Sicherheit für Seen
Sturmwarnleuchten werden auf LED-Lampen umgerüstet
- Raimund Eisner (Stabstelle BOS Digitalfunk, Land Salzburg), Alexander Schwaiger (Referat Sicherheit und Katastrophenschutz, Land Salzburg) und Mario Kaltenegger (Bezirkseinsatzleiter der Salzburger Wasserrettung) am Boot der Wasserrettung, das bei Sturmwarnungen am See im Einsatz ist.
- Foto: Land Salzburg/Martin Wautischer
- hochgeladen von Anna Wallner
Starker Wind, Stürme und Gewitter stellen an Salzburgs Seen eine Gefahr für Wassersportlerinnen und Sportler da. Bei Windgeschwindigkeiten von 60 Stundenkilometern werden daher die Sturmwarnleuchten an den Seen aktiv. Damit diese auch immer Einsatzbereit und verlässlich sind werden die Leuchten seit 2024 auf den neusten Stand der Technik gebracht.
SALZBURG. Das Signal ist eindeutig: Warnleuchte ein - raus aus dem Wasser. Damit die 22 Sturmwarnleuchten an sieben Seen in Salzburg auch zukünftig verlässlich Wassersportlerinnen und Sportler vor Sturm und Wind warnen können werden sie sukzessive auf LED-Lampen umgerüstet. Am Mattsee, Obertrumer See, Wallersee, Wolfgangsee und am Zeller See sind die neuen LED-Lampen bereits im Einsatz. Bis zur Saison 2028/29 sollen planmäßig auch die restlichen Leuchten ausgetauscht sein.
Leuchten und Funk am neusten Stand
Das Land Salzburg investiert etwa 530.000 Euro in die Erneuerung der Lampen. Sämtliche Kosten für Arbeiten an der Infrastruktur tragen dabei die jeweiligen Gemeinden. Dazu zählt beispielsweise das Errichten der Fundamente und aufstellen der Masten, sowie die Verkabelung. Die Modernisierung ist allerdings dringend notwendig, da die alten Hochdruck-Natriumdampflampen mittlerweile über 20 Jahre alt sind.
Neben dem Austauschen der Lampen soll auch die Auslösung der Leuchten modernisiert werden. „Das alte analoge Funksystem des Feuerwehrfunks wird Schritt für Schritt auf den Digitalfunk umgestellt. Bei einem Ausfall der Fernauslösung haben die Gemeinden, auf deren Grund die Leuchte steht, die Möglichkeit die Leuchte per Hand einzuschalten“, sagt Raimund Eisner von der Stabstelle Salzburg Digitalfunk BOS Austria.
20 Einsätze für die Warnleuchten
Etwa 20 mal waren die Sturmwarnleuchten in Salzburg im vergangenen Jahr im Einsatz. Sobald von „Geosphere“ ein Unwetter mit mehr als 60 Stundenkilometer Windgeschwindigkeit registriert wird erden die jeweiligen Strumleuchten aktiviert.
Diese blinken dann im Sekundentakt und warnt alle Personen, die sich im und auf dem Wasser befinden. Sollte ein Sturm oder Gewitter überraschend auftreten kann die Gemeinde auch direkt die Landesalarm- und Warnzentrale kontaktieren und so die Lampen aktivieren. Um sicherzustellen, dass die Leuchten jederzeit Einsatzbereit sind wird jeden ersten Montag im Monat ein Probealarm durchgeführt und die Lampen werden regelmäßig gewartet.
Sturmwarnleuchten sind kein Vorschlag
In den vergangenen Jahren werden die Leuchten allerdings immer öfter ignoriert und missachtet. „Die Signale sind kein Vorschlag, sondern eine dringende Aufforderung, das Wasser sofort zu verlassen.“, so der Bezirkseinsatzleiter der Österreichischen Wasserrettung – Landesverband Salzburg, Mario Kaltenegger.
Er appelliert weiters an alle Hobbysportlerinnen und Sportler die Warnungen ernst zu nehmen zu ihrem eigenen Schutz aber auch zum Schutz der freiwilligen Einsatzkräfte. Diese werden nämlich zeitgleich mit der Aktivierung der Leuchten alarmiert und starten Kontrollfahrten auf dem jeweiligen Seen. Je mehr Menschen sich selbst in Sicherheit bringen, desto weniger müssen die Einsatzkräfte warnen und im schlimmsten Fall retten.
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