01.11.2017, 20:00 Uhr

Einbrecher nützen die Dämmerung

Aufmerksame Nachbarn und gegenseitige Hilfe sind einfache Maßnahmen, um Einbrecher abzuschrecken. (Foto: Gina Sanders/Fotolia)

Am 29. Oktober wird die Uhr um eine Stunde zurückgestellt. Das heißt, es ist noch früher dunkel.

BEZIRK (km). Dann beginnt die eigentliche "Hochsaison" für Dämmerungseinbrecher. Vor allem in der Zeit zwischen 17 und 21 Uhr sind die Täter vermehrt unterwegs. Sie nützen die frühen Abendstunden, in denen die Bewohner noch unterwegs sind, es aber bereits dunkel genug ist, um unbemerkt handeln zu können. Ab September verzeichnet die Polizei mehr Einbrüche in Einfamilienhäuser und Wohnungen. Im Salzkammergut ist die Zahl dieser Delikte seit 1. September im Vergleich zum Vorjahr um 20 Prozent gesunken. "Dies ist auch auf unsere vermehrte 'Bestreifung' in gefährdeten Siedlungsgebieten zurückzuführen. Alle verfügbaren Beamten sind mit Blaulicht- oder Zivilfahrzeugen unterwegs, um Wohngebiete entlang der Hauptverkehrsadern im Bezirk in der Dämmerungszeit zu kontrollieren. Seit 1. September wurde in neun Wohnhäuser und zwei Wohnungen eingebrochen, das sind auch im Vergleich zu anderen Bezirken sehr niedrige Zahlen", erklärt Bezirkspolizeikommandant Walter Hölczli.


Angebot der Polizei

Oft nutzen die Täter die einfachsten Möglichkeiten, um in ein Haus zu gelangen. Um dies zu verhindern und es den Einbrechern so schwer als möglich zu machen, bietet die Polizei ihre Hilfe an. "Unsere speziell ausgebildeten Beamten führen Beratungen über sicherheitserhöhende Maßnahmen durch – auch vor Ort. Interessierte können sich an die örtlich zuständige Dienststelle beziehungsweise an das Bezirkspolizeikommando in Gmunden wenden", so Hölczli.
Generell können Dämmerungseinbrecher mit einfachen Maßnahmen abgeschreckt werden (mehr im Infoteil unten). "Wichtig sind eine gute Nachbarschaft und gegenseitige Hilfe. Eine Vertrauensperson, die bei Abwesenheit nach dem Rechten sieht und den Postkasten entleert, leistet wertvolle Dienste." Die Dämmerungseinbrecher kommen meist aus dem Osten, "aus Ungarn, Tschechien, Rumänien oder Polen. Die Täter kundschaften zuerst die Gegenden aus und schlagen dann gleich ein paar Mal in einer Nacht zu. Daher ist es auch wichtig, verdächtige Fahrzeuge, die durch Siedlungen fahren, bei der Polizei unter Tel. 133 zu melden. Wir nehmen hier jeden Hinweis ernst", bittet der Bezirkspolizeikommandant. Die Einbrecher sind meist schwer zu schnappen. Daher freut sich die Polizei, dass sie erst im September drei Täter festnehmen konnte. "Die Verdächtigen haben in Scharnstein zwei Einbruchsversuche begangen, uns war das Täterfahrzeug bekannt. Dieses wurde bis in den Bezirk Urfahr observiert, bei einem weiteren Einbruchsversuch dort klickten für drei der vier Verdächtigen die Handschellen."


Tipps der Polizei

• Gute Nachbarschaft und gegenseitige Hilfe sind sehr wichtig. Zusammenhalt schreckt Täter ab.
• Vermeiden Sie Zeichen der Abwesenheit. Leeren Sie Briefkästen und beseitigen Sie Werbematerial, eventuell durch eine Vertrauensperson.
• Schließen Sie Fenster, Terrassen- und Balkontüren.
• Vermeiden Sie Sichtschutz, der dem Täter ein ungestörtes Einbrechen ermöglicht.
• Räumen Sie weg, was Einbrecher leicht nützen können, z.B. Leitern.
• Verwenden Sie bei Abwesenheit in den Abendstunden Zeitschaltuhren und installieren Sie eine Außenbeleuchtung.
• Sichern Sie Terrassentüren und lassen Sie nur hochwertige Schlösser und Schließzylinder einbauen.
Termine für Präventiv-Beratungen können bei der nächsten Polizeiinspektion vereinbart werden.
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