MeinBezirk von Zustellförderung ausgeschlossen
Rohrbacher Bürgermeister fordern faire Behandlung & Wertschätzung
- Die Redakteure von MeinBezirk Rohrbach sind in der Region unterwegs und berichten vor Ort.
- Foto: MeinBezirk
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Die Bundesregierung schließt kostenlose Regionalmedien wie MeinBezirk von der neuen Zustellförderung aus – ein Schritt, der im Bezirk Rohrbach für Unverständnis sorgt. Politiker aus der Region betonen die zentrale Rolle der Lokalberichterstattung.
BEZIRK ROHRBACH. Debatten über die Parkplätze in Rohrbach-Berg, die Mimoza Hilfsaktion in St. Peter, Familien, die dank der Christkind-Aktion Jahr für Jahr zehntausende Euro erhalten, die Einsätze der Feuerwehren nach schweren Unwettern, Berichte über die FF-Bewerbe oder auch einfach der wöchentliche Terminkalender über Feste und Kulturangebote im Bezirk Rohrbach: Ohne die Berichterstattung von MeinBezirk würde ein wesentlicher Faktor für das Leben im Bezirk Rohrbach fehlen.
MeinBezirk ist in Rohrbach vor Ort
Während andere Medien aus der Entfernung berichten, sind MeinBezirk-Mitarbeiter wöchentlich in Rohrbach unterwegs, um sich vor Ort im Bezirk ein Bild der Lage zu machen. Die Nachrichten kommen wöchentlich gratis, selbst in die entlegensten Winkel des Bezirks.
Gratiszeitungen abgeschnitten
Nun hat die Bundesregierung in Wien eine Entscheidung getroffen, die unverständlich ist: Für diesen Einsatz sollen kostenlose Regionalmedien keinen Cent aus der neuen Zustellförderung des Bundes erhalten. Kaufzeitungen hingegen werden mit 22,5 Millionen Euro gefördert. MeinBezirk fragte Bürgermeister im Bezirk Rohrbach. Sie erklären, wie wichtig die Arbeit der kostenlosen Regionalmedien in Rohrbach ist. Und sie fordern indirekt die Bundesregierung zur Reflexion des Themas auf.
"Gebt ihnen die Wertschätzung & die Förderung, die sie verdienen!"
Als Bürgermeisterin von Lembach erlebt Nicki Leitenmüller täglich, wie wichtig regionale Medien für die Menschen in der Region sind. "Kostenlose Regionalmedien wie 'MeinBezirk' sind für viele BürgerInnen ein zuverlässiges Medium für lokale und regionale Nachrichten, wo objektive Berichterstattung großgeschrieben wird. Zudem machen sie die wertvolle Arbeit unserer Ehrenamtlichen sichtbar – ob im Sport, in der Kultur sowie die vielen Vereinstätigkeiten und kommunalen Initiativen." Ohne die Regionalmedien bliebe so vieles im Verborgenen: "Vor allem die tausenden Stunden freiwilligen Engagements, die Feste, die Projekte, die unseren Bezirk ausmachen. Sie sind eine kostenlose Informationsplattform für gute Nachrichten und zeigen, was in unseren Gemeinden tatsächlich bewegt wird", betont die Ortschefin.
- Nicole Leitenmüller ist Bürgermeisterin von Lembach und Trauerbegleiterin.
- Foto: Fotografie Gillhofer
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Darüber hinaus erreichen regionale Medien wie "MeinBezirk" laut Leitenmüller alle Altersgruppen. "Sie verbinden Tradition und Fortschritt und sorgen dafür, dass niemand zurückbleibt, egal ob digital affine oder Print-LeserInnen." Regionale Medien sind ihrer Meinung nach systemrelevant. "Ich appelliere daher an die Verantwortlichen: Gebt ihnen die Wertschätzung und Förderung, die sie verdienen!"
"Alle regionalen Medien fair behandeln"
Der aktuelle Gesetzesentwurf sendet laut der Lembacher Bürgermeisterin das falsche Signal. "Statt Medien auszugrenzen, die flächendeckend informieren und den Zusammenhalt stärken, sollte die Bundesregierung alle regionalen Medien fair behandeln!", fordert sie. Leitenmüller betont zudem, dass die Kriterien für die Zustellförderung leistungsbasiert sein müssen – also sich an Reichweite, Vertriebsaufwand und gesellschaftlichem Nutzen orientieren. "Das Verkaufsmodell darf kein Ausschlusskriterium sein."
Bevor ein Gesetz beschlossen wird, das die Medienlandschaft nachhaltig verändert, müsse ein breiter Austausch mit Ländern, Gemeinden, Regionalmedien und FachexpertInnen stattfinden. "Die Förderung muss zukunftssicher gestaltet sein und die Vielfalt der Medienlandschaft – besonders in ländlichen Räumen – erhalten und stärken", erläutert die Bürgermeisterin.
Medienvertreter sind in Neustift vor Ort
Auch Christoph Bauer, Bürgermeister Neustift betont, dass die Regionalmedien im Bezirk Rohrbach bei der Bevölkerung einen hohen Stellenwert haben. "So informieren die Regionalmedien was sich täglich in den Gemeinden und in der Region tut. Die Redakteure sind bei Veranstaltungen oder Ereignissen vor Ort und die Zusammenarbeit funktioniert sehr gut." Er befürchtet, dass es für Gratiszeitungen wie MeinBezirk ohne Zustellförderung wahrscheinlich schwierig werden wird. "Große Abo-Zeitungen sind dabei die Gewinner dieser Gesetzesänderung."
- Christoph Bauer ist Bürgermeister in Neustift und KEM-Manager.
- Foto: Leader
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Kleinzell: "Nicht von Förderung ausschließen"
Klaus Falkinger, Bürgermeister von Kleinzell, stoßt ins gleiche Horn und hebt hervor, dass kostenlose Regionalmedien für die Gemeinden weit mehr als reine Informationsmedien sind. "Sie berichten Woche für Woche über das, was vor Ort passiert, machen das Engagement von Vereinen, Ehrenamtlichen und Gemeinden sichtbar und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Meinungsvielfalt und zum gesellschaftlichen Zusammenhalt." Gerade weil die Zeitungen kostenlos in die Haushalte zugestellt werden, erreichen sie laut Falkinger viele Menschen, die sich sonst kaum über das regionale Geschehen informieren würden.
- Klaus Falkinger ist Bürgermeister in Kleinzell und Obmann der Leader Region Donau Böhmerwald.
- Foto: Gemeinde Kleinzell
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"Ich halte es daher für wichtig, dass die Bundesregierung bei der Ausgestaltung der Zustellförderung alle qualitätsvollen Regionalmedien gleich behandelt. Wer einen so bedeutenden Beitrag zur regionalen Information und zur demokratischen Vielfalt leistet, sollte nicht von einer Förderung ausgeschlossen werden."
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