Bewegender Moment
Samariterbund als Wunscherfüller macht Taufe zum Familienerlebnis
- Catrin und Katharina Langhofer, Ottwien Traussnigg, Sabine Gasser-Theiss, Dominik Brindlinger, Stefanie Podoba und Karl Langhofer (v. li.).
- Foto: Markus Schwarz
- hochgeladen von Sandra Kaiser
„Der Samariterbund erfüllt schwer kranken Menschen ihre Herzenswünsche“, so zu lesen auf der offiziellen Website unter dem Reiter „Die Samariter-Wunschfahrt“.
BAD HALL. Einer solchen Wunschfahrt hatte es der 76-jährige Karl Langhofer aus Bad Hall zu verdanken, dass er bei der Taufe seiner Tochter Catrin anwesend sein konnte. Langhofer ist durch eine spezielle Form der Parkinson-Krankheit völlig bewegungslos und rund um die Uhr auf Hilfe angewiesen. Ohne die ehrenamtliche Wunschfahrt der vier Samariterbund-Mitarbeiter wäre er unmöglich nach Wels gekommen. Dort fand am Wochenende der dreitägige Sommerkongress „Ewiges Glück“ von Jehovas Zeugen statt.
Herzenswunsch ging in Erfüllung
Am Samstagvormittag stand traditionsgemäß die Taufe auf dem Programm, die bei Jehovas Zeugen eine andere Symbolkraft hat wie vielleicht üblich. Getauft werden nämlich nicht Kleinkinder, sondern Personen, die eine bewusste Entscheidung in Glaubensfragen getroffen haben.
Auf diesen Moment wartete an diesem Vormittag auch Catrin Langhofer, die Tochter von Katharina und Karl Langhofer, beide langjährige Angehörige von Jehovas Zeugen. Die 50-jährige Catrin hat sich diesen Schritt lange überlegt und stand wie 16 weitere Taufbewerber in schicker Badebekleidung vor dem Aufstellbecken. Nur Familienangehörige und engste Freunde standen in den vorderen Reihen, während die übrigen Kongressbesucher über den großen Bühnenmonitor das Untertauchen ruhig und respektvoll mitverfolgten.
Dann war Catrin an der Reihe. Für ihren Vater war es ein langgehegter Herzenswunsch, bei diesem besonderen Moment seiner Tochter dabei zu sein. Dass Karl Langhofer trotz seiner massiven gesundheitlichen Einschränkungen und seine 75-jährige Gattin Katharina gemeinsam diesen besonderen Anlass erleben konnten, verdanken sie dem ehrenamtlichen Einsatz der Samariterbund-Mitarbeiter. Sie haben dazu beigetragen, dass dieser Tag von unschätzbarem Wert für die gesamte Familie für immer in liebevoller Erinnerung bleibt.
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