21.11.2016, 16:42 Uhr

Spatenstich für Naturerlebnisweg

(Foto: Manfred Keller)
ALTMÜNSTER. Mit dem feierlichen Spatenstich am Gmundnerberg, einem der bekanntesten Aussichtsberge Oberösterreichs, erfolgt am 21. November der Start für die Errichtung eines österreichweit einzigartigen interaktiven Erlebnisweges. Dieser wird im Frühling 2017 eröffnet und schafft ein zeitgemäßes Erlebnisangebot für alle
Altersgruppen, vor allem aber für Familien mit Kindern. Im Gegensatz zum „superlativigen“ Grünberg (fun & action) finden die Besucher hier bewusst ein Slow-Angebot, das einen ruhigen aber dennoch äußerst spannenden Aufenthalt ermöglicht. Im Mittelpunkt steht dabei das gesunde Gehen.

Auf dem 5,3 Kilometer langen Erlebnisweg treffen die Besucher auf elf interaktive Erlebnisstationen, die neben dem Thema Gehen – Gesundheit, Bewegung & Sport – auch regionale Themen wie Kulinarik, Weitblick oder Kulturlandschaft aufgreifen und die Besucher g‐hörig herausfordern.

Die Stationen im Detail

1. G‐recht – Richtiges Gehen im Outdoor‐Ambulatorium: An gleich drei Stationen sind koordinative und kognitive Fähigkeiten gleichermaßen gefragt. Im Nahbereich des Neurologischen Therapiezentrums ist diese Station zugleich Therapie‐ wie Präventionsstation. Spielerisch werden hier wichtige Voraussetzungen für das Gehen trainiert.

2. G‐nervt & G‐heilt – Baldrian im Park: Im Naturpark wachsen Heilkräuter, die bei beruhigend und schlaffördernd wirken. Im Park des Therapiezentrums lautet die Devise "tief einatmen" um die „Nervenpflanzen“ richtig zu erriechen – Entspannung garantiert.

3. G‐nuss – Häferlgucken mit Hirnschmalz: Auf unserem Herd köcheln fünf typische Gerichte der Region, die nicht nur eine Gaumenfreude sind, sondern auch das Gedächtnis der BesucherInnen trainieren. Ob Riedlinge wirklich mit Uwetschkenröster g‐gessen werden, gibt das Speisen‐Memory preis.

4. G‐sichtsfeld – Interaktives Promi‐Panorama: Wenn man wie Gerlinde Kaltenbrunner hoch hinaus will, sind Fokussierung und Weitblick zugleich gefragt.
Welche anderen oberösterreichischen „Größen“ den Weitblick haben verrät das Promi‐Panorama.

5. G‐lände – Artenreiche Kulturlandschaft: Jungbauer Franz erläutert den Besuchern warum es wichtig ist, dass in der Kulturlandschaft g‐mäht, g-düngt und g‐erntet wird. Es gilt u.a. herauszufinden welche Rolle dabei die Wiedehopfhaue spielt.

6. G‐lassen & G‐ruhsam – Chillen in der Streuobstwiese: Beim Liegen in Zwetschkenhälften, im Schatten von Ziberln, Spillingen, Pemsen, Zwispitzen, Punzen,
Pfludern u.a.m. lässt es sich besonders gut entspannen.

7. G‐gangen & G‐laufen – Silly walking am catwalk: Auf dem Laufsteg können die Besucher einmal richtig abgehen und neben Michael Jackson und Fred Astaire mit ihren eigenen Gängen glänzen.

8. G‐spielt – Outdoor‐Erlebnis pur: Am Waldspielplatz kann mit einfachen Naturmaterialen und Freude g‐stapelt, g‐sprungen, g‐worfen, g‐hüpft und g‐staltet werden.

9. G‐lüstet & G‐postet – Liebesbriefe vom Gmundnerberg: Lust einen Liebesbrief zu schreiben? Bei „G‐lüstet & G‐postet“ flattern den Liebsten schon bald Grußkarten
vom Gmundnerberg ins Haus.

10. G‐zwitschert & G‐pflanzt –Natur‐Lebensrad: Beim ultimativen Lebensrad erfahren die Besucher, was sie schon immer über die Natur‐ & Kulturbesonderheiten am Gmundnerberg wissen wollten.

11. G‐rastet & G‐sonnt – Entspannung mit Aussicht: Nach einer kurzen Rast am Sonnenhang geht es ab in die Geh‐Schule. Wer dabei besonders hoch hinaus will,
legt den Weg zum Gasthaus auf Stelzen zurück.

Parallel zur Errichtung des Erlebnisweges wird ein Besucherlenkungs‐ und Mobilitätskonzept umgesetzt, das die verstärkte Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Ziel hat. Zudem wurde bereits im Vorfeld ein dringend erforderlicher, barrierefreier Gehweg zwischen dem Neurologisches Therapiezentrum und dem Gasthof Urzn errichtet. Die Umsetzung des Erlebnisweges erfolgt in enger Zusammenarbeit des Tourismusortsbüros Altmünster / MTV
Ferienregion Traunsee, der Marktgemeinde Altmünster (Projektträger) sowie unter Einbindung der lokalen Gastronomie‐ und Gewerbebetriebe (Berggasthof Urzn, Gmundnerberghaus, Intersport Gmunden), dem Neurologischen Therapiezentrum Gmundnerberg und der Firma Rohrdorfer Zement. Die Kosten für die Errichtung des Erlebnisweges belaufen sich auf 297.600 Euro und werden mit 60 Prozent von der Leader‐Region „Traunsteinregion“ gefördert.
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