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Baulos Halsgraben fertig gestellt

Asphaltierungsarbeiten im September 2020.
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  • Asphaltierungsarbeiten im September 2020.
  • Foto: Land OÖ/Daniel Kauder
  • hochgeladen von Kerstin Müller

Die B120 Scharnsteiner Straße ist die wichtigste Verkehrsverbindung aus dem Raum Gmunden in Richtung Almtal. Im Bereich des sogenannten Halsgraben war die B120 bereits stark sanierungsbedürftig. Obwohl in der Vergangenheit zahlreiche punktuelle Sanierungs- und Sicherungsmaßnahmen vorgenommen wurden, waren diese Maßnahmen auf Grund der schwierigen geologischen Bodenverhältnisse, als auch der fehlenden Straßenentwässerung immer nur von kurzer Dauer. Da die ungünstige Linienführung als auch die schlechten Sichtweiten ebenfalls problematisch waren und eine Anpassung an das aktuelle Verkehrsaufkommen dringend notwendig erschien, wurde seitens der Oö. Landesstraßenverwaltung die rund 8,9 Mio. Euro umfassende Investition in den 1,8 Kilometer langen Bestandsausbau vorgenommen.

Freite Fahrt im Halsgraben

Nach jahrelangen Planungen und intensiven Verhandlungen sowohl mit den Gemeinden St. Konrad und Scharnstein als auch den Grundeigentümern erfolgte am 24. September 2018 der offizielle Baubeginn durch die ARGE Strabag-Felbermayr. Der sogenannten Halsgraben (1. Bauabschnitt) befindet sich in starker Hanglage und weist äußerst komplexe und somit auch für die Geologen schwierig einschätzbare Bodenverhältnisse auf. Eine besondere Herausforderung stellte hier die Ausführung der Hangsicherungsarbeiten dar, welche sich als besonders zeitintensiv gestaltete. Um die Bauarbeiten im 1. Bauabschnitt so kurz wie möglich halten zu können, musste die B120 in diesem Bereich komplett für den Verkehr gesperrt werden. Trotz aufwändigster Arbeiten konnte der 1. Bauabschnitt bereits im Dezember 2019 wieder für den Verkehr freigegeben werden.

Gefahrloses Queren für Badegäste

Mit den Bauarbeiten im 2. Bauabschnitt wurde nach der Winterpause im März 2020 gestartet. Da eine Komplettsperre der B120 nicht möglich war, wurden die Arbeiten in halbseitiger Bauweise unter Einsatz einer Baustellenampel durchgeführt. Im Bereich des Imbissstands werden zukünftig die beiden neuen Bushaltestellen situiert sein. Um die Verkehrssicherheit in diesem Bereich zusätzlich zu erhöhen, wurde eine Querungshilfe samt begleitendem Gehsteig errichtet. Eine weitere Querungshilfe wurde im Bereich des Badesees St. Konrad geschaffen, um vor allem im Sommer den zahlreichen Badegästen ein gefahrloses Queren der B120 zu ermöglichen.

Bauarbeiten weitgehend abgeschlossen

Ende September 2020 (KW 39) wurde über den gesamten Baulosbereich noch die erforderliche Asphaltdeckschichte aufgebracht. Hierfür musste die B120 nochmals komplett für den Verkehr gesperrt werden. „Rund zwei Jahre, nachdem die ersten Bagger auffuhren, sind die Ausbaumaßnahmen nun weitestgehend abgeschlossen. Mit dem Bestandsausbau Halsgraben wird die Verkehrssicherheit in diesem Bereich der B120 deutlich erhöht“, so Landesrat Mag. Steinkellner.
Derzeit werden noch die Bankette errichtet und die Leitschienen versetzt. Die erforderlichen Bodenmarkierungsarbeiten auf der B120 werden im Oktober 2020 durchgeführt. Die Asphaltierungsarbeiten auf der Gemeindestraße im alten Halsgraben werden ebenfalls demnächst durchgeführt. Nach einer Bauzeit von rund zwei Jahren sind Ende Oktober 2020 sämtliche Bauarbeiten im Halsgraben abgeschlossen. „Die Fortschritte im Zuge des zweiten Bauabschnitts wurden leider aufgrund der Corona-Pandemie etwas verzögert. Den Umständen trotzend steht den Verkehrsteilnehmern eine intakte, neue Infrastruktur zur Verfügung“, freut sich Landesrat Steinkellner.

Es grünt so grün …

Neben dem eigentlichen Straßenausbau stand auch die Ökologie beim Projekt Halsgraben im Mittelpunkt. Durch die Errichtung der Gewässerschutzanlage Halsgraben musste ein Nebenarm des Trambaches umlegt werden. Zur Förderung der typischen bachnahen Lebensräume wurden Strukturelemente wie Wurzelstöcke, Totholzelemente und Weidenstecklinge eingebaut. Ebenso neu errichtet werden musste der Rohrdurchlass des Zubringers zum Grundbach. Das ursprüngliche Betonrohr wurde durch einen für Kleinlebewesen passierbaren Durchlass ersetzt. Bachaufwärts dieses Rohrdurchlasses wurde das Gewässer weitgehend naturnah mit hoher Breiten- und Tiefenvarianz sowie mit Schwarzerlen- und Weidenstöcken ausgestaltet. Um die Baumaßnahme ökologisch aufzuwerten, wurden die südexponierten Straßenböschungen im Juni 2020 mit zertifizierten, regionalem Wildblumensaatgut besämt, um die Lebensräume für Tiere und Pflanzen der Trockenrasen, vor allem vieler Insektenarten, zu fördern. Im Spätherbst 2020 werden alle gerodeten Flächen mit trockenresistenten Gehölzearten (Tanne, Lärche, Rotbuche und Bergahorn) aufgeforstet. Auf Straßenbegleitflächen werden heimische Wildgehölze und im Bereich der neugestalteten Fließgewässerabschnitte werden standorttypische Gehölze der bachbegleitenden Weichholz- und Hartholzau gepflanzt.

„Bereits Anfang des Jahres wurden konstruktive Gespräche mit der Abteilung Naturschutz aufgenommen, um Kompetenzen zu vernetzen. Neben gezielten ökologischen Qualitätskriterien, die im Zuge von Bauprojekten umgesetzt werden, und dem gemeinsamen Projekt der Naturschutz-Alleen wird ein aktiver Beitrag geleistet, um die Insektenvielfalt und Biodiversität in Oberösterreich zu erhalten“, so Steinkellner abschließend.

Asphaltierungsarbeiten im September 2020.
Landesrat Steinkellner beim Baustellenbesuch

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