Vorsicht ist geboten
Polizei warnt vor Dämmerungseinbrüchen
- Oft handelt es sich um Gelegenheitseinbrecher.
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In den letzten zehn Jahren ist die Zahl der Wohnraumeinbrüche in Österreich deutlich gesunken. Etwa die Hälfte aller angezeigten Wohnraumeinbrüche blieben im Versuchsstadium, während zwei Drittel der Einbrüche in Kellerabteile vollendet wurden. Im Bezirk St. Pölten-Land wurden 2024 insgesamt 156 Einbrüche in Wohnräume (125) sowie Kellerabteile (31) zur Anzeige gebracht, wobei ein Teil, wie erwähnt, im Versuchsstadium geblieben ist.
ZENTRALRAUM/NÖ. Trotz der österreichweit sinkenden Anzahl an Einbruchsdiebstählen, bleiben die Herbst- und Wintermonate durch früh einsetzende Dunkelheit für Kriminelle attraktiv, da im Schutz der Dunkelheit ein Einsteigen in Wohnungen, Häuser oder Kellerabteile erleichtert wird. Dämmerungseinbrüche ereignen sich häufig zwischen 16 und 21 Uhr, wenn viele Häuser unbewohnt wirken. In dieser Zeit zwischen Oktober 2024 und März 2025 kam es im Bezirk auf 87 angezeigte Vorfälle im Zusammenhang mit Wohnraum- sowie Kellerabteileinbrüchen.
Gezielte Schwerpunkte im Bezirk St. Pölten
Beliebte Ziele sind Häuser entlang von Hauptverkehrsrouten, schwer einsehbare Siedlungen sowie Kellerabteile in Mehrparteienhäusern. "Der Bezirk St. Pölten verfügt aufgrund seiner großen Fläche über ein äußerst vielfältiges und dichtes Straßenverkehrsnetz, dennoch bzw. gerade deswegen werden im Bezirk spezielle polizeiliche Schwerpunkte gesetzt, um dieser Entwicklung noch weiter entgegenzuwirken", weiß Bezirkspolizeikommandant Philipp Harold.
- Viele jedoch planen ihren Einbruch gezielt.
- Foto: Symbolbild Pixabay
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Dies geschieht durch gezielte Schwerpunkte, sowie Kontrollen an neuralgischen Punkten und vermehrte Streifentätigkeit in den Abendstunden durch die Exekutivbediensteten des Bezirkes. Ebenso können besonders geschulte Präventionsbeamte Bürgerinnen und Bürger auf Wunsch individuell vor Ort beraten, um ihre Sicherheitsmaßnahmen zu optimieren und Einbrüche zu verhindern. Dahingehend können Sie sich jederzeit an die zuständige Polizeidienststelle wenden.
Profis planen ihren Einbruch gezielt
Die Täter nutzen unversperrte Fenster, Terrassentüren oder herumliegende Leitern und Werkzeuge, um einzusteigen. Bei den meisten Tätern handelt es sich um Gelegenheitseinbrecher, die spontan handeln und den geringsten Widerstand suchen. Stoßen sie auf gut gesicherte Türen oder Fenster, brechen sie die Tat häufig ab. Profitäter hingegen planen gezielter und nehmen einen höheren Aufwand in Kauf, wenn eine größere Beute zu erwarten ist.
- Die Täter nutzen unversperrte Fenster, Terrassentüren oder herumliegende Leitern und Werkzeuge, um einzusteigen.
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Folgende Tipps hat das Bundeskriminalamt (BK) für die Kriminalprävention:
• Sicherheitsfenster und -türen, Zusatzschlösser, Gitter und Ähnliches bieten meistens ausreichend Widerstand. Auch bei kurzer Abwesenheit sollten alle Schlösser zugesperrt und Fenster geschlossen (nicht gekippt) werden!
• Einbruchsmelde- oder Videoüberwachungsanlagen können eine gute Ergänzung sein, wenn diese sinnvoll eingesetzt und angewandt werden.
• Gute Nachbarschaft und gegenseitige Hilfe sind sehr wichtig, denn Zusammenhalt schreckt Kriminelle ab!
• Vermeiden Sie Zeichen der Abwesenheit! Lassen Sie beispielsweise Briefkästen leeren!
• Vermeiden Sie Sichtschutz, der Kriminellen ein ungestörtes Einbrechen ermöglicht!
• Räumen Sie Gegenstände wie Werkzeuge und Leitern weg, sonst machen Sie es den Einbrechern zu leicht!
• Verwenden Sie bei Abwesenheit in den Abendstunden Zeitschaltuhren und überlegen Sie, ob eine Außenbeleuchtung sinnvoll ist!
• Sehen Sie regelmäßig im Kellerabteil und in Abstellräumen nach dem Rechten!
• Melden Sie verdächtige Wahrnehmungen umgehend der Polizei unter 133!
- Bei allen verdächtigen Aktivitäten kann und sollte die Polizei gerufen werden.
- Foto: MeinBezirk.at
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Im Ernstfall, wenn ein Einbruch bemerkt wird, ist sofort die Polizei unter 133 zu verständigen.
Das Haus oder die Wohnung sollte keinesfalls betreten werden, da Spuren vernichtet werden könnten oder die Täter noch anwesend sein könnten. Wenn ein Krimineller während des Einbruchs angetroffen werden kann, dann sollte man diesen aufgrund einer möglichen gefährlichen Auseinandersetzung nicht aufhalten, sondern Aussehen, Fahrzeugkennzeichen und Fluchtrichtung festhalten.
Auch verdächtige Wahrnehmungen, wie zum Beispiel auffällige Personen oder Fahrzeuge in Siedlungsgebieten, sollten der Polizei unter 133 gemeldet werden. "Wir sind schließlich auch auf die Wahrnehmungen der Bürgerinnen und Bürger des Bezirkes St. Pölten-Land angewiesen. Es ist jedenfalls besser einmal zu oft bei der Polizei anzurufen als einmal zu wenig", so Harold abschließend.
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