04.10.2014, 09:00 Uhr

"Tierschutz fängt zuhause an"

Klaudia Thorer hilft als Privatperson unter dem Namen "Samtpfotenhilfe" (Foto: KK)

Nicht nur am 4. Oktober, dem Welttierschutztag, sollte man Tieren helfen und sie vor Leid schützen.

MÖLLBRÜCKE (ven). Am 4. Oktober ist Welttierschutztag. Klaudia Thorer, die sich mit ihrer "Samtpfotenhilfe" das ganze Jahr über um Tiere kümmert, mahnt: "Tierschutz fängt zuhause an."

400 vermittelte Katzen

Von klein auf hatte Thorer einen besonderen Bezug zu Tieren. "Es war mir ein Bedürfnis zu helfen und so absolvierte ich eine Ausbildung zur Tierpsychologin/Problemhundetherapeutin." Mit Unterstützung von Pflegefamilien, begann sie, sich um kranke und ausgesetzte Katzen zu kümmern. Ihre eigene Rasselbande besteht aus 13 Katzen, "jede davon mit einer traurigen Vorgeschichte und nicht vermittelbar“, so Thorer. "Ich kann einfach nicht wegschauen." Und so vermittelte sie in den letzten zehn Jahren an die 400 Katzen an neue Plätze.

Gesetze sind einzuhalten

Am meisten verärgert zeigt sich Thorer darüber, dass das seit 1. Jänner 2005 bestehende Kastrationsgesetz für Katzen mit Freilauf und Bauernhofkatzen von vielen noch immer nicht einhalten wird. „Aber auch Samtpfoten ohne Zugang ins Freie sind ebenfalls im Alter zwischen sechs und sieben Monaten kastrieren zu lassen, um bei Katern Harnmarkieren und bei Kätzinnen eine Dauerrolligkeit zu vermeiden“, mahnt sie. Besonders davon betroffen sind herrenlose und wilde Katzen, die sich unkontrolliert - unter oft unwürdigen Verhältnissen - vermehren. Denen weder ausreichend Futter, ein geschützter warmer Schlafplatz oder medizinische Versorgung zur Verfügung stehen. „Hier gilt es für uns alle, nicht wegzusehen! Denn alleine durch Kastrationen kann hier schon sehr viel Leid eingedämmt werden“, so Thorer.

Dreiste Menschen

Als Tierschützerin ärgert sie besonders oft die Dreistigkeit von Menschen. "So drohte kürzlich eine Dame, ihr Tier in der Badewanne zu ertränken, wenn ich es nicht sofort abholen käme", ist Thorer entsetzt. Für Thorer ist ihr Einsatz auch ein finanzielles Problem, zahlt sie sämtliche Tierarztkosten als Privatperson aus eigener Tasche.


Bestätigungen vorlegen

Die Abgabe einer Samtpfote erfolgt ausschließlich mit Schutzvertrag. "Mit dessen Unterzeichnung verpflichten sich die neuen Besitzer ihr Tier termingerecht impfen sowie kastrieren zu lassen und mir dies vom Tierarzt bestätigt vorzulegen", informiert sie. Denn: "Tierschutz beginnt in den eigenen vier Wänden und vor der Haustüre."

Tiere und Gott

Am Samstag, dem 4. Oktober, um 10 Uhr sind alle Tierbesitzer mit ihren Tieren zur Segensfeier auf der Pfarrwiese in Spittal eingeladen. Der Welttierschutztag geht auf den Heiligen Franz von Assisi zurück, der als erster Tierschützer der Welt gilt. Der Tag wird an seinem Namenstag gefeiert.
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