Klimaschutz
Film und Vortrag

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„COUNT DOWN am XINGU-V“ (Leben ohne Steckdose)

Im Rahmen der „Klimabündnis“ Aktivitäten der Stadtgemeinde Gmunden und der NMS Traundorf präsentierte Ing Johann KANDLER die Dokumentation „Count Down am Xingu-V“ und erzählte vom „Leben ohne Steckdose“ an diesem Zufluss des Amazonas.

Hr Kandler, ausgebildeter Wein- und Obstbauer, ging 1972 nach Brasilien, um dort als Berater und Organisator für Kleinbauern und Regenwaldbewohner zu arbeiten. Aus dieser Zeit stammt sein unermüdlicher Einsatz für die „Indigenen Völker“ am Amazonas und sein Erfahrungsschatz über das Leben an diesem weltgrößten Fluss scheint unendlich zu sein.

Seine Informationen im mit Schüler_innen der Umgebung brechend vollen Stadttheater war weniger ein Reisebericht über eine abenteuerliche Zeit, als vielmehr ein Plädoyer für den sorgsameren Umgang mit den Ressourcen auf unserem Planeten.

Der Titel „Leben ohne Steckdose“ entpuppte sich durchaus als zweideutig: Einerseits schaffen es die Menschen weitgehend ohne aufwändige Energieversorgung ein glückliches Leben zu leben, andererseits geht ihnen die Lebensader – der Fluss Xingu – durch Raubbau und immense Staudammprojekte immer mehr verloren, mit ungeahnten Folgen für Pflanzen, Tiere Klima und schlussendlich die Menschen.

Das Tragische daran ist, dass die enormen Energiemengen nicht einmal für die Menschen am Fluss geschaffen werden, sondern für die Großkonzerne, die damit die Güterproduktion für Exportwaren, wie Aluminium, sicherstellen.
Es ist im Wesentlichen die verschwenderische Lebensweise der „industrialisierten“ Welt (allen voran die USA und Europa), die an diesem ausbeuterischen System ursächlich beteiligt ist. Die „graue“ Energie, die von uns allen in Anspruch genommen wird, raubt in anderen Teilen der Welt den Menschen ihre Lebensgrundlage und der Welt insgesamt den „letzten Atem“.

Vor diesem Hintergrund empfindet Hr. Kandler ungebrochene Sympathien für die Jugendbewegung „Fridays for Future“ und ähnliche Initiativen und fordert jeden Einzelnen von uns auf, mit den Energien (auch den persönlichen) sorgsam umzugehen, um auf lange Sicht das Leben auf unserem Planeten sicherzustellen.

Die Abendveranstaltung, die unter demselben Titel gelaufen ist, war leider nur sehr spärlich besucht, was zum Teil der Überstrapazierung des Themas geschuldet ist, andererseits aber auch eine gewisses Maß an Ignoranz erkennen lässt. Auch deshalb kommt „Fridays for Future“ eine ganz wichtige Bedeutung zu.

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