26.10.2016, 18:00 Uhr

LK Wahl: Es gibt vier Kandidaten

Gerhard Neunegger, Freiheitliche und Unabhängige Bauernschaft (Foto: KK)

Im Bezirk Spittal stellen sich die Kandidaten von vier Parteien zur Wahl

SPITTAL (aju). Gerhard Neunegger von der Freiheitlichen und Unabhängigen Bauernschaft, Johann Thaler von den SPÖ Bauern, Johann Mößler vom Bauernbund und Karl-Heinz Gigler von den Grünen Bauern stehen zur Wahl.

Faire Preise

Gerhard Neunegger steht in erster Linie für faire Preise für hochwertige Produkte: "Ich stelle mich zur Wahl, um uns Bauern wieder mehr Selbstbestimmung zurückzugeben." Neben Fairness in der Preispolitik möchte Neunegger vor allem Auszahlungen der Förderungs- und Ausgleichszahlungen noch im Antragsjahr erwirken. "Außerdem sagen wir ganz klar nein zu TTIP und CETA", sagt Neunegger. Er selbst bezeichnet sich dabei als zuverlässig und ausgeglichen. "Es ist an der Zeit, die Rahmenbedingungen so zu verbessern, dass unsere Kinder den Hof mit Freude statt mit Sorge übernehmen", meint Neunegger.

Arbeitsplatz Bauernhof

"Der Arbeitsplatz Bauernhof muss erkannt werden. Seit ich Landwirt bin, sind die Erlöse gleichgeblieben, die Kosten für die Produktion aber gestiegen", sagt Johann Thaler. Deshalb stimme er für eine gerechte Förderung in allen Bereichen. "Mein Vorschlag wäre eine Sockelförderung ähnlich der Mindestsicherung. Diese jedoch soll nur ausgezahlt werden, wenn die Höfe auch bewirtschaftet werden", meint Thaler. Er selbst stehe für Gerechtigkeit und sehe sich in der SPÖ in der Lage, für die Schwächeren Partei zu ergreifen.

Schutz von Eigentum

"Gerade in turbulenten Zeiten braucht es Stabilität, Überblick und Kompetenz. Deshalb stelle ich mich aus einem Gefühl der Verantwortung heraus der Wiederwahl", sagt Johann Mößler. Eines seiner wichtigsten Themen ist der Schutz des Eigentums. "Weil unser Eigentum keine Steuerquelle für Umverteilungspolitiker, kein Umsatzbiotop für Ökobüros und keine Spielwiese für Extremsportler ist, sondern unsere Produktionsgrundlage", meint Mößler. Er selbst bezeichnet seine Politik als das Tragen von Verantwortung für den gesamten Bauernstand, geprägt von Vernunft.

Nachhaltigkeit

Karl-Heinz Gigler möchte vor allem "Grüne KamerrätInnen etablieren". Ein wichtiges Thema ist für ihn auch die Nachhaltigkeit und er setzt sich auch persönlich für grüne Themen wie Qualitätsverbesserung der Almbewirtschaftung ein.
Ebenso möchte er sich in der Kammerarbeit für die Kleinen einsetzen: "Die Erhöhung der Einheitswerte insbesondere für kleine Betriebe ist ungerecht und muss abgemildert werden", sagt Gigler.
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