Bad Goiserer Sicherheitszentrum fertiggestellt

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BAD GOISERN. Nun ist es also endlich fertig, das Sicherheitszentrum in Bad Goisern. Insgesamt wurden rund ein Jahr für die konkrete Planung und etwa 14 Monate für den Bau benötigt, um drei Organisationen – Freiwillige Feuerwehr mit 95 Mitgliedern, Bergrettung mit 41 Mitgliedern und Wasserrettung – ein neues Zuhause zu geben. "Etwa 2,8 Millionen Euro wurden dafür vom Land und der Gemeinde investiert", erklärt Bürgermeister Peter Ellmer. "Zudem haben die Freiwilligen aber viele Eigenleistungen erbracht, ohne denen das Projekt nur schwer umsetzbar gewesen wäre." Ziel war es, den Einsatzkräften eine moderne Unterkunft zu bieten, die technisch auf dem neusten Stand ist. "Der Standort direkt neben der B145 wurde seitens der Gemeinde vorgegeben", so der Bad Goiserer Ortschef weiter, der die bessere Flexibilität und die Nähe zum Stadtzentrum hervorhebt.

Teamwork bis zur Fertigstellung

"Die Investition in das Sicherheitszentrum war unumgänglich", ist sich Ellmer sicher, "das Geld ist sicher gut angelegt." Für die FF Bad Goisern begann das Projekt bereits vor 15 Jahren. "2002 habe ich den ersten Brief an die Gemeinde geschickt und um neue Räumlichkeiten gebeten. Im Laufe der Zeit kristallisierte sich der Bedarf von Wasser- und Bergrettung hier auch heraus und man beschloss, gemeinsame Sache zu machen", erklärt FF-Kommandant Günter Rainer. Bei der Planung habe der Architekt immer Rücksprache mit den Organisationen gehalten: "Wir waren von Anfang an in die Planungsarbeiten eingebunden und konnten nach leichten Anlaufschwierigkeiten unsere Vorstellungen im Projekt mit den Architekten Kefer und Wagner umsetzen", so Christian Gangl von der Goiserer Bergrettung. "Alle Wünsche hätten unseren Finanzierungsrahmen gesprengt." Der größte Vorteil ist, das bei Übungen und Einsätzen das Material nicht mehr vom 2. Stock nach unten transportiert werden muss, wie in der alten Einsatzzentrale. "Zudem können im Winter Wasch- und WC-Anlagen benützt werden und bei übergreifenden Einsätzen mehrere Einsatzorganisationen sich im gleichen Gebäude befinden.

Neues Kapitel in den Historien

Für alle drei Organisationen ist das neue Sicherheitszentrum auch ein Meilenstein in historischer Sicht. Die Bergrettung Bad Goisern bezog 1960 einen aufgelassenen Pferdestall im Garagengebäude der Goiserermühle, wo der Geräteraum eingerichtet wurde. Unter Ortstellenleiter Heinz Lichtenegger wurden 1994 am gleichen Standort die Personalwohnungen der Goiserermühle im 1. und 2. Stock in eine neue Einsatzzentrale mit Leitstelle, Geräteraum und Mannschaftsraum von den Mitgliedern der Bergrettung in freiwilligen Arbeitsstunden umgebaut.
"Für die FF Bad Goisern war es schon lange klar, dass die alten Räumlichkeiten nicht auf Dauer nicht ausreichend sein werden", so Kommandant Rainer. Als dann konkreter wurde, dass Gelder von Land und Gemeinde bereitgestelt werden, merkte man aber schnell, dass beim alten Gebäude so viele Arbeiten zu erledigen gewesen wäre, dass man sich für einen Neubau an einem neuen Standort entschied. Immerhin galt es, elf Fahrzeuge und 95 Mann sowie deren Ausrüstung unterzubringen.
Die Wasserrettung hatte vor der Realisierung des Sicherheitszentrums überhaupt keine öffentlichen Räumlichkeiten. Alle Gerätschaften und Boote wurden privat oder im kleinen Bootshaus gelagert.

Eröffnung am 30. September

Um 11 Uhr findet am 30. September die offizielle Einweihungsfeier statt. Als Ehrengäste wurden Landeshauptmann Thomas Stelzer, LH-Stv. Michael Strugl sowie die Landesräte Max Hiegelsberger, Elmar Podgorschek und Landesrätin Birgit Gerstorfer eingeladen. Nach der Eröffnung gibt es einen Tag der offenen Tür mit Gebäudeführungen. Auch das Rahmenprogramm kann sich sehen lassen: Seitens der Feuerwehr gibt es ein Löschtraining mit Handfeuerlöschern und die Möglichkeit, den Hubsteiger auszuprobieren. Die Bergrettung betreibt zudem für Kinder und Interessierte eine Kletterwand.

Autor:

Philipp Gratzer aus Salzkammergut

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