Grüne Städte im Trend
Vorzeigeprojekt wird in St. Veit umgesetzt

Derzeit sieht es noch nach einer Betonwüste aus - aber hier soll in den nächsten Tagen eine grüne Oase entstehen. | Foto: Foto: WLA / MeinBezirk
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  • Derzeit sieht es noch nach einer Betonwüste aus - aber hier soll in den nächsten Tagen eine grüne Oase entstehen.
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Derzeit sind am St. Veiter Hauptplatz Baustellengitter aufgestellt - dahinter entsteht eine grüne Oase, ein sogenanntes Pop-up Green unter der Aufsicht von Landschaftsarchitekt Andreas Winkler. 

ST. VEIT. Über die geplanten Bäume in der St. Veiter Innenstadt wurde in der Herzogstadt schon heiß diskutiert. Ab 9. Juli wird es so weit sein - dann soll die grüne Oase fertig gestellt sein. Was man sich darunter vorstellen kann, hat MeinBezirk im Gespräch mit dem verantwortlichen Landschaftsarchitekt Andreas Winkler herausgefunden. 

Lösungen gesucht

Schon im Frühjahr 2026 wurde von der Stadtgemeinde St. Veit ein Wettbewerb ausgelobt, um Klimawandel-Anpassungsmaßnahmen für die innerstädtische Zone zu entwickeln. Gewonnen hat diesen Wettbewerb Andreas Winkler von der Winkler Landschaftsarchitektur - Freiraumplanung und Partizipative Regionalentwicklung am Millstätter See. Wichtig war der Stadtgemeinde, dass Maßnahmen schnell umgesetzt und dennoch zu einer langfristigen Lösung umgewandelt werden können.

Beim Lokalaugenschein am 1. Juli  | Foto: MeinBezirk.at/Astrid Siebert
  • Beim Lokalaugenschein am 1. Juli
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Schnell umsetzbar

"Das Pop-up Green ist eine kurzfristige, schnelle Maßnahme", erklärt Winkler, "die aber mittelfristig in eine Langfristmaßnahme überführt werden kann. Und das heißt, alle Maßnahmen, die wir da setzen, sind eigentlich auch nachhaltig gesetzt, weil alles weiter verwendet werden kann." Insgesamt werden 12 Bäume in eine konstruierte Landschaft mit weiterem Grün und Sitzgelegenheiten gesetzt. Dafür wurde zwar Raum, rund 150 Quadratmeter, weggenommen, die bisher für den Wochenmarkt zur Verfügung standen. Für den Markt gibt es allerdings ein neues Raumkonzept, außerdem kann fertige Fläche dann auch für den Markt wieder zur Verfügung gestellt werden. 

Kühlung im Sommer

Laut Winkler wird eine Aufenthaltszone geschaffen, die durch die Baumplanzungen gekühlt wird. Der Experte erklärt: "Ein Baum dieser Größenordnung hat eine Kühlleistung von rund 3 Grad. Er verdunstet auch Wasser, also er transpiriert darinnen, und dadurch entsteht Kühlung." Man kann also davon ausgehen, dass sich das Klima in der Innenstadt durch diese Maßnahme wesentlich verändert wird. Auch der Markt wird unter den Bäumen seinen Platz finden. 

Ein Blick von oben auf das geplante Pflanzencarré. | Foto: WLA
  • Ein Blick von oben auf das geplante Pflanzencarré.
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In der Testphase 

Das Pop-up Green ist im Prinzip ein Test, der, wenn der Plan aufgeht, in vier Jahren in eine Dauerlösung überführt werden kann. Die Nachhaltigkeit zeigt sich auch darin, dass im Endeffekt nichts entsorgt werden muss. Auch, wenn sich in vier Jahren eine andere Lösung auftut, können die Bäume an anderen Plätzen gepflanzt werden und die Parkbänke weiterverwendet werden. Das ganze Projekt kann auch zur Dauerlösung werden, denn langfristig ist auch ein Regenwassermanagement geplant. Mittels Schwammstadt-Prinzip kann das Regenwasser gesammelt werden und wiederum die Bäume versorgen. 

Für jedes Klima passend

Als Baumart wurde die Gleditschia ausgewählt. Gleditschien tolerieren Hitze, treiben relativ spät aus, bilden eine ausladende, schattenspendende Krone. "Wir haben eine Baumart ausgewählt, die jeder Situation Stand halten kann", führt Andreas Winkler weiter aus. "im Winter den Frost und Salzverträglichkeit sowie im Sommer hohe Hitze - das müssen die Bäume aushalten. Und dann haben wir eine Art ausgewählt, die einen lichten Schatten produziert, bzw. einen schönen Schatten, weil wir auch den historischen Kontext bewahren wollten."

Redakteurin Astrid Siebert besichtigte die Baustelle gemeinsam mit Landschaftsplaner Andreas Winkler. | Foto: MeinBezirk.at/Katja Pagitz
  • Redakteurin Astrid Siebert besichtigte die Baustelle gemeinsam mit Landschaftsplaner Andreas Winkler.
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Artenvielfalt für die Stadt

Neben der Schattenwirkung war auch die Anbringung einer Artenvielfalt im Fokus des Projektes. "Die Bäue werden auch blühen, was für Insekten, vorallem für Bienen sehr wertvoll ist und wir werden die Flächen begrünen, im Grunde eine Kräuterwiese schaffen, die einen Mehrwert für die Umwelt hat", so der Experte. Außerdem wird der Platz über eine Rampe barrierefrei ausgebildet sein. Die Fertigstellung ist für den 9. Juli geplant. Die Stadtgemeinde St. Veit freut sich auf mehr Lebensqualität und frisches Grün in der Altstadt.

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Derzeit sieht es noch nach einer Betonwüste aus - aber hier soll in den nächsten Tagen eine grüne Oase entstehen. | Foto: Foto: WLA / MeinBezirk
Beim Lokalaugenschein am 1. Juli  | Foto: MeinBezirk.at/Astrid Siebert
Redakteurin Astrid Siebert besichtigte die Baustelle gemeinsam mit Landschaftsplaner Andreas Winkler. | Foto: MeinBezirk.at/Katja Pagitz
So soll die grüne Oase laut Skizze aussehen und ein Ort zum Verweilen in der Innenstadt werden. | Foto: WLA
Ein Blick von oben auf das geplante Pflanzencarré. | Foto: WLA
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