In Aigen
Theaterbühne und kulturelles Schaffen im Probenzentrum
- Historische Stücke, filigrane Spitze: Klara Wiedemaier und Dorian Wimmer vom Kostümfundus geben Einblick in "ihr Reich"
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Theaterbühne, Fundus, Werkstätten: in Aigen ist auch das Probenzentrum des Salzburger Landestheaters beheimatet.
SALZBURG. Der Stadtteil Aigen ist Heimat für das Probenzentrum des Salzburger Landestheaters und bereichert so das kulturelle Angebot im Stadtteil. Seit seiner Eröffnung 2017 ist das Probenzentrum für das Landestheater ein zentraler Ort des künstlerischen Schaffens.
Besonderes Raumkonzept im Probenzentrum
Insgesamt stehen vier Studios/Probebühnen zur Verfügung. Pro Spielzeit werden vier bis fünf Produktionen präsentiert, von der Sparte "Junges Land" bis zu Musical- und Ballettproduktionen. In der kommenden Spielzeit 2026/2027 stehen "Die Edelweißpiraten" und "Anna und die Wut", das Musical „Ciao Bella“ und die Ballettproduktion „BODyBEAT: Ballett meets Clubsounds“ am Programm.
- Seit seiner Eröffnung im Jahr 2017 ist das Probenzentrum Aigen ein wichtiger Bestandteil des Salzburger Landestheaters.
- Foto: Foto: Martina Weiss/Architekturwerkstatt Zopf
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Vor allem für Stücke, die eine Nähe zum Publikum suchen oder mit besonderen Raumkonzepten arbeiten, würden die Bühnen im Probenzentrum ideale Voraussetzungen bieten. Im Studio 3 ist beispielsweise eine 360 Grad-Bespielung möglich.
Das Probenzentrum ist auch die Heimat des Salzburg Balletts, in jeder Saison wird eine Ballettproduktion auf der großen Bühne im Studio 1 gezeigt.
Eine besondere Welt im Fundus
Gleichzeitig ist Aigen mit dem Probenzentrum aber auch jener Ort, an dem die Bühnenbilder für die Produktionen angefertigt werden und der Kostümfundus untergebracht ist. Dass im Fundus nicht nur Kostüme, sondern auch die Geschichten dahinter aufbewahrt werden, ist für Fundus-Leiterin Klara Wiedemaier wesentlich:
"Ich arbeite seit 2009 im Kostümfundus und trotzdem fühlt es sich jeden Tag an, als würde man eine ganz besondere Welt betreten. Man braucht diese Liebe für das Gewand und die Kostüme. Es sind eben mehr als 'nur' Blusen oder Kleider, man erinnert sich an Anekdoten oder an Stücke, in denen sie auf der Bühne zu sehen waren."
- Mehr als "nur" ein Kleidungsstück: Klara Wiedemaier und Dorian Wimmer haben zu den Kostümen stets eine Geschichte parat.
- Foto: Lisa Gold
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Rund 60.000 Stücke, auf zwei Ebenen verteilt, finden sich dort - neben Bekleidung freilich auch Taschen, Gürtel und weitere Accessoires. Besonders am Herzen liegt Wiedemaier die "Phantasie-Ecke".
"Krokodil, Hexe, Drachen oder eine breite Palette an Tierfiguren, da sind der Phantasie wirklich kaum Grenzen gesetzt",
meint die Fundus-Leiterin.
Wie viele Kostüme für ein Stück aus dem Fundus kommen, sei sehr unterschiedlich. "Bei manchen sind 80 Prozent aus dem Fundus, bei anderen nur 20 Prozent. In der letzten Spielzeit hatten wir bei dem Musical 'Priscilla' viele Kleider aus dem Fundus, auch bei dem Kinderstück 'Der Maulwurf' war einiges dabei."
- Kostümfundus-Chefin Klara Wiedemaier zeigt das Frosch-Kostüm.
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Vorbereitungen für neue Spielzeit in Werkstätten
Derzeit laufen schon die Vorbereitungen für die neue Spielzeit. "Wir haben schon angefangen mit der Oper 'L’italiana in Algeri' und dem Musical 'Tschitti Tschitti Bäng Bäng', da haben wir den Fundus bereits durchgeschaut, da darf man sich auf ein Kostüm-Spektakel freuen", erklärt Wiedemaier.
Bereits fest in den Vorbereitungen für die neue Spielzeit steckt auch Markus Srienz, Leiter der Werkstätten des Landestheaters, die sich ebenfalls in Aigen befinden.
"Alles, was wir bauen, sind Prototypen, wir arbeiten ständig mit neuen Ideen. Wir versuchen, die künstlerischen Vorstellungen und Wünsche der Bühnenbildner zu realisieren und technisch umzusetzen. Das ist sehr spannend, aber natürlich auch herausfordernd. Da sind dann mitunter fliegende Drachen auf der Bühne zu sehen oder eine Drehscheibe, die unter Wasser steht und gleichzeitig brennen soll. Da tüfteln wir dann gemeinsam, eine Lösung finden wir immer",
gibt Srienz einen Einblick.
- In den Werkstätten des Salzburger Landestheaters werden die künstlerischen Wünsche technisch umgesetzt.
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Oberste Priorität habe dabei die Sicherheit für die Darsteller und das gesamte Ensemble auf der Bühne. Für die aktuell zu Ende gegangene Spielzeit wurden 28 Produktionen gebaut. "Vor allem bei Musicals, wie etwa 'Priscilla', passiert immer viel Action auf der Bühne. Für uns ist jedes Stück spannend, vor allem weil man es von der Entstehung bis zum Endprodukt begleitet. Das Schöne ist das gemeinsame Entwickeln und Tüfteln im Team." Für die neue Spielzeit wird bereits gewerkelt. "Bis Ende Juli möchten wir 'L’italiana in Algeri' und 'Krach in Chioggia' fertig bauen, auch an 'Tschitti Tschitti Bäng Bäng' arbeiten wir bereits", so Srienz.
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