Wetter im Bezirk verzeichnet "gigantischen Rekord"

Insgesamt zählte Franz Hauzinger 340 Sonnenstunden im Juli und 347 im August.
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  • Insgesamt zählte Franz Hauzinger 340 Sonnenstunden im Juli und 347 im August.
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MÜNZKIRCHEN (ebd). Seit 25 Jahren sammelt der Münzkirchner Wetterdaten, doch noch nie gab es so viele tropische Tage wie 2015. Insgesamt waren es 28, an denen über 30 Grad herrschten. "Das ist ein gigantischer Rekord", sagt Hobbymeteorologe Franz Hauzinger zur BezirksRundschau. Zum Vergleich: 2014 wurde die 30 Grad-Marke in Münzkirchen nur vier Mal überschritten. Am heißesten war es demnach am 13. August mit 34,8 Grad. Der August erwies sich als wärmster Monat mit durchschnittlich 21,21 Grad (siehe Kasten). Der Langjahresdurchschnitt liegt bei 17,38 Grad Celsius. "2015 reiht sich als eines der trockensten und heißesten Jahre in die Statistik ein", weiß Hauzinger. Die Durchschnittstemperatur lag 2015 allerdings um 0,03 Grad Celsius unter dem bisher wärmsten Jahr 2014.

Dem gegenüber stehen immerhin 15 Eistage (Tage mit Dauerfrost). Die Nullgradgrenze wurde demnach an 108 Tagen unterschritten. Überhaupt war 2015 nach 2003 mit 759 Liter Niederschlag pro Quadratmeter (750 Liter waren es 2003) das zweittrockenste Jahr. "Seit meiner 25-jährigen Aufzeichnung liegt der Jahresdurchschnitt bei 1054 Liter pro Quadratmeter."

Gut für Waldhonig

Was den Niederschlag in Form von Schnee betrifft, nahm sich hier das Ergebnis bescheiden aus. In Summe gab es 2015 nur rund 62 Liter Schnee pro Quadratmeter. "Eine geschlossene Schneedecke von mindestens fünf Zentimeter überzog im Sichtbereich meiner Wetterstation an 30 Tagen – 2014 waren es 13 Tage", so der Hobbymeteorologe. Das Wetter hielt aber auch noch andere Überraschungen parat. So gab es Ende April und Anfang Mai extremen Blütenstaub, was sich beim Waldhonig positiv auswirkte. Der Blütenhonig hingegen litt unter den ungünstigen Regenfällen.

Zur Sache

- Der wärmste Tag 2015 war der 13. August mit +34,8°C; kältester Tag: 4. Februar mit -17,38°C; Wärmster Monat: August mit durchschnittlich 21,21 Grad; kältester Monat: Februar mit durchschnittlich -1 Grad
- 759 Liter pro Quadratmeter regnete es 2015. Der Jahresdurchschnitt liegt bei 1054 Liter pro Quadratmeter. Der niederschlagreichste Monat war der Mai mit 142,6 Liter.
- Die niedrigste Niederschlagsmenge gab's im Februar und August mit jeweils 22 Liter.
- Die Nullgradgrenze wurde 2015 an 108 Tagen unterschritten (2014 nur 77 Mal).
Fotos: privat

Autor:

David Ebner aus Schärding

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