Hakuna Matata am Kilimanjaro

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NEU-PURKERSDORF. Am 11. September feiert Extrem-Sportler Helmut Tschellnig seinen 63. Geburtstag. Der Kabarettist und Schauspieler war immer schon ein Sportfreak. Unter anderem wurde er 1985 Niederösterreich-Meister im Radquerfeldein. Zum 50iger wünschte er sich einen Wüstenlauf durch die Sahara, den er auch mit Bravour hinter sich brachte. Mit diesem Lauf war er dann endgültig vom Extrem-Marathon infiziert und hat weltweit einen Wüstenlauf und Extrem-Marathon nach dem anderen bestritten. (Die Bezirksblätter berichteten.)
Nun wartet ein neues Abenteuer auf den sportlichen "Althippie", wie sich Helmut selbst gerne bezeichnet. Tschellnig bereitet sich gerade auf den "Kilimanjaro Stage Run" vor. Am 17. August bricht er auf zu seinem Afrika-Abenteuer. Tschellnig: "Ich bin erst am Sonntag bei der Mittagshitze fast 60 km durchgelaufen." Dann erzählt er, dass er erst kürzlich von zu Hause bis nach Göttweig gelaufen ist - 80 km in zehn Stunden! "Ich trinke auch zur Zeit keinen Schluck Bier, denn ich habe jetzt mein Idealgewicht von 73 kg und das möchte ich unbedingt halten. Bier gibt's also erst nach Tansania wieder," lacht der sympathische Extrem-Läufer.

Hitze-Liebhaber

"Am meisten freue ich mich ja auf die afrikanische Hitze - ab 35, 40 Grad plus aufwärts - das ist Meines, da fühle ich mich richtig wohl! Ich bin ja immer noch leicht traumatisiert vom saukalten und nassen Patagonien-Marathon", lacht er. Was ihn auch besonders erfreut ist, dass er dieses Mal sein tägliches Marschgepäck nicht selbst am Rücken mitschleppen muss. Das Gepäck wird vom Tross mitgenommen, die Läufer tragen nur das Nötigste mit sich. In Tschellnigs neuen, kleinen Laufrucksack kommen also nur Zuckerlösungen, Magnesium- und Kalziumpräparate und Rosinen. Helmut lachend: "Ich bin das ja gar nicht gewohnt - kein Gepäck von 8 kg oder mehr am Rücken - ich werde ganz sicher über die Strecke fliegen." Bei diesem Run ist er auch der einzige Europäer, abgesehen von seinem Schweizer Freund, der allerdings in Sydney lebt und als Australier antritt. "Mit der Kommunikation wird das sicher schwieriger, denn ich denke nicht, dass das Englisch der Afrikaner besonders sein wird. Aber ich lasse mich überraschen und irgendwie wird es schon funktionieren", so der Sportler. Beim "Kilimanjaro Stage Run" wird am „Dach Afrikas“, wie der 5895 m hohe Berg auch genannt wird, zwischen 1600 m und 2900 m Höhe gelaufen, über Stock und Stein, durch Bergregenwälder, über Grasland, Heidegebüsch- und Steppenzonen. Bei dem Lauf werden also rund 7.500 Höhenmeter bewältigt. Helmut: "Ich rechne mir als routinierter Läufer gute Chancen aus, vielleicht wird`s ja sogar ein Platz auf dem Treppchen."
Auch sein nächstes Abenteuer hat er bereits ins Auge gefasst. Im Februar 2018 geht's nach Peru. Dort wird Helmut den Inka-Trails-Marathon bestreiten. Helmut: "Ich bin da auch bereits fix angemeldet. Weltweit werden nur 100 Personen für diesen Lauf zugelassen und ich bin einer davon. In fünf Tagen werden 260 km gelaufen. Dazu muss ich allerdings schon drei Wochen vorher anreisen, Akklimatisierung ist in Höhen ab 4000m nämlich Pflicht. Sonst darfst du auch nicht an diesem Lauf teilnehmen."

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