Klinikum Rohrbach
Saison für Kopfläuse – wie erkennen, wie bekämpfen?

Läuse sind mit freiem Auge kaum, mit einer Lupe jedoch gut sichtbar.
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Kopfläuse sind lästig, aber harmlos. Die zirka drei Millimeter großen Insekten nisten an der menschlichen Kopfhaut, häufig an den Schläfen, hinter den Ohren oder im Nackenbereich. Sie sind mit freiem Auge kaum, mit einer Lupe jedoch gut sichtbar. Die Eier bzw. die leeren Eihüllen der geschlüpften Kopfläuse sind noch kleiner und kleben fest am Haar. Sie können mit einem normalen Kamm nicht ausgekämmt werden.

ROHRBACH-BERG. „Kopfläuse kann jeder bekommen. Sie treten trotz bester Hygiene auf. Selbst regelmäßiges Haare waschen mit normalem Shampoo vertreibt sie nicht“, erklärt Pia Neundlinger, leitende Kinderärztin der Kinderstation am Klinikum Rohrbach. Sie verbreiten sich, indem sie von Haar zu Haar krabbeln, zum Beispiel, wenn Kinder beim Spielen die Köpfe zusammenstecken. Schon wenige Tierchen können eine kleine Epidemie auslösen, da die Weibchen sehr fruchtbar sind. Kindergarten und Schule sind die hauptsächlichen Übertragungsherde für einen Kopflausbefall. „Wichtig ist aufgrund der hohen Ansteckungsgefahr rasches und konsequentes Handeln sowie eine Meldung in Schule oder Kindergarten, damit auch die anderen Kinder entsprechend behandelt werden können“, sagt Neundlinger.

Behandlung mit Kopflausmittel notwendig

Das wichtigste Symptom eines Kopflausbefalls ist das Jucken der Kopfhaut. Das Jucken ist besonders stark hinter den Ohren oder im Nacken am Haaransatz und wird durch die Bisse der Kopfläuse in die Kopfhaut ausgelöst, die sich vom Blut ernähren. „Eine gründliche Untersuchung ist am besten mit einem speziellen Läusekamm möglich. Die langen, eng beisammenliegenden Zinken des Kamms erfassen Kopfläuse und auch Nissen. Leichter geht das Kämmen, wenn die Haare zuvor mit einer Pflegespülung gewaschen wurden. Wird der Kamm auf einem dunklen Untergrund abgeklopft, kann man Kopfläuse und Nissen gut erkennen“, erklärt die Kinderärztin. Um Kopfläuse und ihre Eier effektiv zu beseitigen, ist die Behandlung mit einem geeigneten Kopflausmittel, dessen Wirksamkeit belegt ist, notwendig. Werden bei einem Familienmitglied Läuse, Eier oder Larven entdeckt, sollten aufgrund der leichten Übertragbarkeit umgehend auch die Köpfe der anderen Familienmitglieder kontrolliert und in die Behandlung miteingebunden werden. Besonders wichtig ist es, die Behandlung nach acht bis zehn Tagen zu wiederholen, weil damit der Lebenszyklus der Kopfläuse berücksichtigt wird.

Vorsichtsmaßnahmen gegen die Tiere

Läuse können ohne regelmäßige Blutmahlzeit und Kopfwärme meist nur wenige Stunden überleben. Nach spätestens 55 Stunden ohne Nahrung ist auch die letzte Kopflaus tot. Folgende Vorsichtsmaßnahmen helfen gegen eine Ausbreitung der Kopfläuse: Kämme, Bürsten, Haarspangen etc. in den Tiefkühlschrank legen. Kleidung, Handtücher, Bettwäsche wechseln und waschen. "Kuscheltiere von Kindern oder Puppen am besten drei Tage weggeben, danach sind Kopfläuse tot."

Läuse sind mit freiem Auge kaum, mit einer Lupe jedoch gut sichtbar.
Kinderärztin Pia Neundlinger

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