Straßburger Bürgermeister
"Leerstände sanieren statt ständig neu bauen"
- Der Straßburger Ortschef Franz Pirolt hat eine klare Meinung zum Thema Wohnraum statt Leerstand.
- Foto: Gde. Straßburg
- hochgeladen von Katja Pagitz
Bürgermeister Franz Pirolt wird bei der Wahl 2027 erneut antreten. Der Straßburger Ortschef, der bereits 2009 mitten in der Wirtschaftskrise nach dem Börsencrash seine Funktion übernommen hat, sieht die Herausforderungen heute in vielen Bereichen verändert. "Man muss kleinere Schritte machen."
STRASSBURG. Ein zentrales Thema – nicht nur im ländlichen Raum – bleibt die Bevölkerungsentwicklung. Oft wird dabei von Abwanderung gesprochen, für den Bürgermeister greift diese Erklärung aber zu kurz. „Da muss man ganz klar auch die sinkende Geburtenrate berücksichtigen“, sagt er, das wirke sich natürlich auf den Bevölkerungsstand aus. "Wir bemühen uns seit Jahren, familienfreundliche Rahmenbedingungen zu schaffen, wie mit dem Gratis-Kindergarten beispielsweise. Aber wenn man in den Schulen keine vollen Klassen mehr zusammenbringt, zeigt das die Entwicklung ganz klar“, betont Pirolt. Die Ursachen sieht er in einem Zusammenspiel mehrerer Faktoren: „Ich glaube, es ist ein Mix aus allem – natürlich spielt der finanzielle Aspekt eine Rolle, aber auch, dass sich Lebensstile verändert haben. Das ist der heutigen Welt geschuldet.“
"Massive Änderung nötig"
Ein wichtiges Zukunftsthema ist für den Bürgermeister der Wohnraum. Statt immer neu zu bauen, sieht er genügend Potenzial in bestehenden Gebäuden: „Bei uns gibt es viele Leerstände, die einfach nur zeitgemäß saniert werden müssten.“ Voraussetzung dafür sei jedoch dringend eine Anpassung der Wohnbauförderung. "Da wäre eine massive Änderung nötig. Es ist schade und sinnlos, dass man Gebäude teilweise verkümmern lässt, anstatt sie entsprechend herzurichten“, so Pirolt. Gleichzeitig müsse der Blick immer auch auf ältere Menschen gerichtet werden. „Barrierefreier Wohnraum ist ein wichtiges Thema."
Orientierung am "Weltzustand"
Für die Zukunft würde Pirolt seine Aufgabe klar darin sehen, Straßburg weiterhin lebenswert zu gestalten – nur eben in "kleineren Schritten" und orientiert "am Weltzustand".
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