Große Nachfrage
Schutzbrillen in Rohrbach vor Sonnenfinsternis (fast) ausverkauft
- Mit speziellen Brillen kann man die Sonnenfinsternis auch selbst miterleben.
- Foto: smarterpix/nicolasospinasor
- hochgeladen von Karin Bayr
Am 12. August erwartet Österreich zwei seltene Himmelsschauspiele: Eine partielle (teilweise) Sonnenfinsternis und eine Perseiden-Nacht.
BEZIRK. Ab 19.22 Uhr schiebt sich der Mond vor die Sonne und wird sie teilweise verdecken. Gegen 20.10 Uhr ist eine partielle Sonnenfinsternis mit einer Bedeckung von knapp 90 Prozent zu sehen, bevor die Sonne untergeht. Laut Österreichischem Astroverein handelt es sich um die stärkste Verfinsterung der Sonne seit dem 11. August 1999. Wer die Sonnenfinsternis fotografieren möchte, sollte deshalb unbedingt einen geeigneten Solarfilter vor der Kameralinse anbringen. Herkömmliche Sonnenbrillen oder improvisierte Filter sind dafür nicht geeignet und bieten weder für die Kamera noch für die Augen ausreichenden Schutz.
Achtung: Sonnenschutz notwendig
Auch für die Augen gilt: Niemals ungeschützt direkt in die Sonne blicken. Für die direkte Beobachtung ist eine geeignete, für Sonnenbeobachtung zugelassene Schutzbrille erforderlich. Diese ist wichtig, aber in Rohrbach-Berg (fast) ausverkauft, wie auf Anfrage von MeinBezirk bei Pearle Rohrbach im Raiffeisencenter bestätigt wird. "Wir haben eine große Nachfrage danach gehabt, leider sind unsere Brillen bereits vergriffen." Jeden Tag würden Kunden nachfragen, aber die Verkäuferin muss sie vertrösten. Von ihren Kunden weiß sie, dass es sich auch beim großen A-Versandhändler nicht mehr ausgeht, noch vor der Sonnenfinsternis Brillen zu bekommen, auch wenn man sie sofort bestellt.
Mit der Laher-App gibt's eine Brille
Nicht angeboten werden die Brillen bei Hartlauer, bereits vergriffen sind sie bei Sehen Wutscher. "Die Nachfrage war sehr groß. Leider haben wir keine Brillen mehr", heißt es von dort. Bei Optiker Laher in Rohrbach-Berg hat man sich mit 600 Brillen gut gerüstet. Es gibt aktuell (Stand Montag-Nachmittag) noch Sonnenfinsternis-Brillen. "Wir bieten sie für unsere Kunden an, die unsere Laher Optik-App nutzen", sagt Gerald Laher. Gegen Vorlage der App und für 100 "Augen" bekommt man im Geschäft eine Brille. Der Clou: Registriert man sich für die App bekommt man 100 "Augen" als Startguthaben. Die Optik Laher hat diese Aktion bewusst über die App gesteuert, denn: "Wir wollen unsere Kunden und jene, die es noch werden möchten, bevorzuge. Wir schauen, dass alles in geordneten Bahnen verläuft und die Kundschaften zufrieden sind", sagt Chef Gerald Laher. Man habe von der letzten Sonnenfinsternis aus dem Jahr 1999 gelernt, "damals sind wir wegen der Sonnenfinsternisbrillen beinahe ausgeraubt worden", sagt Laher.
- Der Bärenstein in Ulrichsberg bietet einen guten Blick auf den Sternenhimmel.
- Foto: Foto: Nöckler
- hochgeladen von Sarah Schütz
Von hoch oben mit bestem Blick:
MeinBezirk Rohrbach hat für den Bezirk Rohrbach zahlreiche Orte ausgewählt, an denen das Himmelsschauspiel besonders gut zu sehen sein dürfte:
Unser Tipp:
Vom Plöckenstein in Schwarzenberg, 1.379 m, oder dem Bärnstein Ulrichsberg (1.077 m) hat man mit Sicherheit eine freien, dunklen und unverfälschten Blick in den Nachthimmel. Achtung: Festes Schuhwerk anziehen und Taschenlampe mitnehmen, beim Rückweg ist es schon dunkel.
- Der Plöckenstein ist der höchste Gipfel des Bezirks. Er ist zu jeder Jahreszeit reizvoll.
- Foto: Manuela Hehenberger
- hochgeladen von Karin Bayr
Kirchberg und Hansberg
Im Raum Kirchberg eignet sich der Burgstall (613 m) zum Himmelschauen oder im Hansbergland der Hansberg, der auf 850 Metern weite Sicht ermöglicht. Die Mühlholz-Kapelle (616 m) in Lembach ist ebenfalls ein Geheimtipp. Wichtig ist, der freie Blick in Richtung Nordwesten, dort wo die Sonne untergeht.
Perseiden-Schauer folgen
Und wer die Sonnenfinsternis verpasst hat, der kann sich mit den Metorschauern trösten. Die Perseiden-Schauer erreichen am 12. und 13. August ihren Höhepunkt und versprechen ein Spektakel am Himmer. Die fallenden Sterne sind mit einer Frequenz von 50 bis 90 pro Stunde zu sehen. Der beste Zeitpunkt dafür: zwischen 23 Uhr am 12. August und dem Morgengrauen des 13. August. Ideal für die Beobachtung ist die zweite Nachthälfte, weil dann das Sternbild des Perseus höher am Himmel steht. Perfekt sind die Voraussetzung, weil die Mondwende stattgefunden hat und deswegen der Himmel dunkler ist – und damit die Perseiden besser sichtbar. Auch das Wetter scheint mitzuspielen. Es soll eine klare Nacht werden. Na dann: Viel Spaß und kein steifes Genick beim Blick in den Himmel.
- In der Nacht vom 12. auf den 13. August bietet der dunkle Nachthimmel des Naturnachtgebiets Eisenwurzen beste Bedingungen für die Beobachtung der Perseiden. Zwischen 22:00 und 4:00 Uhr sind zahlreiche Sternschnuppen zu sehen.
- Foto: Andreas Hollinger
- hochgeladen von Martina Weymayer
Zur Sache: Perseiden:
Wissenschaftlich passiert bei den Perseiden folgendes: Aus dem Weltall trifft ein Sand- oder Staubpartikel von wenigen Zehntel Millimeter Durchmesser auf die Erdatmosphäre. Im Fall der Perseiden geschieht das mit Geschwindigkeiten von über 200.000 km/h. Durch Reibung wird das Teilchen abgebremst und erhitzt. Es beginnt zu leuchten verglüht letztendlich vollständig.
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