23.10.2017, 11:26 Uhr

Wasserversorgung in Spittal um 7,5 Millionen Euro

Im Hintergrund werden ein Trinkwasserkraftwerk und ein Hochbehälter errichtet: (von links) Geschäftsbereichsleiter Berthold Uggowitzer (Stadt Spittal), Gottfried Berger (Zivilingenieurbüro Passer & Partner), Wolfgang Fahringer (Passer & Partner), Andreas Oberegger (Polier Strabag), Referent StR. Hansjörg Gritschacher, Bgm. Gerhard Pirih, Michael Kampusch (Bauleiter Strabag), Werner Lang (Wasserwerk Spittal) und Susanne Burgstaller (Strabag) (Foto: KK/eggspress)

Drei Jahre lang wird die Wasserversorgungsanlage Gmeineck saniert.

SPITTAL. Die Stadtgemeinde Spittal saniert die gesamte Wasserversorgungsanlage Gmeineck und errichtet zusätzlich ein Trinkwasserkraftwerk. Investiert wird in das Gesamtprojekt 7,5 Millionen Euro netto, inklusive des Trinkwasserkraftwerks mit 1,3 Millionen Euro.

Viele Rohrbrüche

Die Wasserversorgungsanlage (WVA) Gmeineck, dessen Quellschüttung im Sommer-Mittel 107 Liter/Sekunde beträgt, wurde im Jahr 1965 errichtet und deckt mehr als 90 Prozent des Trinkwasserbedarfes der Stadtgemeinde Spittal ab. Ein ausfallssicherer Betrieb ist daher von hoher Bedeutung.
Jedoch sind an den Transportleitungen aufgrund der Alterung der damals eingesetzten PVC-Rohre oftmals Rohrbrüche aufgetreten. Diese haben ebenso Erosionsschäden an Wegen und Böschungen verursacht, was auch eine latente Gefahr für das Siedlungsgebiet darstellt.

Drei Jahre Bauzeit

Der Baustart des 1. Bauabschnittes erfolgte Mitte September 2017. Dieser umfasst den 1,8 Kilometer langen Leitungsaustausch von den derzeit bestehenden PVC-Rohren auf Stahlgussrohre (Durchmesser 300 mm). Dabei werden auch die bestehenden Löschwasserhydranten sowie die Hausanschlussleitungen wieder errichtet. Der Bauabschnitt 1 soll im Frühjahr 2018 fertiggestellt werden. Der Gesamtfertigstellungszeitraum wird mit circa drei Jahren veranschlagt.

Maßnahmen

Die Gesamtlänge der zu sanierenden Druckrohr- und Transportleitungen beträgt 6.769 Meter. Des Weiteren werden bestehende Rohrbachquerungen unterirdisch verlegt sowie Bauwerke (Druckunterbrecheranlagen, Schächte, etc.) saniert.
Bei Eckberg-Kreuz erfolgt neben einer neuen Druckrohrleitung (3.583 Meter Länge) zusätzlich die Errichtung eines Trinkwasserkraftwerks. Dessen Ausbauwassermenge (max. Wassermenge, die auf die Turbine trifft) beträgt 130 Liter/Sekunde. Damit ist eine elektrische Leistung von 204 kW und eine Jahresenergieerzeugung von 1,300.000 kWh erzielbar. Mit dem Kraftwerk kann somit laut Schätzungen ein Erlös von rund 78.000 Euro pro Jahr lukriert werden.
Schließlich wird bei Eckberg-Kreuz ein neuer Hochbehälter mit einer UV-Anlage und Rohrbruchsicherung, Fernwirk- und Objektschutzanlage unmittelbar neben dem bestehenden Behälter errichtet. Das Nutzvolumen soll dabei von bisher 200 Kubikmeter auf 500 Kubikmeter vergrößert werden.
Die Kelag erneuert ebenso im Zuge dieses Projektes die bestehende Steuerungsleitung für die Kraftwerkssteuerung Lieserhofen vom Hochbehälter Eckberg-Kreuz bis zur Edenhöhe.

Gute Zusammenarbeit

„Sehr positiv hervorzuheben ist die gute und kooperative Zusammenarbeit mit der Gemeinde Lendorf unter Bürgermeisterin Marika Lagger-Pöllinger und den Gemeinderäten sowie den jeweiligen Grundeigentümern und Agrargemeinschaften. Das Gesamtprojekt ist ein Meilenstein für Spittal, das die Wasserversorgung für die nächsten 100 Jahre sichert“, so Bürgermeister Gerhard Pirih und Referent Stadtrat Hansjörg Gritschacher.
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