22.12.2015, 10:02 Uhr

Die Yoga-Matte zum Glück

Kein bloßer Modetrend: "Yoga kann mehr und hilft, das individuelle Gleichgewicht zu finden", weiß Trainerin Stephanie Doms. (Foto: Sunshine Yoga)

Mit Yoga erfolgreicher und glücklicher werden: Trainerin Stephanie Doms verrät, wie's geht.

Der Jahresbeginn ist die Zeit der guten Vorsätze. Man will sein Leben umkrempeln oder zumindest die eine oder andere lästige Gewohnheit endlich ändern. Etwas, das dabei helfen kann, berufliche und private Ziele nicht aus den Augen zu verlieren, ist Yoga.

BezirksRundschau: Warum macht Yoga erfolgreicher?
Stephanie Doms:
Im Yoga entsteht erst durch ein gewisses Maß an Anstrengung Leichtigkeit. Hier muss ich Körperpartien anspannen, dort muss ich andere Partien dehnen – und das zur gleichen Zeit. Im Leben ist es genauso. Viele Menschen tendieren entweder zu verbissenem Ehrgeiz oder dazu, sich planlos treiben zu lassen. Yoga lehrt uns, dass beide Prinzipien ihre Berechtigung haben. Wichtig ist, dass wir sie ins Gleichgewicht bringen. Wer sich auf der Yoga-Matte darum bemüht, wird auch in anderen Bereichen die Balance finden.

Was hat Balance mit Erfolg zu tun?
Wer ein Ziel erreichen will, muss wissen, wann es sich wofür zu kämpfen lohnt – und wann es besser ist, den Dingen ihren Lauf zu lassen und sich zu entspannen. Andernfalls vergeudet man wertvolle Energie. Wer in der Balance ist, kennt seine Ressourcen, weiß, wie er sie nutzen und gegebenenfalls auch wieder erneuern kann. Das ist vor allem in Zeiten, die einem viel abverlangen, sehr wichtig.

Hilft Yoga demnach auch gegen Stress?
Definitiv! Als ich begonnen habe, Yoga ernsthafter zu praktizieren, war ich aufgrund meines damaligen Jobs an der Grenze meiner physischen und psychischen Belastbarkeit. Heute weiß ich, dass es oft völlig ausreichend und noch dazu gesünder ist, statt 200 Prozent nur 80 Prozent zu leisten. Das trifft vor allem dann zu, wenn es im Leben mehr als nur den Job gibt, dem man sich widmen möchte. Indem ich mir regelmäßig Zeit für meine Yogapraxis nehme, gewinne ich Abstand zu dem, was mich stresst, und sehe gleichzeitig deutlicher, was mir gut tut und was wirklich wichtig ist im Leben.

Macht Yoga also auch glücklicher?
Glück kann sehr vieles sein. Aber ja, durch Yoga erfährt man viele Glücksgefühle. Wenn man zum Beispiel nach einem Tag am Schreibtisch in einer intensiven Yoga-Einheit so richtig ins Schwitzen kommt. Oder wenn man bei der abschließenden Entspannungsübung einfach nur mal liegen und die Gedanken zur Ruhe kommen lassen kann. Oder wenn man nach einer langen Zeit des Übens merkt, dass eine Position sich plötzlich sehr viel besser anfühlt als noch zu Beginn. Beispiele, dass Yoga Glückshormone ausschüttet, gibt es unzählige!

Ist Yoga nur etwas für gelenkige Frauen mit Hang zum Esoterischen?
Nein. In vielen Ländern hat es bereits eine Trendwende gegeben. Da besuchen mittlerweile verstärkt Männer Yoga-Kurse, die sonst im Alltag Anzug tragen und von Meeting zu Meeting hetzen. Sie suchen in jungen, körperorientierten Yoga-Stilen einen Ausgleich. In Österreich sind wir davon noch verhältnismäßig weit entfernt. Hier sind nach wie vor mehr Frauen in Yoga-Kursen, klassische Stile mit spiritueller Ausrichtung dominieren. Dabei geht es beim Yoga um sehr viel mehr, als sich in bunten Leggins auf einer Plastikmatte zu verbiegen oder im Chor laut „Om“ zu singen. Es geht darum, sich selbst näher zu kommen und herauszufinden, was im Leben zählt. Und das ist von Mensch zu Mensch verschieden. Jedem aber bietet Yoga in seiner Vielseitigkeit die Möglichkeit, dem individuellen Ziel ein Stück weit näher zu kommen.

ZUR SACHE
Ende Jänner beginnen neue Kurse mit Stephanie Doms in Obernberg – von sanften und intensiven Kursen bis hin zu speziellen Einheiten für Schwangere sowie für Mamas mit Baby. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Alle Infos unter www.sunshine-yoga.at und auf der Facebook-Seite Sunshine Yoga.
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