08.11.2016, 14:39 Uhr

Der Hausbau und das liebe Geld

(Foto: Eisenhans/fotolia)

Ob der Traum vom Eigenheim wahr wird, steht und fällt mit der Finanzierung. Experte gibt Tipps.

BEZIRK (ska). Eine gründliche Aufstellung der benötigten Summen sowie der vorhandenen Eigenleistung – das ist das allererste, mit dem sich angehende Häuslbauer beschäftigen sollen, wie Daniel Brandl rät. Brandl ist Wohnbauservice-Experte und Bankstellenleiter der Raiffeisenbank in Andorf.

"Die verfügbaren finanziellen Mittel beeinflussen das Projekt Hausbau wesentlich", sagt er. "Lage, Größes des Hauses und des Grundstückes, die Ausstattung und mehr hängen davon ab." Zunächst sollen deshalb die gesamten Kosten erhoben. Anschließend werde eruiert, wie viel Kapital in Form von Eigenmitteln aufgebracht werden kann und in welcher Höhe eine Fremdfinanzierung benötigt wird.

Unbedingt zu berücksichtigen sind im Finanzierungsplan laut Brandl: Der Preis des Grundstücks, die Aufwendungen für sämtliche Handwerker inklusive Planer, die Materialkosten, Steuern und Abgaben, wie Anschlussgebühren. "Außerdem stellt sich die Frage, ob eine Wohnbauförderung in Anspruch genommen werden kann", erklärt Brandl. Er rät Häuslbauern, einen Puffer miteinzuberechnen. "Ohne einen solchen kann's problematisch werden." Und: Auch die Betriebskosten des Hauses nach Fertigstellung sollten schon in der Planung berücksichtigt werden. "Diese stellen einen wesentlichen Anteil der Nebenkosten dar. Und meistens fällt auch zusätzlich die Rückzahlung von Krediten an.

Grundsätzlich gilt: "Der Bauherr muss sich als erstes einen genauen Überblick über seine aktuelle finanzielle Situation machen", empfiehlt Brandl. "Muss für das Bauen privater Immobilien eine große Darlehenssumme von Dritten aufgenommen werden, dann besteht für den Bauherren das Risiko, sich finanziell zu übernehmen." Der Wohnbauexperte rät deshalb zu einer Baufinanzierung mit einer Eigenkapitalquote von zumindest 20 Prozent der voraussichtlichen Gesamtsumme. Der restliche Betrag werde von den Raiffeisenbankkunden bevorzugt über einen Bankkredit oder über ein Bauspardarlehen finanziert.
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