23.10.2016, 20:49 Uhr

Florianis übten in Millstatt

(Foto: FF Millstatt)

Rotes Kreuz unterstützt Feuerwehr bei Großübung mit sechs Wehren.

MILLSTATT. Kürzlich fand in Millstatt die alljährliche Gemeinschaftsübung der Millstätter Feuerwehren statt. Die Übung wurde in zwei Teilen durchgeführt. Einerseits die Brandbekämpfung sowie die technische Rettung von eingeklemmten Personen und die Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz, andererseits die Wasserförderung über lange Wegstrecken.

Gefährliche Ausgangslage

Ausgangslage war ein Brand und Gebäudeeinsturz, ausgelöst durch die Verwendung von Pyrotechnikartikel im Rahmen einer Jugendparty. Zwölf Personen wurden dabei verletzt, beziehungsweise waren vermisst. Die Lagedarstellung mittels Rauch- und Knallkörper, einer Nebelmaschine, einem entsprechenden Soundsystem sowie perfekt geschminkter Opfer trug wesentlich zum Gelingen dieser Übung bei.

Rotes Kreuz hilft mit

Im ersten Übungsteil muss ganz wertfrei festgestellt werden, dass es für die ersteintreffenden Kräfte aufgrund des Brandes und der hohen Anzahl an verletzten Personen nicht einfach war, Herr der Lage zu werden. Eine Entspannung hat sich erst mit dem Einsatz weiterer Kräfte und der Unterstützung des Roten Kreuzes, welches mit 18 Personen vor Ort war, eingestellt.

Nächster Schritt

Im zweiten Übungsteil galt es eine Wasserversorgung von Millstatt zum Brandobjekt in Großdombra herzustellen. Die Überhöhung betrug bei dieser Übung 95 Meter und es mussten circa 740 Meter Schlauchleitung hergestellt werden. Ziel war es herauszufinden, wie sich die hydraulischen Zustände bei Verwendung von einer oder von zwei B-Leitungen verändern. Dazu wurde das geförderte Wasser nicht im Rahmen der Übung verspritzt, sondern es wurde die Durchflussmenge über einen Großraumwasserzähler gemessen. Aufgrund der unterschiedlichen Ein- und Ausgangsdrücke und der veränderten Wassermengen erfolgt jetzt die Auswertung. Vorab ist aber klar, eine zweite B-Leitung bringt Vorteile. Problemlos konnte der neue Schwimmsauger eingesetzt werden. Das zeitraubende Errichten einer aufwendigen Saugstelle blieb somit aus.

Verpflegung von Gemeinde

Eine detaillierte Abschlussbesprechung fand an einem darauffolgenden Tag statt, trotzdem konnte zum Abschluss der Übung sehr positiv bilanziert werden. Unter den zahlreichen Zusehern waren Günter Fermitsch, Vizebürgermeister Albert Burgstaller und Gemeindevorstand Norbert Santner dabei.
Die Verpflegung übernahm Bürgermeister Johann Schuster. Das ausgezeichnete Gulasch wurde von Hans Palle und Vizebürgermeister Michael Printschler in einer Gulaschkanone zubereitet.

Gute Zusammenarbeit

Die FF Millstatt bedankt sich beim Rotem Kreuz für die gute Zusammenarbeit, bei den Grundbesitzern, den Anrainern und allen Beteiligten für die Mitarbeit und das aufgebrachte Verständnis für diese Übung.

Zur Sache:

Beteiligte Feuerwehren: FF Millstatt, Laubendorf, Obermillstatt, Lammersdorf, Matzelsdorf und Spittal an der Drau
Fahrzeuge: 13 Fahrzeuge, drei Anhänger
Teilnehmer: 100 Feuerwehrmänner und -frauen
Rotes Kreuz: Sechs Fahrzeuge, zwei Anhänger mit 18 Personen,
Übungsdarsteller: Zehn
Übungsbeobachter: Drei
Technisches Gerät: Drei Tragkraftspritzen, drei ATS-Trupps, 1.500 Meter B-Leitung
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