Bad Ischl bekommt neuen Tourismusdirektor: Stephan Köhl ab Herbst im Dienst

Stephan Köhl wacht ab Herbst über die touristischen Belange der Stadt Bad Ischl.
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BAD ISCHL. Im Zuge der Mitgliedervollversammlung des Tourismusverbandes Bad Ischl wurde auch der neue Geschäftsführer vorgestellt. "Mitte Jänner wurde die Position ausgeschrieben, Ende Februar gab es 48 Bewerbungen", erklärt Edwin Gruber den Auswahlprozess. Die Bewerber waren vom Vorstand gesichtet und auf 20 reduziert worden, ehe – durch eine externe Beratung – eine Shortlist mit sieben Finalisten erarbeitet wurde. "Diese sind am 6. April zum Hearing gekommen und wir haben uns schließlich für Stephan Köhl entschieden", so Gruber. Der 54-Jährige ist schon Jahrzehnte lang im Tourismus tätig, arbeitet derzeit in Deutschland und wird seinen Dienst im Zeitraum zwischen 1. August und 1. Dezember 2018 antreten.

Köhl: "Werde meine Erfahrungen mit einbringen"

"Ich bin über die Agentur Kohl und Partner auf die Ausschreibung des TVB Bad Ischl aufmerksam geworden", erzählt Köhl, der schon mehrere berufliche Stationen in Österreich und Deutschland durchlaufen hat und derzeit in Bad Wildbach beschäfigt ist. "Das Salzkammergut ist die schönste Gegend, die ich kenne", so der Touristiker, "und trotz des falschen Schuhwerkes hat mein Vater seine Liebe zu den Bergen am Schafberg entdeckt."
Der Kaiser sei zentrales Thema und solle dies auch bleiben, trotzdem müsse man – vor allem online – auch neue Wege beschreiten. Dazu will der ausgewiesene Online-Experte seine Erfahrungen der letzten Jahrzente miteinbringen. "Ich bin ein Liebhaber der klassischen Musik, von Lehár habe ich mir mitlerweile alles runtergeladen, was ich finden konnte."

Causa Herzog nicht abgeschlossen

Die Bezeichnung "Geschäftsführer" ist übrigens auf eine Änderung im Tourismusgesetz zurückzuführen, die Aufgaben sind die gleichen, wie die eines bisherigen Tourismusdirektors. Köhl ist damit der direkte Nachfolger von Ex-Tourismusdirektor Robert Herzog, der seine Funktion seit Oktober 2017 inoffiziell und seit Jänner 2018 nun offiziell nicht mehr ausübt. Der Status Quo zur Causa Herzog war ebenfalls Thema der Versammlung am 15. Mai. Einige Mitglieder beschwerten sich über die Geheimnistuerei: "Zuerst hieß es, dass die Trennung einvernehmlich war, dann aber doch wieder nicht", so Franz Kastner, operativer HerzReha-Geschäftsführer. Die Mitglieder, die ja indirekt die Arbeitgeber von Herzog waren, hätten ein Recht darauf, zu erfahren, was der aktuelle Stand ist, so eine Stimme aus der Zuhörerschaft. "Zuerst handelte es sich wirklich um ein Angebot zur einvernehmlichen Trennung", so Gruber, "das aber bislang nicht angenommen wurde." Das Ganze sei mittlerweile beim zuständigen Gericht, er wolle aber nicht über ein laufendes Verfahren sprechen.

Stephan Köhl wacht ab Herbst über die touristischen Belange der Stadt Bad Ischl.
Hier stellte sich Stefan Köhl per Videobotschaft vor.

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