Brücken-Rückkehr
Jahrhundertprojekt Rott – Historische Brücke wird eingesetzt
- Schauplatz Weihmörting bei Neuhaus am Inn: Die mächtige Feldwerkstatt wird schon langsam abgebaut.
- Foto: Gruber
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Die historische Holzbrücke von Mittich in Schärdings bayerischer Nachbargemeinde Neuhaus/I. steht vor ihrer Rückkehr an die Rott: Nach monatelanger Restaurierung sollen die rund 60 Tonnen schweren Brückenteile in den kommenden Tagen wieder eingesetzt werden.
SCHÄRDING, NEUHAUS/I. Nachdem die sanierungsbedürftige Holzkonstruktion aus dem Jahr 1853 im Oktober 2025 spektakulär ausgehoben wurde, steht nun der nächste große Schritt des Jahrhundertprojekts bevor: Bereits kommende Woche, am 26. oder 27. Mai, sollen die restaurierten Brückenteile wieder an die Rott transportiert und auf die neu errichteten Betonpfeiler eingesetzt werden. Der Ausbau der Kreisstraße PA 15 zählt derzeit zu den größten Infrastrukturmaßnahmen im Landkreis Passau. Im Mittelpunkt steht dabei die aufwendige Versetzung und Sanierung der traditionsreichen Holzbrücke, die künftig einige Meter flussabwärts als kombinierter Geh- und Radweg dienen wird. Fußgänger und Radfahrer sollen die historische Überquerung künftig gleichermaßen nutzen können.
Für Fußgeher und Radfahrer
- Schweres Gerät zum Einheben der restaurierten Brücke steht bereits vor Ort.
- Foto: Gruber
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Im vergangenen Herbst war die Brücke mit einem rund 200 Meter hohen Raupenkran aus ihrer jahrhundertealten Verankerung gehoben worden – ein spektakulärer Moment, der zahlreiche Schaulustige anzog. Anschließend wurden die tonnenschweren Holzteile mit einem Tieflader in die nahegelegene Feldwerkstatt nach Weihmörting transportiert. Dort restaurierten Fachleute die Konstruktion von Grund auf. Währenddessen schreiten die Arbeiten an der neuen Straßenbrücke zügig voran. Am bisherigen Standort der Holzbrücke entsteht eine moderne, zweispurige Stabbogenbrücke für den Autoverkehr. Die beiden Betonpfeiler für die historische Holzbrücke stehen auch bereits. Bis Sommer 2027 soll die neue Straßenverbindung vollständig befahrbar sein. Für die Kreisstraßenverwaltung Passau handelt es sich um die größte Baustelle im gesamten Landkreis. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich nach aktuellen Angaben auf rund elf Millionen Euro.
Vorfreude vor Ort wächst
- Über diese alte Holzbrücke marschierte 1809 das Heer Napoleons als die Stadt Schärding zerstört wurde.
- Foto: Gruber
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Auch wenn die Anwohner derzeit noch Umwege von rund sechs Kilometern in Kauf nehmen müssen, wächst vor Ort die Vorfreude auf die Fertigstellung spürbar. Nicht nur Radfahrer und Fußgänger, sondern auch viele Bürger aus der Region blicken gespannt auf die Rückkehr des historischen Bauwerks.
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