St. Marienkirchen: Schule wird zur "Technikschmiede"

Der Experimentierdrang soll in der NMS St. Marienkirchen weiter vorangetrieben werden.
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ST. MARIENKIRCHEN (ebd). Nachdem bereits in Ried seit 2014 ein Probegalopp läuft, wird die Schule in St. Marienkirchen als zweiter Standort im Innviertel mit September zur Technischen Neuen Mittelschule – als lediglich eine von insgesamt sechs im ganzen Land. "230 Neue Mittelschulen aus ganz Oberösterreich waren eingeladen, sich der Herausforderung zu stellen. Bei 27 eingereichten Konzepten zu den besten zu gehören, macht mich natürlich sehr stolz", so Direktorin Ulrike Renauer.

Auch Bezirksschulinspektor Karl Hauer jubelt über die neue "Technikschule". "Ich bin froh, dass wir so schnell eine Technik-NMS im Bezirk bekommen haben." Für den Schulstandort Schärding bedeutet dies laut Hauer "eine zusätzliche Aufwertung. Neben den schon bisher im Bezirk vorhandenen Angeboten in den Bereichen Musik und Sport, haben wir jetzt eines in der Technik."

Taufkirchen geht leer aus
Aber es gibt auch einen Wermutstropfen. Denn weitere Schulen im Bezirk können dem Beispiel aus St. Marienkirchen nicht folgen. "Das Land finanziert in den nächsten Jahren 20 solcher Schulen. Diese sollen auch regional aufgeteilt werden, so dass für Schärding nur ein Standort vorgesehen ist. "Leidtragende" Schule ist dabei die NMS Taufkirchen/Pram. Die Schulverantwortlichen hatten laut Hauer ebenfalls ein sehr gutes Konzept eingereicht. Die Jury in Linz hat sich jedoch für St. Marienkirchen entschieden. "Die NMS Taufkirchen bietet schon jetzt eine sehr qualitätsvolle Ausbildung im mathematisch-naturwissenschaftlich-technischen Bereich. Es gibt jedoch keine Zusatzstunden dafür", bedauert Hauer.

Und was erwarten sich die Schulverantwortlichen aus St. Marienkirchen künftig von der "Aufwertung"? "So ein Angebot ist im Bezirk einzigartig. Eine fundierte naturwissenschaftliche Grundbildung ist für die Eltern ein wichtiges Kriterium für die Schulwahl ihres Kindes. Ich gehe davon aus, dass sich die Anmeldezahl erhöhen wird", sagt Renauer. Nachsatz: "Als naturwissenschaftlich-technische NMS können wir unsere Schul- und Unterrichtsqualität noch stärker verbessern." Konkret ändern wird sich ab dem neuen Schuljahr, dass die Erstklässler in den Genuss drei zusätzlicher Stunden mit Technikbezug kommen. Das Land stellt dafür pro Standort eine zusätzliche Lehrkraft zur Verfügung.

Workshops mit Betrieben?
Weiters will sich die Schule für außerschulische Möglichkeiten des Lernens öffnen – wie etwa Workshops mit den HTL's sowie den Betrieben der Umgebung. "Durch regelmäßig stattfindende Vernetzungstreffen mit Partnern der Wirtschaft sollen in einem offenen Austausch gemeinsame Ideen gefunden und neue Projekte umgesetzt werden."
Fotos: NMS St. Marienkirchen

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