Regionalitätspreis Salzburg
"Paul & Paula" – Trickfilme selber machen

Die Nachwuchs-Trickfilm-Regisseure bei der Arbeit. Eine Woche lang ließen sie ihrer Kreativität bei dem grenzüberschreitenden Trickfilm-Workshop "Paul & Paula" freien Lauf.
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  • Die Nachwuchs-Trickfilm-Regisseure bei der Arbeit. Eine Woche lang ließen sie ihrer Kreativität bei dem grenzüberschreitenden Trickfilm-Workshop "Paul & Paula" freien Lauf.
  • Foto: Sarah Maria Kretschmer
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Weg vom reinen Konsum von "YouTube", hin zur Produktion von "YourOwnTube" – dies war die Devise von "Paul & Paula", einem Trickfilm-Workshop und gemeinsamen EuRegio-Projekt von Akzente Salzburg und "Q3. Quartier für Medien. Bildung. Abenteuer." aus Traunstein. Im Sommer 2019 konnten Jugendliche eigene Video-Projekte in Kleingruppen oder alleine umsetzen und wurden von einem kompetenten Team um Sarah Maria Kretschmer technisch, theoretisch und praktisch begleitet. Der Anspruch lag auf dem Selbermachen, selber Medien kreieren. Für diesen künstlerisch/kulturellen Ansatz wurde "Paul & Paula" mit dem Regionalitätspreis 2020 ausgezeichnet.

SALZBURG/TRAUNSTEIN.

"Einerseits ging es uns um die Vermittlung von Medienkompetenz. Das die Jugendlichen selber mit den Medium künstlerische Inhalte kreieren und einen kritischen Blick auf den Umgang damit lernen. Andererseits lag unser Anspruch auf dem Tun. Die Jugendlichen hatten die Möglichkeit eine komplette Woche an ihrem Projekt zu arbeiten"

, erklären Sonja Messner, verantwortlich für Medien und Gesellschaft bei Akzente Salzburg, die die Projektleitung inne hatten, und Sarah Maria Kretschmer, die für die Durchführung und die Konzeption des Projektes "Paul & Paula" verantwortlich war.

"Paul & Paula" ist ein durch Interreg Bayern-Österreich 2014-2020 finanziertes Medien-Workshop-Angebot für Kinder und Jugendliche aus der EuRegio Sbg-BGL-Traunstein und wurde im Sommer 2019 in Salzburg und Traunstein angeboten. "Wir wollten aber keine Medienbildung anbieten, sondern im Vordergrund stand das Tun, mit Freude, aber auch mit einem Plan. Die Medienbildung war ein Nebeneffekt", sagt Danilo Dietsch, Geschäftsführer vom Projektpartner "Q3. Quartier für Medien. Bildung. Abenteuer." aus Traunstein. Ziel des Projektes war es, einen eigenständigen und gestalterischen Umgang mit Medien zu lernen und Inhalte selber zu produzieren, statt sie nur zu rezipieren. In Salzburg legte man bewusst den Fokus auf das Smartphone und Tablet. In Traunstein hatten die Teilnehmer außerdem die Möglichkeit mit einer richtigen Trickfilmbox zu arbeiten. Der Fokus lag trotzdem auf den mobilen Endgeräten.

Ein weiteres Medium war das Tablet, mit dem die Filme entstanden.
  • Ein weiteres Medium war das Tablet, mit dem die Filme entstanden.
  • Foto: Q3 Quartier
  • hochgeladen von Daniel Schrofner

Vernetzung der Jugendlichen ein Anliegen

In drei fünftägigen Kursen konnten Jugendliche eigene Video-Projekte in Kleingruppen oder alleine umsetzen. Der Trickfilm-Workshop, der zwei Mal in Salzburg und einmal in Traunstein stattfand, war an 10-16-Jährige gerichtet, trotzdem lag die Altersspanne der Teilnehmenden zwischen 9 und 72 Jahren – insgesamt waren es 27 Teilnehmer. Ein Anliegen der Verantwortlichen war die Vernetzung der Jugendlichen durch Schaffung eines gemeinsamen, grenzüberschreitenden Angebots in den Schulferien. "Dieser außerschulische Kontext war uns ganz wichtig", betont Dietsch. Sowohl in Traunstein als auch in Salzburg waren Teilnehmer aus den jeweils anderen Regionen dabei. Für Kretschmer, die die Projektdurchführung gemeinsam mit Friedrich Rücker machte, war der soziale Aspekt interessant:

"Es wird die soziale Kompetenz angesprochen. Die Teilnehmer mussten sich in der Gruppe zurechtfinden und sich gedanklich mit einem Thema auseinandersetzen. Es war spannend zu sehen, wie jeder seine Fähigkeiten in das jeweilige Projekt mit hinein brachte."

