Umfangreiches Projekt
Öffentliche Verhandlung zur Elektrifizierung der Innkreisbahn
- Zur Elektrifizierung der Innkreisbahn ist am Donnerstag, 4. Dezember 2025, ab 9 Uhr im Sparkassen-Stadtfsaal Ried am Kirchenplatz eine mündliche, öffentliche Verhandlung anberaumt.
- Foto: Smarterpix/Den-Belitsky
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Die Elektrifizierung der Innkreisbahn zwischen Neumarkt-Kallham und Braunau am Inn soll im Frühjahr 2026 beginnen. Für dieses Vorhaben ist am 4. Dezember 2025 ab 9 Uhr im Sparkassen-Stadtsaal in Ried eine öffentliche Verhandlung anberaumt.
INNVIERTEL. Das Projekt beinhaltet die Errichtung der Oberleitung auf der Strecke Neumarkt-Kallham bis Braunau am Inn, elektronischer Stellwerke und moderner Signale. Die Erneuerung der Gleise, die Modernisierung oder Auflassung von Eisenbahnkreuzungen sowie der Umbau des Bahnhofs Ried sind weitere Maßnahmen. Der Baubeginn ist für April 2026 geplant. Bis zum Fahrplanwechsel im Dezember 2029 soll das Projekt abgeschlossen sein.
19 Gemeinden betroffen
Vom konkreten Vorhaben betroffen sind die vier Bezirkshauptmannschaften Grieskirchen, Schärding, Ried und Braunau sowie folgende 19 Gemeinden: Kallham, Wendling, Pram, Dorf an der Pram, Peterskirchen, Tumeltsham, Hohenzell, Ried, Mehrnbach, Neuhofen, Wippenham, Gurten, Geinberg, St. Georgen bei Obernberg, Mühlheim, Altheim, Mining, St. Peter am Hart, und Braunau.
Projektziele
Durch die Elektrifizierung sollen zum einen die Fahrzeiten verkürzt werden. So könnte man künftig mit dem Zug in 25 statt aktuell 50 Minuten von Ried nach Wels fahren. Weiters soll durch die Reduktion der Treibhausgase ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet und die Region dadurch besser an das internationale Schienennetz angeschlossen werden. Durch den Einsatz elektrischer Triebfahrzeuge sollen des weiteren Schall- und Abgasemissionen, mit welchen des Dieselbetrieb einhergeht, reduzieren werden.
Großverfahren
Zur Vorhaben wird am Donnerstag, 4. Dezember 2025, ab 9 Uhr im Sparkassen-Stadtfsaal Ried am Kirchenplatz eine mündliche, öffentliche Verhandlung anberaumt. Das Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur weist in einer Kundmachung zu diesem Großverfahren mit, dass "an der Sache nicht beteiligte Personen in der Verhandlung nicht das Wort ergreifen dürfen". Weiters werden Zuhörer ersucht, zur Identitätsfeststellung einen amtlichen Lichtbildausweis mit zu bringen.
Zur Sache:
- Der elektrische Betrieb von Eisenbahnstrecken in Österreich reicht laut Wikipedia bis in das Jahr 1880 zurück. Damals wurde als zweite elektrisch betriebene Bahn der Welt eine kleine Ausstellungsbahn im Wiener Prater temporär in Betrieb genommen. Bauherr war, wie schon ein Jahr zuvor bei der Ausstellungsbahn in Berlin, Werner von Siemens. Dieser gilt damit als „Urvater“ des elektrischen Betriebes von Eisenbahnstrecken.
- Aktuell sind rund 75 Prozent der Bahnstrecken elektrifiziert. Bis 2030 soll der Elektrifizierungsgrad auf 85 Prozent und bis 2035 auf 89 Prozent angehoben werden.
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