Welche Frühjahrskur braucht mein Fahrrad?

Thorsten Schöffmann unterzieht dieses Rad einem Frühjahrsscheck
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  • hochgeladen von Michael Thun

SPITTAL. Alle Jahre wieder: Sobald der meiste Schnee weggetaut ist und die Sonne wärmer wird, wird sich auf den Fahrradsattel geschwungen. Damit es aber unterwegs zu keinen bösen Überraschungen kommt, gibt Christoph More Tipps, was vor dem ersten Ausflug alles zu beachten ist.
So banal es auch klingen mag: Am wichtigsten ist es, den Luftdruck in den Reifen zu prüfen. Ein erster Bremstest soll zeigen, ob die Bremsen/Bremsbacken noch einwandfrei funktionieren. Dies gelte besonders für Scheibenbremsen. Dann: Funktioniert die Beleuchtung (vorne und hinten)?
Ferner sollte die Kette geölt werden. More rät: "Nur ölen, wenn die Kette trocken ist. Und auch nur sparsam. Die meisten Radler meinen es zu gut." Ferner ist darauf zu achten, ob der Reifen im Winter nicht porös oder rissig geworden ist, ob alle Schrauben fest sitzen Eine kurze Probefahrt zeigt auch, ob die Schaltung noch in Ordnung ist.
Wer auf Nummer sicher gehen will, so der 33-jährige Experte, dessen Familie seit gut 80 Jahren Fahrräder verkauft, sollte vor allem die Verschleißteile wie Bremsbeläge, Kette und Reifen in der Fachwerkstatt überprüfen lassen. Bei E-Bikes komme noch hinzu, auch in der Winterpause die Batterie zwischendurch mal aufzuladen.

Mountainbikes mit Motor

Der aktuelle Trend in diesem Frühjahr sind nach Mores Angaben Mountainbikes mit 27,5- und 29-Zoll-Reifen, vor allem aber solche mit elektrischem Motor. Hierzu empfielt der Fachmann hochwertige Antriebssysteme von Bosch, Panasonic, Shimano oder Yamaha: "Diese Marken gewähren einen nachhaltigen Service."
Elektroräder sind, wie die Mountainbikes zeigen, nicht mehr nur auf Senioren beschränkt, sondern auch bei der Jugend immer mehr im Kommen. Wie schon seit langem in den Niederlanden, lösen bei Schülern diese elektrifizierten Fahrräder immer häufiger die Mopeds ab.

Ein weiterer Trend, der über den großen Teich nach Europa schwappt, sind die sogenannten Fatbikes. Geboren in der klirrenden Kälte Alaskas sind sie mit ihren bis zu knapp fünf Zoll, und damit doppelt so breiten Reifen wie bei normalen Mountainbikes, auch im Pulverschnee voll einsatzbereit.

Zu den Modefahrben der Saison zählt More blau-grün, orange und gelb. "Zeitlos" seien nach wie vor (matt) schwarz und Grautöne.

Ach ja: Ähnlich wie beim Reifenwechsel sollte man nicht zu spät sein Fahrrad für die Frühjahrskur anmelden, rät More, in dessen 20-Mann-Betrieb allein fünf langjährige Fachräfte für Zweiräder zuständig sind. "Am besten wäre es, noch am Saisonende im Herbst sein Rad einem Check zu unterziehen. Dann haben wir am meisten Zeit dafür."

400.000 Fahrrädern in Kärnten

Der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) macht darauf aufmerksam, dass bei rund 400.000 Fahrrädern in Kärnten acht von zehn Haushalten mindestens ein Fahrrad besitzen. "Auch wenn die Zahl der Radfahrer, die auch im Winter Radfahren, steigt, für viele beginnt die Radfahrsaison jetzt im März", stellt VCÖ-Experte Markus Gansterer fest. Österreichweit machen im Jänner und Februar noch 62 Prozent der Radfahrenden Pause, im März und April sind es nur mehr zehn Prozent.

Auch der VCÖ plädiert für einen Service-Check nach dem Winter. Der Klub empfiehlt ferner, das Fahrrad zumindest einmal im Jahr zum Service in ein Fachgeschäft zu bringen. So würden Materialschäden rechtzeitig erkannt, und:. Regelmäßige Wartung verlängert die Lebensdauer eines Fahrrads.

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