Doppelte Insolvenz in Gmünd
Traditionsfirma "Schwarz" in Kärnten ist pleite
- Von beiden Insolvenzen seien laut Aussendung insgesamt rund 30 Gläubiger und keine Dienstnehmer betroffen (Symbolfoto)
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In Gmünd in Kärnten wurden über zwei eng verbundene Unternehmen Konkursverfahren eröffnet. Rund 30 Gläubiger sind betroffen – der Betrieb ist geschlossen. Erkrankung, Hackerangriff und Auftragsrückgänge führten in die Insolvenz.
GMÜND IN KÄRNTEN. Der Alpenländische Kreditorenverband gab heute bekannt, dass über das Vermögen der "Schwarz GmbH" sowie der "Schwarz GmbH & Co KG" - beide aus Gmünd in Kärnten - ein Insolvenzverfahren am Landesgericht Klagenfurt eröffnet wurden. Es handelt sich hier um Konkursverfahren.
30 Gläubiger betroffen
"Die Verbindlichkeiten belaufen sich bei der Schwarz GmbH auf rund 171.000 Euro, bei der Schwarz GmbH & Co KG auf rund 166.600 Euro", heißt es. Von beiden Insolvenzen seien laut Aussendung insgesamt rund 30 Gläubiger und keine Dienstnehmer betroffen. Laut beiden Anträgen ist der Betrieb geschlossen. Aktiva seien bei beiden nicht vorhanden.
Zur Schwarz GmbH
Die Schuldnerin wurde im Jahr 2006 gegründet. Alleingeschäftsführer- und Gesellschafter der Schuldnerin ist Frau S. Diese GmbH hat einzig und allein die Rolle als Komplementär der Schwarz GmbH & Co KG. Sie entfaltete keine geschäftlichen Tätigkeiten.
Zur Schwarz GmbH & Co KG
Die Schuldnerin wurde im Jahr 2006 gegründet. Die unbeschränkt haftende Gesellschafterin ist die Schwarz GmbH.
"Überschuldet und zahlungsunfähig"
"Die Schuldnerin hat einzig und allein die Rolle als Komplementär der Schwarz GmbH & Co KG. Sie entfaltete keine geschäftlichen Tätigkeiten. Sie ist in ihrer Funktion als Komplementär der Schwarz GmbH & Co KG belastet mit den persönlichen Haftungen für Verbindlichkeiten der Schwarz GmbH & Co KG. Die Schwarz GmbH & Co KG ist überschuldet und zahlungsunfähig und stellt ebenso wie die Schuldienerin mit heutigem Tage den Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens. Zudem bestehen weitere geringfügige Verbindlichkeiten gegenüber der Stadtgemeinde Gmünd und dem Finanzamt Österreich. Mangels jeglicher geschäftlichen Tätigkeiten und der Insolvenzreife der Schwarz GmbH & Co KG ist auch die Schuldnerin überschuldet beziehungsweise zahlungsunfähig", heißt es bei der Schwarz GmbH.
Keine zusätzlichen Mitarbeiter
Weiters heißt es bei der Insolvenzursache der Schwarz GmbH & CO KG: "Die Gesellschaft war zunächst als Handelsunternehmen tätig, später mit der Durchführung von Transportbegleitung; zuletzt war sie im Ein- und Verkauf sowie in der Servicierung von Wiegeeinrichtungen für öffentliche Einrichtungen (Sicherheitspolizei, ASFINAG, etc.) tätig. Hierbei handelt es sich um mobile Vorrichtungen zur Durchführung von Gewichtsermittlungen von Fahrzeugen im Straßenverkehr (LKWs, Sattelzüge, Klein-Lkw). Zudem hat die Gesellschaft auch die Wartung und Reparatur dieser Wiegeeinrichtungen übernommen. Die Gesellschaft hat vom Hersteller der Wiegeanlagen für die Gebiete Österreich und Italien defacto ein Alleinvertriebsrecht eingeräumt bekommen. Auszuführen ist in diesem Zusammenhang, dass die Gesellschaft ihre Leistungen einzig und allein durch den Alleingesellschafter und Alleingeschäftsführer Herrn S. erbracht hat. Dieser war de facto als "Einzelunternehmer" in der Gesellschaft tätig. Neben ihm gab es keine weiteren Mitarbeiter.
Erkrankung und mehr
Weiter: "Leider ist Herr S. an Morbus Parkinson erkrankt und hat infolgedessen zunehmend eingeschränktere Möglichkeiten, für seine unternehmerischen Tätigkeiten. Zudem wurde er zwischenzeitlich zweimal an der Wirbelsäule operiert und ist infolgedessen auch leider krankheitsbedingt länger ausgefallen. Zu "guter Letzt" gab es dann ungefähr im Sommer 2024 einen Hackerangriff auf die IT der Gesellschaft, was dazu geführt hat, dass viele Daten insbesondere Auftrags- und Leistungsdaten nicht mehr zur Verfügung stehen beziehungsweise rekonstruiert werden konnten und daher erbrachte Leistungen nicht oder nur teilweise an Kunden verrechnet werden konnten. Diese Umstände führten letztlich zur aktuell prekären wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft. Weiters hat das Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen diese Jahrrevisionsarbeiten bei ihrem Prüfständen durchführt und konnten daher die benötigten Eichungen der Wiegeeinrichtungen nicht durchgeführt werden, was zu Rückgängen bei den Aufträgen geführt hat."
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