Sommersaison startet
Modernisierte Mariazellerbahn startet in spannende Sommersaison
- Geschäftsführer Michael Hasenöhrl, LH-Stellvertreter Udo Landbauer, Bürgermeister Michael Strasser und NÖVOG Geschäftsführer Wolfgang Schroll.
- Foto: NÖVOG/Grojer
- hochgeladen von Ivonne Thiem
Noch bis 30. April wird auf der Mariazellerbahn gearbeitet, danach ist die traditionsreiche Strecke wieder vollständig für den Sommerbetrieb bereit.
NÖ/ST.PÖLTEN. Auf der über 115 Jahre alten Mariazellerbahn laufen die diesjährigen Frühjahrs-Bauarbeiten derzeit auf Hochtouren und stehen kurz vor dem Abschluss. Die eingleisige Schmalspurbahn wird dabei gezielt modernisiert, während der Betrieb auf Teilabschnitten vorübergehend im Schienenersatzverkehr geführt wird. Ab dem 1. Mai soll die Strecke wieder vollständig befahrbar sein und auch die touristischen Züge kehren zurück.
- Auf der über 115 Jahre alten Mariazellerbahn laufen die diesjährigen Frühjahrs-Bauarbeiten derzeit auf Hochtouren und stehen kurz vor dem Abschluss.
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NÖ Verkehrslandesrat (FPÖ) LH-Stellvertreter Udo Landbauer hebt hervor, dass die Mariazellerbahn nicht nur als „schönster Platz Österreichs“ gilt, sondern vor allem eine zentrale Rolle im öffentlichen Verkehr des Pielachtals spielt. Deshalb werde kontinuierlich in die Modernisierung investiert, wobei neben technischer Erneuerung insbesondere die Barrierefreiheit im Mittelpunkt stehe, um Familien, Pendlern und Schülern eine möglichst komfortable Nutzung zu ermöglichen.
Umfassende Arbeiten zwischen Weinburg & Kammerhof
Im Zuge der aktuellen Bauphase wurde der Abschnitt zwischen Weinburg und Kammerhof grundlegend erneuert. Dabei erhielt die Strecke eine vollständige Gleiserneuerung inklusive neuem Unterbau und verbesserter Entwässerung. Auch die Infrastruktur wurde technisch auf den neuesten Stand gebracht, indem unter anderem neue Fundamente für Oberleitungsmasten errichtet, Kabelwege neu angelegt und die Energie- sowie Signaltechnik an die modernisierte Strecke angepasst wurden. Zusätzlich wurden mehrere Durchlässe und Eisenbahnkreuzungen saniert oder neu hergestellt.
Mehr Komfort & Barrierefreiheit an den Haltestellen
Besonders deutlich zeigen sich die Verbesserungen an den Haltestellen Weinburg und Kammerhof. In Weinburg wurde der Bahnsteig als barrierefreier Randbahnsteig neu gestaltet und mit modernen Zugängen ausgestattet, darunter ein zusätzlicher Zugang im Bereich der Hans-Czettelstraße. Die Radabstellanlagen wurden erweitert und das gesamte Fahrgastinformationssystem erneuert. Auch das Wartehaus wurde modernisiert und die Beleuchtung auf energiesparende und insektenfreundliche LED-Technik umgestellt.
Ähnlich umfassend wurde die Haltestelle Kammerhof umgebaut, wo ebenfalls ein barrierefreier Randbahnsteig entstanden ist. Neue Zugänge, ein modernes Wartehaus sowie eine Neugestaltung von Vorplatz, Bushaltestelle und Parkflächen prägen nun das Erscheinungsbild. Auch hier wurden Fahrgastinformationen und Beleuchtung vollständig erneuert und auf moderne Standards angepasst.
Schienenersatzverkehr bis zum Saisonstart
Während die letzten Arbeiten noch bis 30. April andauern, wird der Abschnitt zwischen Ober-Grafendorf und Mariazell weiterhin im Schienenersatzverkehr bedient. Die Verantwortlichen der NÖVOG betonen, dass trotz des umfangreichen Bauprogramms die Auswirkungen für Fahrgäste so gering wie möglich gehalten wurden. Gleichzeitig bedanken sich die Geschäftsführer Wolfgang Schroll und Michael Hasenöhrl bei den Mitarbeitenden und Partnern für die reibungslose Umsetzung und den termingerechten Fortschritt der Arbeiten.
Start in die Sommersaison
Mit dem 1. Mai beginnt auf der Mariazellerbahn wieder die Sommersaison. Dann sind die Panoramawagen und der Erlebniszug Ötscherbär an Wochenenden sowie Feiertagen bis Anfang November im Einsatz. Besonders beliebt bleibt auch der Nostalgie-Dampfzug, der von der Dampflok Mh.6 gezogen wird und ab dem 10. Mai an ausgewählten Terminen verkehrt. Damit wird die Strecke erneut zu einer Verbindung aus moderner Mobilität und nostalgischem Reiseerlebnis.
- Ab 1. Mai heißt es wieder „Genuss auf Schiene“ in den exklusiven Panoramawagen der Mariazellerbahn. Besondere Ausblicke auf den amtierenden „schönsten Platz Österreichs“ sind garantiert.
- Foto: NÖVOG/Grojer
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Im Jahr 2026 steht zudem ein besonderes Jubiläum im Fokus, denn die Elektrifizierung der Mariazellerbahn jährt sich zum 115. Mal. Aus diesem Anlass finden Ende Mai die Schmalspurtage statt, bei denen die Geschichte und Entwicklung der Bahn im Mittelpunkt stehen. An mehreren Standorten entlang der Strecke werden Sonderfahrten, Führungen und Fahrzeugpräsentationen angeboten, ergänzt durch regionale Kulinarik und vielfältige Einblicke in den Bahnalltag.
Gut angebunden in die Region
Die Mariazellerbahn bleibt eng mit dem öffentlichen Verkehrsnetz verknüpft und ist sowohl über Regionalbusse als auch über Bahnverbindungen gut erreichbar. Damit bleibt sie nicht nur touristische Attraktion, sondern auch ein wichtiger Bestandteil der täglichen Mobilität zwischen St. Pölten und Mariazell.
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