SAK-Flutlicht
Wofür die Stadtpolitik das frei gewordene Geld jetzt einsetzen will

Die für eine fernsehtaugliche Flutlichtanlage beim SAK "reservierten" Gelder könnten nun in andere Sportprojekte fließen.  | Foto: Symbolfoto: pixaby
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Breitensport, Nachwuchsförderung und Klimafonds - die Forderungen der Salzburger Stadtpolitik zur Verwendung der "frei gewordenen" 650.000 Euro durch das Aufstiegs-Nein des Fußballklubs SAK sind vielfältig. 

SALZBURG. Die Stadt hat - im Falle des Aufstiegs des SAK in die zweite Liga, für ein neues fernsehtaugliches Flutlicht 650.000 Euro im Budget reserviert. Am Freitag gab SAK-Präsident Christian Schwaiger bekannt, keine Möglichkeit und Perspektiven zu sehen, mit dem Traditionsverein in die zweite Liga aufzusteigen.

SAK: Zu viele Hürden für den Aufstieg

Er, Schwaiger, werde daher den Verein im Sommer verlassen - ohne die finanzielle Unterstützung gibt es für den Nonntaler Verein auch keine Möglichkeit, für die Lizenz für die zweite Liga anzusuchen. Das teilte der Fußballverein am Freitag in einer Aussendung mit: "Trotz der sportlichen Erfolge, der gegebenen Unterstützung durch die Politik und der Professionalisierung des Vereins in administrativen und wirtschaftlichen Belangen, kann ein Aufstieg in die zweite österreichische Spielklasse in der kommenden Spielsaison nicht realisiert werden. Grund dafür sind leider Hürden, auf die wir als Verein keinen Einfluss haben. Die Struktur des Sportzentrum Mitte, in die der SAK aus historischen Gründen vertraglich eingebunden ist, ermöglicht ein zielgerichtetes Vorgehen nicht, was für den Aufstieg in den Profifußball jedoch unumgänglich wäre."

Nachwuchsförderung und Breitensport

KPÖ-Plus Gemeinderat Kay-Michael Dankl fordert jetzt, die frei gewordenen Mittel für die Nachwuchsförderung im Sport einzusetzen: „Nachdem das Profifußball-Abenteuer gefloppt ist, sollte sich die Stadt auf ihre Kernaufgabe besinnen und die Nachwuchsförderung verbessern. Das hat einen direkten Nutzen für viele Salzburgern und Salzburgerinnen", so Dankl. Er will das Gespräch mit den anderen Fraktionen suchen und bei Bedarf per Gemeinderats-Antrag erreichen, dass die 650.000 Euro für die Nachwuchsförderung verwendet werden.

Die Neos würden die Gelder gerne in den Jugendsport investiert sehen, das betont Gemeinderätin Nevin Öztürk. "Ich hatte in letzter Zeit viele Gespräche mit Funktionären aus unterschiedlichen Sportvereinen in der Stadt. Mit den rund 650.000 Euro könnten viele Projekte, insbesondere im Jugendsport, realisiert werden. Einen entsprechenden Antrag zur Zweckwidmung der 650.000 Euro für den städtischen Breitensport werde ich in der nächsten Gemeinderatssitzung einbringen“, kündigt sie an. Für sie sei es ohnehin nie "Aufgabe der Stadt gewesen, die Infrastruktur für ein Profistadion zur Verfügung zu stellen", fügt Öztürk hinzu. 

Aufstockung des Klimafonds

Bürgerliste-Klubobfrau Ingeborg Haller fordert jetzt die Aufstockung des Klimafonds auf eine Million Euro. „Wir haben bereits beim Budgetbeschluss 2020 klargemacht, dass es unverantwortlich ist, 650.000 Euro für eine Flutlichtanlage für den Profisport zu investieren und gleichzeitig für den Klimaschutz nur 300.000 Euro vorzusehen. Die frei gewordenen Budgetmittel sollten am besten für Klimaschutzmaßnahmen verwendet werden. Ich schlage vor, den mit 300.000 Euro dotierten Klimafonds auf eine Million Euro aufzustocken", betont Haller.
 

Modernisierung von Sportstätten 

Der für Sport zuständige SPÖ-Vizebürgermeister Bernhard Auinger will sich darum bemühen, dass die nun frei gewordenen Gelder zur Verbesserung und Modernisierung der Infrastruktur von Sportstätten und anderen Projekten im Sportbereich verwendet werden. Er werde dazu mit Bürgermeister Harald Preuner Gespräche führen.

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