04.01.2018, 13:38 Uhr

"Daueralarm" bei Schärdings Feuerwehrlern – Einsätze werden komplexer

Die FF Schärding musste 2017 zu insgesamt 229 Einsätzen ausrücken. (Foto: FF Schärding)

Obwohl die FF Schärding 2017 durchschnittlich alle 1,6 Tage ausrücken musste, bedeutet dies gegenüber 2016 einen Rückgang – aus gutem Grund.

SCHÄRDING. Demnach schlugen im vergangenem Jahr 205 technische Einsätze und 24 Brandeinsätze zu Buche. Neun Menschen wurden bei den unterschiedlichsten Hilfeleistungen gerettet oder aus Notlagen befreit. Die Einsatzzahlen bedeuten einen leichten Rückgang, welcher auf einige Faktoren zurückzuführen ist. Grund dafür war laut Kommandant Michael Hutterer, "dass 2016 von der Flüchtlingskrise, den Feierlichkeiten sowie '700 Jahre Stadt Schärding' geprägt waren."

Einsätze werden komplexer

Auffällig war, dass von speziell geschulten Tieröffnern der FF Schärding mehrmals Wohnungen aufgebrochen werden mussten, um darin verunglückte Personen zu bergen. "Gerade hier ist es wichtig rasch, aber möglichst ohne Beschädigung vorzugehen. Aber auch Öleinsätze, Verkehrsunfälle, Wespennesteinsätze, Kraneinsätze oder Tierrettungen galt es zu bewerkstelligen", berichtet der Schärdinger Feuerwehrkommandant. Wie Hutterer betont werden die Einsätze komplexer, weshalb noch mehr Zeit in Gerätewartungen, Überprüfungen und Schulungen gesteckt werden muss.

Blick aufs neue Jahr

Ein Höhepunkt 2017 war die Eröffnung des gemeinde- und grenzübergreifenden Katastrophenschutzlagers – das aus dem Interreg-Förderprogramm tatkräftige finanziell unterstützt wurde. "Im Ausbildungsbereich war es der Schwerpunkt 'Personenrettung bei LKW- und Busunfällen', welcher leider kurz nach dem Seminar in der Praxis angewandt werden musste", erläutert Hutterer. Und was steht 2018 am Programm? "Bei einem Blick ins Jahr 2018 muss die Feuerwehrwahl genannt werden, aber auch die Durchführung der Gefahrenabwehr- und –entwicklungsplanung. Auch die Ablegung der neu geschaffenen Branddienstleistungsprüfung steht auf dem Programm."

Fotos: FF Schärding
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