Wo Lavendel, Safran und Wein wachsen

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PEILSTEIN. "Das ist echter Lavendel, wie in der Provence", sagt Josef Kraml und beschreibt mit seinem Arm einen Bogen über rund 300 lila blühende Büsche. Daneben reihen sich 250 Weinstöcke aneinander. Eingefasst wird der Garten von Duftrosen, Duftgeranien, Rosenstöcken, Pfefferminzstauden und Maronibäumen in Töpfen. Wer genau schaut, entdeckt auch die zarten Krokusfäden. Aus den Blüten der 1500 Knollen zupft er die Stempelfäden – auch Safran genannt. Eine mühsame Arbeit. "Ein Gramm habe ich letztes Jahr geerntet", sagt Kraml. "Das sind so ausgefallene Sachen, damit spiel ich mich."
Ähnlich aufwändig ist die Destillation des Lavendels zu Öl. "Mein Öl ist zu hundert Prozent Lavendelöl", sagt der Pensionist stolz. "Die anderen sind meist gestreckt." Neben dem Öl verwendet er auch das Hydrolat, das bei der Destillation entsteht. Er nimmt es als Grundstoff für Cremen, Rasierwasser und Putzmittel. "Lavendel ist für mich das Interessanteste, das es gibt. Für meine Kinder und Enkel mache ich alles mit Lavendel."
Die Duftrosen und Duftgeranien sollen heuer erstmals zu Öl destilliert werden. Premiere hat dieses Jahr auch der eigene Wein. Der hat es dem diplomierten Weinsommelier schon länger angetan. Jetzt hat er sich eine eigene Presse gekauft. Das nötige Wissen für seine "Gartenexperimente" holt er sich aus Büchern, dem Internet, bei Seminaren und anderen Praktikern.
Nutznießer seiner Produkte war bis jetzt die Verwandtschaft. Wenn Josef Kraml seinen derzeit 1000 Quadratmeter großen Garten aber auf die geplanten 4000 Quadratmeter erweitert hat, kann er sich vorstellen, seine Erzeugnisse auch zu verkaufen. "Platz hab' ich ja", schmunzelt er. Was es braucht, ist Zeit. "Das sind schon Stunden, die ich hier gearbeitet hab', jessas Maria na."

Autor:

Evelyn Pirklbauer aus Rohrbach

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