung und finanzielle Vorteile Hand in Hand gehen können.

TENNECK. Als eine von drei Schulen im Bundesland nimmt die Volksschule Tenneck in diesem Schuljahr am Projekt „fünfzig/fünfzig Energiesparen“ teil. Gemeinsam mit dem Klimabündnis Salzburg und der Gemeinde Werfen machen sich die Schülerinnen und Schüler der dritten Klasse auf die Suche nach unnötigen Energieverbrauchern im Schulgebäude. Ziel ist es, Strom- und Heizkosten zu senken – und dabei gleich mehrfach zu profitieren.

Kern des Projekts ist ein Vertrag zwischen der Schule und ihrem Schulerhalter, der Gemeinde Werfen: Gelingt es, Energie einzusparen, erhält die Schule die Hälfte der eingesparten Kosten zurück. Die Gemeinde wiederum profitiert von niedrigeren Energiekosten, und auch die Umwelt wird durch geringere Treibhausgasemissionen entlastet.

Auch Hausmeister und Reinigungskräfte eingebunden

Seit Projektbeginn sind im Schulhaus immer wieder Kinder mit Messgeräten unterwegs. Das sogenannte Energieteam überprüft Beleuchtung, Raumtemperaturen und elektrische Geräte auf ihren Verbrauch. Unterstützt werden die Schülerinnen und Schüler dabei von ihren Pädagoginnen und Pädagogen sowie vom Klimabündnis Salzburg. Oft lassen sich mit einfachen Maßnahmen Einsparungen erzielen – etwa durch richtiges Lüften, das Abschalten von Geräten oder eine angepasste Beleuchtung.

Die chemische Reaktion beim Essig-Backpulver Experiment macht das Klimagas CO2 sichtbar. | Foto: Klimabündnis Salzburg
  • Die chemische Reaktion beim Essig-Backpulver Experiment macht das Klimagas CO2 sichtbar.
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Direktorin Christina Lienbacher zeigt sich vom Ansatz überzeugt: „Ich finde die Arbeit vom Klimabündnis ausgesprochen wertvoll, weil sie Kinder spielerisch an bewusstes Energiesparen heranführt. Das Projekt fünfzig/fünfzig ist für mich ein großartiges Beispiel dafür, wie Umweltbildung Freude machen und zugleich wirksam sein kann.“

In mehreren Workshops und Unterrichtseinheiten lernen die Kinder nicht nur, Energiefresser aufzuspüren, sondern erarbeiten auch Alternativen. Ihre Ergebnisse stellen sie anschließend vor und gestalten Plakate sowie Informationsmaterialien, um auch ihre Mitschülerinnen und Mitschüler für das Thema zu sensibilisieren. In das Projekt eingebunden sind außerdem Hausmeister und Reinigungskräfte, die im Schulalltag eine wichtige Rolle beim Energiesparen spielen.

Rund 15 Prozent können gespart werden

Auch beim Klimabündnis Salzburg ist man vom Engagement der Kinder beeindruckt. „Es ist faszinierend, mit wie viel Begeisterung die Schüler:innen bei der Sache sind. Die Suche nach Energiesparmöglichkeiten ist wie ein Detektivspiel und das Schöne ist, dass am Ende alle gewinnen“, sagt Eva Glück vom Klimabündnis Salzburg.

Nach dem Startworkshop ist das Energieteam der VS Tenneck bereit, das Schulgebäude mit Strommessgerät, Sekundenthermometer und Luxmeter genau unter die Lupe zu nehmen. | Foto: Christina Lienbacher
  • Nach dem Startworkshop ist das Energieteam der VS Tenneck bereit, das Schulgebäude mit Strommessgerät, Sekundenthermometer und Luxmeter genau unter die Lupe zu nehmen.
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Das Projekt „fünfzig/fünfzig“ wird vom Klimabündnis Salzburg im Auftrag des Landes Salzburg im Rahmen der Klima- und Energiestrategie Salzburg zweitausendfünfzig an drei Schulen umgesetzt. Dass sich der Einsatz lohnt, zeigen Erfahrungen aus der Vergangenheit: Zwei Salzburger Schulen konnten bei ihrer letzten Teilnahme rund fünfzehn Prozent der Heizkosten einsparen. In der Steiermark haben seit dem Jahr zweitausendvierzehn bereits über neunzig Schulen nach diesem Modell gearbeitet, mit durchschnittlichen Einsparungen von acht Prozent der Energiekosten.

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