Die Nachwuchs-Trickfilm-Regisseure bei der Arbeit. Eine Woche lang ließen sie ihrer Kreativität bei dem grenzüberschreitenden Trickfilm-Workshop "Paul & Paula" freien Lauf.
  • Die Nachwuchs-Trickfilm-Regisseure bei der Arbeit. Eine Woche lang ließen sie ihrer Kreativität bei dem grenzüberschreitenden Trickfilm-Workshop "Paul & Paula" freien Lauf.
  • Foto: Sarah Maria Kretschmer
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Teilnehmer wurden in ihrer "Alltagskultur" abgeholt

Die Devise des Projektes lautete: weg vom reinen Konsum von "YouTube", hin zur Produktion von "YourOwnTube".

"Durch die Benutzung des Alltagsbegleiters 'Smartphones' wollten wir den Teilnehmern einen Weg aufzeigen, wie man diese auch im Alltag kreativ einsetzen kann"

, meint Messner. Im Traunsteiner Workshop wurde mit dem Thema "Märchen" gearbeitet. Vor allem ein Trickfilm mit dem Titel "Ratzfatz-Punzel", eine Kombination aus Rapunzel und der Traunsteiner Stadtgeschichte, fand große Begeisterung.

"Es war ein Film mit vielen Ebenen und Facetten. Prinzipiell muss man sagen, dass verdammt gute Filme herauskamen und wir dürfen das Alter der Teilnehmer nicht vergessen. Aber es ging uns nicht um das Ergebnis, sondern um die Freude beim Tun"

, hebt Dietsch noch einmal hervor. Die Filme wurden gegen Ende der Woche auch der breiten Öffentlichkeit gezeigt.

Die Teilnehmer beim Bearbeiten ihres Trickfilms.
  • Die Teilnehmer beim Bearbeiten ihres Trickfilms.
  • Foto: Q3 Quartier
  • hochgeladen von Daniel Schrofner

"Solche Projekte sind wahnsinnig wichtig"

Das Fazit der Verantwortlichen fiel einstimmig positiv aus. Aber Messner, Kretschmer und vor allem Dietsch denken bereits an die Zukunft: "Solche künstlerischen und kulturellen Projekte sind wahnsinnig wichtig. Es sollte viel mehr solcher grenzüberschreitender Projekte geben, in denen sich Kinder kreativ ausleben können. Das ist heutzutage noch wichtiger als vor ein, zwei Jahren." Auch Messner springt in die gleiche Bresche: "Wir müssen mehr solcher sinnvoller Angebote schaffen." Für Kretschmer hat die Zusammenarbeit gut funktioniert und der Mehrwert war da:

"Wir versuchen solche Projekte wie 'Paul & Paula' weiter voranzubringen und dass sie Bestand haben."

Für die drei ist es auch nicht selbstverständlich, dass die EuRegio solche Angebote fördert, "da ist es Goldwert, dass man einen Ansprechpartner wie Sarah Reiter bei EuRegio hat und die einem freie Hand bei der Umsetzung lassen. Da haben es andere Projekte, wie Neubauten von Brücken, leichter."

Das Team des Projektes mit dem Landespreis für kulturelle Bildung: v.li. Sarah Reiter (EuRegio), Friedrich Rücker (Durchführung), Sarah Maria Kretschmer (Konzeption & Durchführung), Alexander Mitter (Geschäftsführer akzente Salzburg), Danilo Dietsch (Geschäftsführer Q3), Sonja Messner (Medien & Gesellschaft/akzente Salzburg).
  • Das Team des Projektes mit dem Landespreis für kulturelle Bildung: v.li. Sarah Reiter (EuRegio), Friedrich Rücker (Durchführung), Sarah Maria Kretschmer (Konzeption & Durchführung), Alexander Mitter (Geschäftsführer akzente Salzburg), Danilo Dietsch (Geschäftsführer Q3), Sonja Messner (Medien & Gesellschaft/akzente Salzburg).
  • Foto: Akzente Salzburg
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