Nationalparkverwaltung feierlich eröffnet

Die neue Nationalparkverwaltung in Großkirchheim wurde feierlich eröffnet
  • Die neue Nationalparkverwaltung in Großkirchheim wurde feierlich eröffnet
  • Foto: NPHT/Schober
  • hochgeladen von Verena Niedermüller

GROSSKIRCHHEIM. Mit einem Großaufgebot an volkskultureller Unterhaltung aus allen sieben Nationalparkgemeinden wurde die neue Nationalparkverwaltung Kärnten feierlich eröffnet. Mit dabei waren auch Landeshauptmann Peter Kaiser und Nationalparkreferent Gernot Darmann.

Erstes Projekt aus Programm

Mit der Fertigstellung der „Parkdirektion Großkirchheim“ ist das erste Projekt des Infrastrukturprogramms 2016 – 2020 des Kärntner Nationalparkfonds umgesetzt worden. Damit wurde die bisher auf zwei Bürostandorte aufgeteilte Nationalparkverwaltung zusammengeführt, wodurch ein nachhaltiger Beitrag zur Verwaltungsökonomie geleistet wird.

Fast gänzlich aus Holz

Bei der Planung des neuen Gebäudes für die Nationalparkdirektion hatten die Faktoren Energieeffizienz, Funktionalität, Wirtschaftlichkeit und eine behutsame Einfügung in das Ortsbild oberste Priorität. Die Grundform ist traditionell, im Detail jedoch modern gehalten. Um dem Ziel eines Passivhauses gerecht zu werden und die Effizienz der Photovoltaikanlage zu sichern, wurde der Baukörper fast zu Gänze aus Holz errichtet, die Südfront weitgehend verglast (Dreifachisolierverglasung) und das Dach so konzipiert, dass ausreichend große, steile und nach Süden ausgerichtete Flächen für die Photovoltaikanlage mit 22 kW vorhanden sind.

Zukunftsweisend für Region

Neben einer kontrollierten Wohnraumlüftung wurde auch eine Wärmepumpe zur Nutzung der Erdwärme installiert. Im konstruktiven Bereich kam Fichten-Leimholz zum Einsatz, alle Außenschallungen wurden in Lärche ausgeführt. Die Büroräumlichkeiten (insgesamt 344,99 Quadratmeter) inkl. Sitzungszimmer und Bibliothek wurden offen und transparent gestaltet. Sie reflektieren die Kommunikationskultur innerhalb der Mitarbeiter der Nationalparkverwaltung. „Auf Basis der Pläne der Architekten Herwig und Andrea Ronacher ist es gelungen, ein EnergiePlus-Haus zu realisieren, das zukunftsweisend für die ganze Region ist“, so Nationalparkdirektor Peter Rupitsch.

Auszeichnung für Gebäude

Vor wenigen Tagen wurde das Projekt mit dem „Energy Globe Award 2017“ ausgezeichnet. Die Errichtungskosten für das Gebäude betrugen 1,2 Millionen Euro. Die Finanzierung erfolgte durch eine „Nationalpark-Sonderförderung“ im Rahmen des Programms ländliche Entwicklung 2014–2020.

Vereine wirken mit

Die Segnung übernahm Pfarrer Ernst Kabasser. Durch die Veranstaltung führte ORF-Lady Sonja Engl-Kleindienst. Für die volkskulturelle Umrahmung sorgten die Trachtenkapelle Großkirchheim, die Mörtschacher Musikanten, der Nachwuchs der Schuhplattlergruppe "Die Ankogler" aus Mallnitz, Altmölltaler Trachtengruppe aus Obervellach, die Trachtengruppe Winklern, "Die Drinigen" aus Heiligenblut und der gemischte Chor Maltatal.

Viele Gäste

Unter den zahlreichen Gästen waren auch Bundesrat und Bürgermeister von Mallnitz Günther Novak, Landtagsabgeordneter Ferdinand Hueter (in Vertretung Christian Benger), Klaus Brandner, Bezirkshauptmann von Spittal, Landesjägermeister Ferdinand Gorton, ORF-Chefin Karin Bernhard, Kammeramtsdirektor Rudolf Dörflinger, Eberhard Stüber und Helmut Hartl. Weiters die Bürgermeister Josef Schachner (Heiligenblut), Peter Suntinger (Großkirchheim), Richard Unterreiner (Mörtschach), Johann Thaler (Winklern), Klaus Rüscher (Malta) und die Klagenfurter Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz mit ihrem Mann Harald Tschabuschnig, Leiter der Abteilung 8 - Umwelt, Wasser und Naturschutz.

Autor:

Verena Niedermüller aus Spittal

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